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Yu Shimamura als Mann des Sonntags: Aufregendes 5:5 im Kreisklassen-Derby Schonungen gegen Dittelbrunn


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SCHONUNGEN / DITTELBRUNN – Die SG Schonungen erwartete die SG Dittelbrunn zum Kreisklassen-Derby. Es war das Aufeinandertreffen zweier Fußball-Mannschaften, die sich gewiss mehr erwartet hatten vom bisherigen Verlauf der Runde, die nun endlich wieder fortgesetzt werden konnte. Zumindest vor dem geistigen Auge des Reporters Michael Horling, der von seinem Wohnzimmer aus in seinem Heimatort auf den Fußballplatz blicken kann.

Was (nur) er dort sah, war ein unerwartet rassiges Match zwischen zwei Teams, die vor dem Duell die Plätze zehn und neun belegten, die aber in der Form von Sonntag beide definitiv nichts zu tun haben werden mit dem Abstieg. Vor den rund 150 Zuschauern hatte Schiedsrichter Frank Tallner vom TSV Abtswind einiges zu tun. Es gab drei Elfmeter, ein Eigentor, die erste blaue Karte der Fußballgeschichte und vor allem: Bratwürste. Weltklasse-Bratwürste! Endlich durfte auch mal wieder gegrillt werden.


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Schon nach drei Minuten fiel der erste Treffer: Vorbereitet hatte ihn der routinierte Schonunger Spielertrainer. Yu Shimamura tankte sich über links durch, flankte – und fand des Kopf seines japanischen Landsmannes Yuki Takahashi, frisch in der Winterpause verpflichtet von Tamagotchi Sapporo. Takahashi bedeutet auf Deutsch „Hohe Brücke“; das passte, denn der 23-Jährige stieg bestimmt zwei bis drei Meter hoch in die Luft. Erstmals überhaupt erzielte somit weltweit ein Japaner ein Tor mit dem Kopf! Der Fußball schrieb also Geschichte an diesem Sonntagnachmittag.


Doch die Dittelbrunner glichen schnell aus: Nach 18 Minuten hieß es gar 1:2. Erst passte mit Lucas Berger der eine Spielertrainer auf Fabian Stenzinger, der mit seinem 16. Saisontor vollendete. Dann legte Schonungens Keeper Florian Götzendörfer den auf ihn zueilenden Stenzinger. Mit Wladimir Slintchenko traf der zweite Dittelbrunner Spielertrainer per Foulelfmeter. Götzendörfer bekam von Schiedsrichter Tallner als erster Spieler die neu eingeführte blaue Karte gezeigt. Damit muss ein Spieler nun für zehn Minuten vom Feld und in dieser Zeit ein Weißbier trinken.

Vorübergehend ging Yu Shimamura ins Tor der Hausherren. Ausgerechnet er, der mit 1,62 der kleinste Spieler auf dem Feld war. Doch der Japaner hat ja bekanntlich Hände wie Bratpfannen. Und wehrte so gleich mal einen Weitschuss von Slintchenko ab, der als einziger der ansonsten in Rot auflaufenden Dittelbrunner ein grünes Trikot des FC Schweinfurt 05 tragen durfte. Die ganz in weiß kickenden Schonunger mussten dennoch das 1:3 hinnehmen. Stefan Krieger traf mit einem Flatterball. Da war Götzendörfer längst schon wieder in seinen Kasten zurückgekehrt, aber er schwankte leicht, weil er draußen sogar zwei Weißbier getrunken hatte.

Drei Minuten vor der Pause kamen die Hausherren auf 2:3 heran. Saisontor neun von Christian „Daniela“ Katzenberger war kein besonderes. Er traf aus dem Gewühl heraus. Dann war Pause und die 150 Fans kauften sich jeder eine Bratwurst. Florian Götzendörfer ging schon eine Minute eher in die Kabine. Er musste ganz dringend und wurde vom wieder fehlerfreien Yu Shimamura bestens vertreten.

Nach Wiederanpfiff wurde es kurios: Erst köpfte Daniel Söllner ins eigene Tor – es hieß 2:4. Kurze Zeit später – es lief die 55. Minute – gar das 2:5: Marcel Werner legte Nico Werner im Strafraum. Jonas Wunder scheiterte per Elfmeter zwar erst an Götzendörfer, im Nachschuss aber verwandelte Sebastian Witt. War´s das? Es sah so aus! Die ersten rund 50 Zuschauer verließen den Sportplatz (auch weil die Bratwürste aus waren). Doch es wurde noch dramatisch.

Wer sonst, wenn nicht Yu Shimamura sollte für den Anschluss sorgen?! Aus rund 16 Meter überwand er Dittelbrunns Keeper Marcel Greubel. 68 Minuten waren da gespielt. In der 78. Minute legte Nico Vogel auf Patrick Pfister. Und der hämmerte aus vielleicht 18 Meter derart fulminant auf die Kiste, dass Greubel wiederum keine Chance hatte. Doch dieses 4:5 hatte zunächst weitere 15 Minuten Bestand.

Es lief die 93. Minute, also schon die Nachspielzeit. Schiedsrichter Tallner hatte die Pfeife bereits im Mund, als Martin Danz auf Yuki Takahashi passte, der flankte – und Yu Shimamura erzielte das Tor seines Lebens: Per Fallrückzieher! Das Leder landete im Winkel. Die 100 verbliebenen Fußball-Anhänger, gut zur Hälfte Schonunger Fans, trauten ihren Augen nicht. Was für ein sensationelles Ende einer unglaublichen Partie.

Das macht Lust auf Fußball. Hoffentlich wird wenigstens ab dem 01. September wieder gespielt!

 

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