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Gran Canaria statt Willy Sachs: Ingo Feser fehlt in Schweinfurt, bleibt aber in Aubstadt?


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MAIDBRONN / AUBSTADT – Mit seinen jetzt 25 Jahren befindet sich Ingo Feser im allerbesten Fußball-Alter. Seit 2016 spielt der offensive Außenbahn-Abwehrmann für den TSV Aubstadt, damals kam er vom FC Schweinfurt 05 ins Grabfeld. Im Ligapokal geht´s am Samstag bei den Schnüdeln für beide Teams um´s Weiterkommen. Und im Falle von Feser könnte man fragen: Geht´s auch um seinen persönlichen Aufstieg? Und warum ist er eigentlich im Willy-Sachs-Stadion nicht dabei?

Frage zwei beantwortet sich schnell: Feser befindet sich im Urlaub im sonnigen Süden, wird also nicht auf die einstigen Teamkollegen treffen, von denen ja auch kaum noch jemand beim FC 05 an Bord ist. Kevin Fery mal ausgenommen, dazu Martin Thomann, mit dem er letzte Saison – bis 2019 – die Bayernliga rockte. Thomann als Torschützenkönig, Feser mit unfassbar guten 17 Toren für einen Defensivakteur.


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Seine Bilanz im Grabfeld ist ohnehin lobenswert: Über sechs und zehn bis zu den 17 Treffern steigerte er sich, in der abgebrochenen Regionalliga-Runde waren es 14 Tore in 25 Einsätzen. Alleine vier beim 5:1 in Garching und zwei beim 3:0 gegen Illertissen.


Fraglos könnte man da vermuten, dass sich Türen öffnen könnten für mehr als „nur“ vierte Liga bei einem nicht unter professionellen Bedingungen arbeitenden Verein. Also fragte anpfiff.info nach beim Spieler.

Herr Feser, wo genau befinden Sie sich, wie lange – und wie erklärt sich die Auszeit ausgerechnet jetzt vor dem vielleicht einzigen Pflichtspiel in diesem ersten Halbjahr?
Ingo Feser: Ich werde leider nicht dabei sein, aber drücke der Mannschaft natürlich die Daumen. Ich bin von Freitag an bis 14. Juni, den Sonntag darauf also, auf den Kanaren auf Gran Canaria. Optimal ist das nicht, aber wir haben mehr auf Eichstätt als Gegner spekuliert und diese Partie wäre dann schon eher gewesen. Da hätte ich dann noch mitspielen können. Aber leider geht das so einfach dann auch nicht mit der Arbeit mit der Urlaubsplanung. Deshalb hat unser Trainer da auch Verständnis.

Müssen wir die Frage stellen, ob Sie an sich gerne dabei gewesen wären am Samstag beim Derby im Willy-Sachs-Stadion?
Ingo Feser: Ja, natürlich hat so ein Spiel immer einen besonderen Anreiz. Ein Derby, man will den großen Nachbarn ärgern. Bitter, dass es jetzt nicht klappt, gegen meinen Kumpel Martin Thomann zu spielen.

Hat Aubstadt eine Chance, auch ohne Ihre Person? Und wär´s vielleicht besser gewesen, für den FC 05 wäre es am Dienstag gegen Aschaffenburg noch um etwas gegangen?
Ingo Feser: Wir haben richtig gute Spieler, bekommen auch noch ein paar, werden da nochmal eine Schippe drauf legen. Natürlich haben wir trotzdem eine Chance. Die Jungs schaffen das auch ohne mich. Ich bin aber traurig, dass das jetzt nicht klappt. Kann man aber leider jetzt nicht ändern. Und klar wär´s besser gewesen für uns, wenn es für Schweinfurt um was gegangen wäre. So können sich ein paar Leute schonen, Und Samstag spielen sie mit dem ersten Anzug, damit die Spieler im Spielrhythmus Praxis bleiben.

Wie geht´s bei Ihnen persönlich weiter? Ist die Zukunft über diese Saison hinaus schon geklärt?
Ingo Feser: Da möchte ich gar nicht viel äußern. Aubstadt ist mein erster Ansprechpartner, ich fühle mich hier wohl, werde das mit Marco Weigand immer unter vier Augen oder unter sechs mit Victor Kleinhenz besprechen. Aktuell gibt es nichts Aussagekräftiges zu sagen. Wir haben seit sieben Monaten kein Spiel mehr gemacht, da ist es schwierig, irgendwo oben rein zu stoßen. Auf die Frage hätte ich letzten September oder Oktober gesagt, es sieht gut aus…Aktuell gibt es keine Pläne.

Sie sind jetzt 25: Wenn Sie – noch dazu mit der Bilanz der letzten zwei Jahre – nun nicht auf den Profizug aufspringen, könnte der dann für immer abfahren?
Ingo Feser: Über das Alter mache ich mir wenig Gedanken. Wichtig ist es, fit zu sein und meine Leistung zu zeigen. Wenn man meinen Werdegang beobachtet, dass sieht man ja, dass es von Saison zu Saison immer mehr klappt. Meine Statistiken sprechen ja für sich – und das alles versuche ich weiter zu bestätigen. Und dann schaut man mal, ob was geht… Ich mache mir aber überhaupt keinen Stres. Wenn was klappen sollte, dann ja. Wenn nicht, dann nicht. Ich war ja schon mit eineinhalb Beinen im Profifußball und weiß, wie es da abläuft. Ich überlege mir das nun zwei Mal, ob ich so einen Schritt nochmal gehen würde. früher hätte ich sofort ja gesagt, jetzt habe ich Arbeit und bin auch Familiär eingespannt mit Freundin und Familie. abgeneigt wäre ich zwar nicht, aber man muss halt immer auch schauen, wie man das dann bewerkstelligen kann.

Es gibt ja nicht weit von Ihrem Wohnort einen sicheren künftigen Drittligisten und vielleicht bald einen weiteren…. Da muss es doch jeweils Kontakte geben, oder?
Ingo Feser: Einer sicher und einer vielleicht bald…, weiß ich… Ob es Interesse gibt? Dazu will ich mich jetzt nicht äußern. Das haben andere zu entscheiden – und dabei will ich´s auch belassen.

Blicken wir mal zurück auf drei Ihrer Stationen in den Jugendjahren – oder besser: Auf die jeweiligen Vereine, die zuletzt in den Schlagzeilen waren. Schalke 04 hat eine Katastrophen-Saison hinter sich. Hätten Sie vor einem Jahr den Bundesliga-Abstieg erahnen können?
Ingo Feser: Bei Schalke klappt ja seit einigen Jahren einiges nicht. Da gehen überragende Spieler hin wie Mark Uth oder Omar Mascarell – und dort werden sie immer schlechter. Ich verstehe es, nicht, wieso die ihr Leistungsniveau dort nicht abrufen können. Zu erahnen war das so nicht, weil der Kader trotzdem viele gute Spieler hatte. Vielleicht ist es ja ganz gut für den Verein für einen neuen Angriff und eine Umstrukturierung.

In der 2. Bundesliga kommt es nicht zum Duell mit Braunschweig, weil auch die Eintracht abstieg. Müssten sich ein Kultverein wie der aus Niedersachsen nicht eigentlich gegen Sandhausen oder Aue durchsetzen können?
Ingo Feser: Auch in Braunschweig wurde vor der Saison nicht alles richtig gemacht. Da ist man zu wenig Risiko eingegangen, dachte: Mit dem Kader packen wir es schon irgendwie. Und dann kann´s schnell gehen, wenn man erst einmal in einem Negativlauf drin ist. Aber das war halt eine knallharte 2. Liga, die nächste Saison die beste sein wird in den letzten Jahren.

Letztlich noch Greuther Fürth: Der zweite Aufstieg in die Bundesliga nach dem 2012, als Sie damals 16 Jahre alt waren und im Kleeblatt-Nachwuchs spielten. Wie erlebten Sie den Triumph damals, wie den jetzigen aus der Distanz?
Ingo Feser: Ich weiß, was da los sein kann. Fürth ist nicht die größte Stadt, aber die Fans sind alle eingefleischt. Ich hatte dort eine schöne und auch erfolgreiche Zeit. Im Nachhinein weiß man nie, wenn ich dort geblieben wäre, ob das für mich die bessere Option gewesen wäre. Aber sowas kann man nie voraussagen. Mich freut´s für Fürth, ich hoffe, sie spielen in der 1. Bundesliga eine gute Rolle. Scher wird´s allemal, weil ja wieder einige Spieler den Verein verlassen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!


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