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Die Relegationen des VfL Euerbach: Das Elfmeter-Drama gegen Unterpleichfeld und weitere heiße Spiele


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EUERBACH – Heute spielt der SV Euerbach/Kützberg in der Landesliga Nordwest eine solide Rolle, stand vor einiger Zeit sogar schon mal recht dicht vor dem Aufstieg in die Bayernliga, als das Team 2018 als Tabellenvierter abschloss. Aber wer weiß schon noch, dass die Euerbacher – bis 2013 als VfL eigenständig – 2007 noch in der Kreisklasse spielten? Und dass sie von 2008 bis 2012 gleich drei Mal aufregende Relegationen erlebten?

anpfiff.info erinnert an an großartige Auf- und Abstiegsspiele mit mehrfach großem Jubel, aber einmal auch tiefer Trauer.


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Spätfrühling 2008 war es, als der VfL ein Jahr nach dem Aufstieg aus der Kreisklasse als 13. der Kreisliga gleich mal in die Relegation musste. 600 Zuschauer sahen in Schraudenbach das Duell gegen die SG Gramschatz / Hausen. Der kick-ticker berichtete damals so:


Trotz Krämpfen reichte beim Sieger die Kraft

Relegation zur Kreisliga Schweinfurt 1: Warum Euerbach die SG Gramschatz / Hausen abblockte

„So ein Krampf!“, wird sich der ein oder andere Akteur der SG Gramschatz / Hausen gedacht haben, als gegen Ende der Partie immer wieder Euerbacher Spieler mit Wadenkräpfen auf dem Rasen lagen und behandelt werden mussten. Demsntsprechend lange wurde in Schraudenbach vor großer Kulisse nachgespielt. Was der Truppe von Spielertrainer Michael Weber aber nichts half. Mit dem 2:0-Sieg verteidigte die Elf von Daniel Tomitza ihren Platz in der Kreisliga. „Dann versuchen wir es halt nächste Saison wieder“, motivierte Weber sein Team gleich nach dem Abpfiff, „aber hoffentlich haben wir dann mehr Leute zur Verfügung.“

Diverse Spieler aus Gramschatz / Hausen sind beruflich oder als Studenten auf halb Deutschland verteilt, können nicht oder nur eingeschränkt trainieren. „Das merkt man. Deshalb waren sie teilweise heute platt“, erkannte Michael Weber, der sein Team „vor allem in der Defensive auf ein, zwei Positionen einfach zu schwach besetzt“ sieht. Besser sei die Abteilung Sturm da schon bestückt, wenngleich mit Stevan Popov dort ein bereits 44 Jahre alter Ex-Regionalligaspieler des FC Schweinfurt 05 aushelfen musste. „Wenn dann heute unsere Leistungsträger ihre Leistung eben nicht bringen, dann klappt es halt nicht“, brachte Weber die 90 Minuten von Schraudenbach auf den Punkt. „Schade, dass einige Spieler anscheinend nicht begriffen haben, um was es heute geht!“

Anfangs dominierten die später Unterlegenen zwar, bis zur Pause hatten denn aber nur die Euerbacher Einschussmöglichkeiten. „Nervös und überhastet“ fand Weber das eigene Auftreten. Martin Schendzielorz traf nur die Oberkante der Latte (20. Minute), später war Daniel Tomitzas Bein etwas zu kurz. Als Schendzielorz kurz nach dem Seitenwechsel frei an Gramschatzs Keeper Martin Winkler scheiterte, Tomitza ebenfalls, da lag das 1:0 für Euerbach in der Luft. Doch quasi im Gegenzug köpfte Michael Banner für Gramschatz nur an die Latte. Die Entscheidung schien nun bald fallen zu können, hier wie da.

Fortan aber brachten die Angriffsbemühungen der Weber-Elf gar keine Resultate mehr, während Euerbach eiskalt zuschlug. „Richtig tranig“ fand Weber seine Abwehr beim 0:1 durch Gary Huntons Kopfball. Der hatte zuvor bereits die Chance zur Führung. Und rund eine Viertelstunde später rannte der eingewechselte Dominik Michel seinem Gegenspieler Andreas Altenhöfer davon, netzte per Konter zum entscheidenden 0:2 ein. Selbst eine Dezimierung aufgrund einer Ampelkarte störte Euerbach nicht mehr. Weil Daniel Tomitza hinten aushalf und fast jeden Ball abfing.

„Das war eine tolle Leistung heute, wir haben uns aber auch gut vorbereitet“, so der Spielertrainer des VfL, der weiß: „Wir haben in dem einen Jahr in der Kreisliga schon viel dazu gelernt. Das Spieltempo ist dort ein ganz anderes.“ Kämpferisch sei sein Team am Mittwoch top gewesen, „auch wenn es zur Pause durchaus auch 2:2 hätte stehen können. Wir wusten aber: Je länger wir das 0:0 halten, desto nervöser wird Gramschatz. Dass der Gegner dann irgendwann aufmacht, habe ich schon bei deren Spiel gegen Wiesentheid II gesehen. Und dann kommen unsere Konterchancen. Das hat man beim 0:2 ja gemerkt. Zwingend war beim Gegner dann nichts mehr. Daher ist unser Sieg auch verdient.“

„Tribut gezollt“ hätten die Euerbacher in der Rückrunde ihrer Aufholjagd, als man teils neun, zehn Punkte abgeschlagen war und am Ende fast sogar noch die Relegation vermieden hätte. Mit 29 Toren in 18 Spielen wurde Tomitza selbst zur entscheidenden Person. „Ohne mich hätten wir dieses Spiel heute wohl gar nicht gehabt“, so der Torjäger, der sich direkt nach der spontanen Feier zur Nachtschicht ab 22 Uhr verabschiedete und nach einer schweren Saison generell die Fußballschuhe an den Nagel hängt. Das Knie macht nicht mehr mit. Nur mit Schmerzmittel konnte Tomitza zuletzt auflaufen.

Sein Nachfolger steht längst schon fest, schaute in Schraudenbach zu und hatte danach ebenfalls Nachtschicht. Mit Pero Skoric kommt ein einstiger Junioren-Weltmeister nach Euerbach. Mit Jugoslawien schaffte er diesen WM-Sieg einst. „Die Mannschaft hat heute bis zur letzten Minute gut gekämpft“, lobte Skoric sein neues Team und kündigte trotzdem gleich mal an, mit einer harten Vorbereitung selbst in diesem Bereich nochmals „zehn bis 15 Prozent mehr“ herauskitzeln zu wollen. Weil: „Wir wollen nächste Saison unter die ersten sechs, sieben Mannschaften und vielleicht sogar ganz oben angreifen!“ Euerbachs Fußballfans würden sich sicher freuen. Gesucht wird aber noch ein Mann, der für dieses Ziel die Tore schießt.

Relegation zur Kreisliga Schweinfurt 1:
VfL Euerbach – SG Gramschatz / Hausen: 2:0 (0:0)
Euerbach: Thorsten Hofmann – Dominik Weigand, Alexander Zirkel, Michael Lutz, Marco Beck, Michael Spiegel (ab 60. Dominik Michel), Robert Schendzielorz (ab 93. Rainer Schirmer), Thomas Brändlein, Gary Huntoon, Martin Schendzielorz (ab 91, Markus Bleiweis), Daniel Tomitza;
Gramschatz / Hausen: Martin Winkler – Dominik Vierheilig, Andreas Altenhöfer (ab 79. Florian Schellenberger), Thomas Eisenbacher, Lukas Eisenbacher, Christoph Eisenbacher, Michael Weber, Christian Engelhardt, Stevan Popov, Michael Banner (ab 69. Andreas Kistner).
Tore: 1:0 Gary Huntoon (62.), 2:0 Dominik Michel (78.).
Gelb-Rot: Alexander Zirkel (Euerbach, 83.).
Zuschauer: 600 in Schraudenbach.

Das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info beleuchtet in einer zweiteiligen Serie alle wichtigen Entscheidungsspiele des VfL Euerbach, erzählt die Geschichten dazu und zeigt viele Bilder. Das dieses Beitrags enstand nach einem Sieg in Forst über die SG Eltmann, als der Verein erstmals in die Bezirksliga aufstieg. Weitere Partien, in denen es in diesen Beiträgen geht, sind die Spiele in Bergrheinfeld gegen Unterpleichfeld, in Thulba gegen Strahlungen, beim TV Oberndorf-Schweinfurt gegen Röthlein und in Münnerstadt gegen Herbstadt. Sehr oft musste die Entscheidung in einem Elfmeterschießen her…

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