Home / Fußball / Landesliga / Das „Omnibus“-Lied nach drei Big-Pointe: Auf das 3:0 gegen Friesen folgen für die FTS Gegner aus dem obersten Regal der Landesliga

Das „Omnibus“-Lied nach drei Big-Pointe: Auf das 3:0 gegen Friesen folgen für die FTS Gegner aus dem obersten Regal der Landesliga


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SCHWEINFURT – Am Ende hakte Friesens Trainer Armin Eck die zu hoch ausgefallene Niederlage souverän ab. Immerhin durfte er auf dem Weg in die Kabinen wieder über den Rasen laufen, nachdem Schiedsrichter Andreas Piplinski den 54-Jährigen eine Viertelstunde vor Ende hinter den Zuschauerzaun schickte. „Lächerliche Profilierungssucht“, warf Eck dem Unparteiischen vor, er selbst hätte gar nichts gesagt, was Gelb-Rot rechtfertigte.

Das 0:3 selbst an der Maibacher Höhe bei immer stärker werdenden Freien Turnern, die nun ein echter Kandidat für Platz zwei der Fußball-Landesliga sind und für den dritten Aufstieg in Serie, war „nicht so eindeutig und nach Spielanteilen eine Partie auf Augenhöhe“, so Eck mit Recht. Mindestens um ein Tor zu hoch fiel die Niederlage aus. Schweinfurt ging freilich relativ früh in Rückstand, als Dominik Popp, der diesmal leer ausgegangene Torjäger der FTS, den Ball über die Kette chippte und Maximilian Mosandl mit dem Außenrist Friesens Torwart Kevin Maschke überlupfte.


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„Danach hatten wir fünf, sechs gute Möglichkeiten. Aber wir haben das Durchsetzungsvermögen vermissen lassen. Vorne fehlte der letzte Biss“, meinte Eck beispielsweise Lukas Moserts Schuss aus halblinks nach rund einer halben Stunde, als Simon Mai ebenso fast mühelos parierte wie zehn Minuten nach der Pause, als Schweinfurts Keeper gegen Hannes Nützel parierte. Hüben wie drüben wurde munter gekickt, „aber wir haben den letzten Pass nicht angebracht. Wir geraten in Rückstand, als wir einmal nicht aufpassen. Und die anderen zwei Tore fangen wir uns nach Kontern“, ärgerte sich Eck, der die Turner „uns in den Punkten Aggressivität und Zweikämpfe voraus“ sah.

Der eingewechselte Felix Lehfer machte mit seinem Schuss zum 2:0 nach etwas mehr als einer Stunde gefühlt schon alles klar. Kevin Maschke hatte die Finger noch am Ball und kassierte in der Nachspielzeit durch die Beine das „Kacktor des Monats“, als Mosandl das Abspiel auf Popp verpasste und dann halt mal abzog. Andreas Baier entledigte sich vor Wut seines Trikots und knallte es zu Boden. Es war ein gebrauchter Samstag für den SV Friesen.


Die FTS freilich durfte bereits zum achten Mal in dieser Saison das „Omnibus“-Lied singen und rückte den patzenden Geesdorfern und Haibachern auf die Pelle. „Das waren Big-Points gegen spielerisch starke Friesener, und wir hatten auch ein Stück weit Glück. Wir wussten: Unsere zwei Unentschieden zuvor hatten nur dann einen Wert, wenn wir heute gewinnen. Aber wir dürfen das nicht überschätzen. Der Sieg fiel gefühlt zwei Tore zu hoch aus“, so Adrian Gahn.

Doch der Schweinfurter Erfolgstrainer war natürlich „mega zufrieden und glücklich, denn 30 Punkte nach der Hinrunde sind eine dicke Nummer. Respekt!“ Gahn will zwar kein Mahner sein, verwies aber auf die kommenden Aufgaben gegen Memmelsdorf, Coburg, Haibach oder Aschaffenburg, gegen die man in der Hinserie nur zwei Punkte holte. „Das ist das oberste Regal der Liga. Da haben wir nicht so viel gezwickt und es wäre nicht unüblich, wenn wir da in nicht jedem Spiel als Sieger vom Platz gehen!“

Fußball-Landesliga Nordwest: Freie Turner Schweinfurt – SV Friesen: 3:0 (1:0)
Schweinfurt: Mai – Dietrich, Zeißner, Mock, P. Werner – Rinbergas, Reith (58. Lehfer) – Mosandl, Öztürk (84. S. Werner), Walton (66. Aydin) – Popp.
Friesen: Bauernschmidt – Söllner, Baier, Müller, Graf – Nützel, Altwasser – Kunz (64. Roger), Firnschild, Moser – Nassel.
Schiedsrichter: Andreas Piplinski (Post-SV Nürnberg)
Tore: 1:0 (15.) Maximilian Mosandl, 2:0 (64.) Felix Lehfer, 3:0 (90.+2) Maximilian Mosandl.
Gelb-Rot: Friesens Trainer Armin Eck musste hinter die Absperrung (73.)
Zuschauer: 130.

Und hier vor ein paar Fotos noch ein schönes Jubel-Video der FTS:

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