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Wollbachs Trainer Michael Jahns

Wollbach vor dem Schlager gegen Sulzthal: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist!“


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WOLLBACH / SULZTHAL – Hat sich der TSV Wollbach am Sonntag aus dem Aufstiegsrennen in der Rhöner Fußball-Kreisklasse 1 verabchiedet? Fast hat es so den Anschein. Denn keine 48 Stunden nach dem Sieg in Bad Brückenau verlor das Team von Trainer Michael Jahns in Reiterswiesen bei der SG mit Arnshausen und Bad Kissingen 2 mit 3:4. Während zwei der drei Rivalen siegten.

Was wäre das doch für ein Schlager geworden kommendne Freitagabend, wenn Wollbach den VfR Sulzthal empfängt. Der gewann knapp mit 2:1 in Díebach, hat als Zweiter nun fünf Punkte mehr und eine weitere Partie in der Hinterhand. Für Wollbach, das auch noch zum zuletzt schwächelnden SV Aura muss und zum Abschluss Diebach empfängt, führt der Weg zum Aufstieg nur über viele Patzer der Rivalen, die unwahrscheinlich klingen.





FuSWball.de sprach kurz mit Trainer Michael Jahns.


Michael, war´s das mit den Träumen vom Aufstieg oder wenigstens von Relegationsspielen?
Michael Jahns: Nachdem man auch mit einem Sieg in Reiterswiesen und mit einem möglichen Sieg gegen Sulzthal noch auf einen Patzer von Sulzthal hätte hoffen müssen, die ja noch ein Spiel in der Hinterhand haben, sind die Möglichkeiten nach der Niederlage nur noch rein theoretischer Natur und tendieren gen Null. Da muss man auch nicht mehr von Träumen reden, das wird’s dann gewesen sein.

Ihr habt in Reitersweisen zur Pause bereits mit 2:0 geführt. Muss eine Spitzenmannschaft das dann nicht über die Zeit retten?
Michael Jahns: „Über die Zeit retten“ halte ich für den falschen Ansatz. Durch Ereignisse, welche in Halbzeit zwei passierten, haben wir den Faden verloren, das Momentum schlug um und wir haben in keinster Weise zurück in die Spur gefunden.

Drei Gegentore resultierten aus Elfmetern. Waren denn alle berechtigt – und bist Du als Trainer heute noch fuchsteufelswild?
Michael Jahns: Erstens: Ich werde definitiv nichts gegen irgendwelche Schiedsrichterleistungen sagen, ich bin froh, dass es Sportkameraden gibt, die den den Job des „Spielleiters“ übernehmen – das ist gerade ohne Gespann eine sehr, sehr schwere Aufgabe. Zu den Elfmetern meine Einschätzung: Der erste gegen uns war ein vermeintliches Handspiel. Hier war für mich weder Absicht noch die sogenannte „Vergrößerung der Körperfläche“ erkennbar, somit strittig. Der zweite war berechtigt, der dritte (für uns) eher wieder keiner, der vierte berechtigt. So ist der Fußball.

Das 4:3 für Reiterswiesen fällt in der Nachspielzeit. Weil Ihr beim Stand von 3:3 alles nach vorne geworfen habt, weil ja eigentlich nur ein Sieg zählte?
Michael Jahns: Ja, der Punkt wäre ja zu wenig gewesen. Dennoch: Was wir nicht geschafft haben war, nach dem 2:2 nochmal in das Spiel zurück zu finden. Das war für mich rätselhaft, da waren wir alle mental nicht so stabil, wie wir es hätten sein können.

Reitersweisens dreifacher Elfmeterschütze Tobias Ehrenberg trägt den gleichen Nachnamen wie Euer 2:0-Schütze Tim. Brüder? Verwandtschaft?
Michael Jahns: Auch wenn Tobias Ehrenberg NICHT der Bruder von unserem Tim ist – seltsamerweise spielt sein Bruder Luca wirklich bei Bad Kissingen. Wäre schön, wenn sich das ändert, und der Junge zu uns kommt…

Und nun? Das Heimspiel gegen Sulzthal wäre ein echter Kracher geworden, so scheint die Luft für Euch raus zu sein. Hast Du Platz eins oder zwei nun abgeschrieben?
Michael Jahns: Um Platzierungen geht es für mich nicht mehr, nur noch darum, dass wir uns und unseren vielen Zuschauern zeigen, was wir können. Wir werden versuchen, die letzten drei Spiele zu gewinnen. Das ist unser Ziel. Egal, wer unser Gegner ist und wo dieser in der Tabelle steht. Im Fußball gibt es immer wieder Chancen, manchmal auch unverhofft. Deshalb zitiere ich hier mal Rocky Balboa: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“

Dein Tipp für´s Aufstiegsrennen dieser Liga?
Michael Jahns: Oerlenbach/ Ebenhausen war und ist in dieser Saison die stärkste Mannschaft der Kreisklasse Rhön 1, sie werden aufsteigen, das habe ich bereits zur Winterpause gesagt. Wenn Sulzthal bei uns auch nur einen Punkt holt, ist die Sache klar: Platz zwei sollte somit an sie vergeben sein. Aber ehrlich: Ich habe es oben angedeutet – im Fußball ist alles möglich, auch Sulzthal kann noch Meister werden.

Christoph Kriener (am Ball)

Wie geht´s kommende Saison weiter? Neuer Anlauf Richtung Kreisliga?
Michael Jahns: Wenn ich sage, dass wir in der kommenden Saison wieder alles versuchen, möglichst guten, erfolgreichen Fußball zu spielen und unsere Jungs aus der U18 in die Herrenmannschaften so erfolgreich zu integrieren, wie wir das in den letzten Jahren geschafft haben, plus weiterhin als TSV Wollbach eigenständig mit zwei Herrenmannschaften ohne Spielgemeinschaft antreten zu können, reicht das. In der Presse vom „Aufsteigen“ zu reden, hat noch niemandem gut getan. Dazu ist eine Saison viel zu sehr von vielen Eventualitäten abhängig, die niemals vorhersehbar sein können. Deshalb rede ich mal nicht von der Kreisliga und bleibe demütig. Zumindest extern (lacht).

Ein Kommen am Freitag lohnt sich trotzdem?
Michael Jahns: Spiele gegen unsere Freunde vom VfR Sulzthal sind bei jeglicher Tabellensituation „Schlager“. Wer diese Spiele als auch die gemeinsamen Abende im Sportheim nicht erlebt hat, der hat definitiv etwas verpasst. Da kann man mir mit Bundesliga und all so einem Zeug kommen wie man will, so etwas gibt es nur im Amateurbereich. Dort, wo der wahre Fußball sein Zuhause hat.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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