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Der wilde Ritt im Hexenkessel Ebersdorf: Die FTS und ihr furioses 5:3 beim Aufsteiger – MIT VIELEN FOTOS!


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EBERSDORF / SCHWEINFURT – Ein Rückspiel bereits Ende September – das macht der außergewöhnliche Modus der Fußball-Landesliga Nordwest möglich. Genau zwei Monate ist es her, als die Freien Turner Schweinfurt mit dem 2:0-Erfolg gegen Aufsteiger SC Sylvia Ebersdorf in die Saison starteten. Nun das Wiedersehen in Oberfranken: Es wurde einzigartig!

In den letzten Wochen musste die FTS eigentlich nur beim 2:3 zuhause gegen Geesdorf und auch beim späten Ausgleich des FC Lichtenfels an der Maibacher Höhe ein paar Nackenschläge wegstecken. Zwei 2:1-Siege danach, verbunden mit Geesdorfer Niederlagen, sorgten für den Sprung an die Tabellenspitze. Und Platz eins wollten die Turner natürlich verteidigen beim Achten, der sogar gegen Schlusslicht TSV Gochsheim mit 0:4 daheim verlor, der aber jüngst in Friesen mit 5:2 gewann und zuletzt ein 2:2 schaffte gegen den SV Euerbach-Kützberg.





Wer ein bisschen zu spät kam, verpasste das frühe 0:1 durch Niklas Reuß bereits in der ersten Minute. Mit seiner zweiten Torchance erhöhte Tyrell Walton nach toller Einzelaktion auf 0:2. Und nach dem 0:3, als Dominik Popp im Anschluss an eine Linksflanke am langen Pfosten frei einschießen konnte, sah alles aus nach einem Spaziergang der Freien Turner beim Neuling. Ein Abseitstor der Ebersdorfer und Tayfun Özdemirs Anschlusstreffer kurz vor der Pause veränderten nichts an den Eindruck.


Doch Halbzeit zwei wurde vogelwild. Im nach einem Möbelhersteller benannten finori-Stadion am Hügelsee, das neben einer überdachten Tribüne beim Sportheim auf der Gegenseite nun weitere Sitzplätze aufweist, das fast schon Regionalliga-tauglich ist, Der SC Sylvia hat ein paar ganz laute Fans, die sich bei wirklich jeder Schiedsrichterentscheidung aufregen. Eigentlich hätte zur Halbzeit und zu den Pizzabrötchen, die es diesmal statt Bratwürsten gab, niemand gedacht, dass diese Partie nochmal spannend und so hektisch werden würde..

„Aber das ist halt das grundsätzlich bekannte Bild: Wir machen das vierte Tor nicht, bekommen das 1:3, dann das 2:3 – und dann riskiert der Gegner auch der der Gefahr von Kontern einfach mehr. Chancen zum vierten haben wir ganz schwach ausgespielt, sonst wäre der Drops eher gelutscht gewesen. Der Gegner it bekannt für gute Standards – und so war bis zum Ende alles möglich“, fasste FTS-Trainer Adrian Gahn schon mal zusammen.

Tobias Dalkes Kopfball zum 2:3 nach einem Freistoß machte wirklich wieder alles möglich. Popps postwendender zweiter Streich, ein direkt verwandelter Freistoß ins Eck, sorgte insofern für Unmut, als dass der Schweinfurter direkt auf die Tribüne zulief und ein bisschen provozierend feierte, nachdem ihm das Publikum immer wieder vorwarf, er würde überstürzt zu Boden gehen.

Lukas Werners Traumschuss in den Winkel bedeutete das 3:4 und öffnete das Match erneut. Ausgerechnet vor der Tribüne handelte sich Ebersdorfs Christopher Autsch dann eine Ampelkarte ein. Und sorgte a.) für eine Rudelbildung und b.) für Entsetzen bei den Fans der Hausherren. Die wurden nun ohrenbetäubend immer lauter, dann aber ganz leise, als der eingewechselte Benjamin Freund in der Nachspielzeit nach einem Konter freistehend das 3:5 erzielte.

„Mit cleverem Fußballverstand machen wir schon das 4:1. Es wäre cool, wenn wir nun sagen könnten, wir machen es immer so, wie wir es in Ebersdorf gemacht haben. Aber das geht nun nicht. Doch nachdem wir gewonnen haben, fällt es nun einfacher, das Spiel zu reflektieren“, bilanziert Adrian Gahn. Letztlich zufrieden, weil a.) das Ganze ein echt sehenswertes Spektakel war, Werbung für den Amateurfußball. Und weil b.) den Schweinfurtern aus diversen Gründen Stammkräfte fehlten wie Marcel Hölderle, Hannes Zeißner, Fuaad Kheder, Pascal Rinbergas oder Ercan Öztürk. „Doch dafür war Benjamin Freund dabei und pirscht sich Marcel Ganz heran“, freut Gahn der große Kader. Inklusive Geburtstagskind Moriz Heusinger, der am Samstag 23 Jahre alt wurde.

Der SC Sylvia Ebersdorf mit seinem auch in Schweinfurt bekannten Erfolgscoach Dieter Kurth kann angesichts der ohnehin wohl drohenden Abstiegsrunde in 2022 damit leben, auch wenn der Thüringer sagt: „Wir hatten und haben acht Endspiele, das heute war das erste davon. Wir müssen halt schauen, dass wir die Punkte gegen diejenigen holen, die auch unten sind.“ Weil man die in die nächste Runde mitnimmt.

„Heute haben wir nach dem schnellen Rückstand gezeigt, dass wir mithalten können. Die Moral ist intakt. Ärgerlich, wenn man sieht, dass wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren und einen Zahn zugelegt haben. Leider halt erst nach dem 0:3. Und bei den 50:50-Entscheidungen hat der Schiedsrichter immer gegen uns entschieden. Vor dem Freistoß zum 2:4 muss er beispielsweise bei einem Foul gegen uns abpfeifen“, sagt Kurth, der in seiner vierten Saison beim Verein aktuell ebenfalls großes Verletzungspech beklagt.

Und so geht´s weiter für beide Teams: Ebersdorf bestreitet in Memmelsdorf und in Gochsheim zwei Auswärtspartien in Folge, die Freien Turner freuen sich auf das Heimspielderby in Schweinfurt gegen Gochsheim und reisen dann zu einem echten Schlagerspiel nach Geesdorf.

Fußball-Landesliga Nordwest, Vorrundengruppe A: SC Sylvia Ebersdorf – Freie Turner Schweinfurt: 3:5 (1:3)

Schweinfurt: Simon Mai – Johannes Mock, Niklas Reuß (ab 78. Simon Werner), Fabian Reith (ab 63. Adrian Reith), Hakan Aydin (ab 59. Benjamin Freund), Marius Heinze, Andreas Kraus (ab 71. Marcel Ganz), Lukas Dinkel, Moriz Heusinger, Dominik Popp, Tyrell Walton; Trainer Adrian Gahn.

Tore: 0:1 (1.) Niklas Reuß, 0:2 (15.) Tyrell Walton, 0:3 (38.) Dominik Popp, 1:3 (44.) Tayfun Özdemir, 2:3 (67.) Tobias Dalke, 2:4 (70.) Dominik Popp, 3:4 (77.) Lukas Werner, 3:5 (90.+3) Benjamin Freund.
Gelb-Rot: Christopher Autsch (79., Ebersdorf)
Schiedsrichter: Stefan Klerner / Sebastian Ehrlicher, Robin Bulisch
Zuschauer: 140

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