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Die DJK Schweinfurt vor dem Kellerduell: „Eigentlich wollten wir mal eine Saison, die ohne Rasierklinge abläuft!“


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SCHWEINFURT – So hatte sich die DJK Schweinfurt den Start in die neue Fußball-Saison der Kreisliga 1 natürlich nicht vorgestellt. Nach fünf Partien stehen die Jungs von der Bellevue noch ohne Punkt da. Bei 5:17 Toren. Doch nun naht das dritte Heimspiel, das ein Kellerduell ist: Es kommt nämlich der Vorletzte nach Schwienfurt.

Der DJK Schwebenried-Schwemmelsbach 2 ergeht es bei 3:26 Treffern fast noch schlechter. Gegen Eisenheim und in Abtswind kassierte man bereits jeweils acht Buden. Doch das 1:1 beim SV Mühlhausen/ Schraudenbach brachte immerhin einen Zähler ein. Auf den wartet die DJK noch. Dass sogar ein Dreier nun Pflicht ist, das weiß Dominic Nastvogel. FuSWball.de unterhielt sich mit dem Spielertrainer.


AOK - Keine Kompromisse

Dominic, gibt´s – bevor wir auf einzelne Spiele kommen – einen Grund für den Fehlstart in die Saison?
Dominic Nastvogel: Auf den ersten Blick nicht und es hatte sich für uns nicht direkt abgezeichnet. Wir hatten nach der ordentlichen Vorbereitung schon ein recht zuversichtliches Gefühl.


Man könnte ja sagen, Gerolzhofen ist Aufstiegsanwärter, die starken Aufsteiger Waigolshausen und Heidenfeld habt ihr ungünstig früh erwischt und Essleben kam zuletzt mächtig in Fahrt. Das würde schon mal vier Niederlagen erklären… Zu einfach?
Dominic Nastvogel: Ja, definitiv zu einfach. Geo ist richtig, wir waren dort angetreten mit einem ausgedünnten Kader ohne fünf Stammspieler dafür war es noch ordentlich. Gegen Waigolshausen haben wir schlecht gespielt und nicht die nötige Einstellung mit in das Spiel genommen, um es zu gewinnen. Gegen Heidenfeld waren wir wieder dezimiert, dort sind wir zum zweiten Mal ohne fünf Stammspieler angetreten. In diesem Spiel wäre aber durchaus auch ein Unentschieden möglich gewesen. Gegen Essleben war es in der ersten Halbzeit ein vom Engagement ordentliches Spiel von uns, doch das Tor mit dem Halbzeitpfiff gegen uns war dann in dieser Situation nicht hilfreich. Kurz nach der Pause gleich der nächste Genickschlag, das 0:2, und man hat gemerkt, dass wir dann in der jetzigen Situation auch nicht mehr an uns geglaubt haben und bekommen dann natürlich innerhalb von 15 Minuten drei weitere Gegentreffer. Somit ist das Spiel auch schnell erklärt.

Jüngst das 3:4 bei Tabellenführer Stammheim: Ihr führt bis zur 83. Minute, kassiert noch zwei Gegentore. Passiert sowas nur, wenn man Erster ist oder eben Letzter?
Dominic Nastvogel: Ja, das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, doch ganz so einfach will ich es dann auch nicht sagen. Wir hätten die drei Punkte am Sonntag mehr als verdient gehabt. Ansprechende Leistung und über weite Strecken des Spiels auch das bessere Team gewesen zu sein, da schmerzt es dann schon sehr, mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Stammheim hatte in der zweiten Halbzeit eine Chance, die machen sie nicht – und aus keiner Chance machen sie dann zwei Tore in den letzten Minuten der Partie. Den Weitschuss hätten wir dennoch besser verteidigen müssen, da waren wir zu passiv, das Siegtor fällt durch einen Eckball, der keiner war. Doch leider war Frank Wirsching nicht ehrlich genug und gab nicht zu, dass er zuletzt am Ball war. Jetzt kann man darüber streiten, ob clever oder nicht ehrlich. Ich finde es dennoch schade, dass man da nicht ehrlich sein kann. Dann komme ich zurück auf die These, wenn man Letzter ist, dass man in manchen Situationen dann einfach auch kein Glück hat. Dieses muss man sich dann doch wieder hart erarbeiten.

Mutmaßlich würdest Du nach dem Spiel die Stammheimer wohl nicht unbedingt zu den Aufstiegsanwärtern zählen, oder?
Dominic Nastvogel: Ja, man muss dazu sagen, am Sonntag hat beim Gegner denke ich doch der ein oder andere gefehlt, deshalb ist es für mich jetzt schwer zu urteilen ob und wie weit sie dann am Ende oben mitspielen. Die ein oder andere Überraschung gab es auch schon in dieser jungen Saison, trotz allem ist Geo für mich die Mannschaft, an der normalerweise nichts vorbeigeht. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Stammheim im Endeffekt gar nicht mit aller Macht nach oben will.

Nun geht´s gegen Schwebenried-Schwemmelsbach 2. Und da zählt nur ein Sieg?
Dominic Nastvogel: Es zählen im Fußball immer nur Punkte, deshalb muss man irgendwann auch mal ein Spiel gewinnen, wenn man die Klasse halten will.

Wer fehlt(e) alles bei Euch und warum?
Dominic Nastvogel: Wir haben immer noch den ein oder anderen Verletzten, immer mal wieder aber auch Spieler, die im Urlaub verweilten, fehlen uns natürlich bei einem kleinen Kader. Dies waren jetzt gerade in den ersten Spielen die Gründe für den doch eher gemischten Kader aus 1. und 2. Mannschaft bei den Spielen.

Kann es sein, dass es eine ganz schwere Saison für Euch wird mit vielleicht Abstiegskampf bis zuletzt?
Dominic Nastvogel: Auf alle Fälle, wenn man nach fünf Spielen mit null Punkten da steht, wird es wohl so kommen. Meister werden wir höchstwahrscheinlich nicht mehr (lacht). Spaß beiseite, wir haben uns von Anfang an mit Abstiegskampf beschäftigt und wissen, dass es bei uns immer zurerst darum geht, so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf raus zu kommen. Wir wollten ein wenig stabiler werden, kontinuierlicher punkten und einfach mal eine Saison spielen, die nicht auf der Rasierklinge abläuft. Doch das ist nun nach fünf Spielen schon wieder vorbei, denn jetzt wird es erstmal darum gehen, mal Erfolgserlebnisse zu sammeln und Schritt für Schritt da unten raus zu kommen und den Anschluss nicht irgendwie ganz zu verlieren auf die Nichtabstiegsplätze.
Ich hoffe, die Mannschaft wird nun noch besser zusammenarbeiten als am Sonntag. David Thomas und ich werden natürlich alles dafür tun, um die Mannschaft bestmöglich wieder aufzurichten und dann heißt es einfach die nötige Einstellung mit in die kommenden Spiele mitzunehmen. Aber es ist klar, momentan ist und war es insgesamt zu wenig von jedem einzelnen – von den spielenden Trainern über Spieler 1 bis 18, die im Kader sind.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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