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Jan Gernlein: „Ein gutes Gefühl, Teil dieser ´Schnüdel-Family´ zu sein!“


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SCHWEINFURT – Der FC 05 darf sich über die Vertragsverlängerung mit Co-Trainer Jan Gernlein um ein weiteres Jahr freuen. Das wurde am Donnerstagmittag bekannt. Das Medienteam des FC 05 führte danach auch gleich mal ein Interview mit dem erst 27-Jährigen.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch, Jan. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für dich, bei den Schnüdeln zu verlängern?
Jan Gernlein: „Ich habe hier vor ein paar Jahren begonnen mit der Aufgabe als Co-Trainer und da war immer das Ziel, dass wir in die dritte Liga aufsteigen wollen. Wir sind da auf dem Weg und noch nicht angekommen an unserem Ziel. Das war für mich auf jeden Fall ein Grund, warum ich mich dafür entschieden habe, dass ich diesen Weg weiterhin gehen will. Und es ist ja auch so, weil man oft ja nach mehr strebt und meint, man müsse sich im Beruf verändern, dass man dann sehr schnell vergisst, dass man die Dinge wertschätzen sollte, die man hat“.


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Wenn man sich die Tabellensituation anschaut, hat Türkgücü München vor dem Start der restlichen Runde noch acht Punkte Vorsprung auf den FC 05, ist da das Ziel „Aufstieg“ dann noch realistisch gesehen realisierbar oder wie hoch schätzt du die Titelchancen in dieser Saison noch ein?
Jan Gernlein: „Wir glauben noch dran. Wir wissen, dass es noch zwölf Partien sind, die wir zu spielen haben. Wir wissen nicht, wie der Gegner startet und auch nicht, wie wir starten. Aber wir wollen alles daran setzen, dass wir unsere Spiele so bestreiten, wie wir es uns auch vornehmen. Wir müssen mit Demut an die Sache heran gehen und uns sagen, dass wir noch alles erreichen können, wenn wir in dieser Geschlossenheit, die wir täglich im Training an den Tag legen, den Weg weiter gehen. Dann glaube ich auch, dass wir auf Dauer erfolgreich sein können“.


Die Winterpause war mit einer sehr langen Vorbereitungsphase verbunden. Wie hält das Trainerteam die Mannschaft dann über so viele Wochen bei Laune?
Jan Gernlein: „Es ist so, dass es für die Spieler und und Trainer gleich lang ist, auch vom Kopf her. Wir versuchen die Vorbereitung so zu strukturieren, dass immer Abwechslung drin ist, dass es nicht so stupide für die Mannschaft und die Trainer ist, weil man so natürlich Gefahr läuft, dass es irgendwann auch ein Tief gibt. Umso mehr freut man sich aber dann, wenn man weiß, es geht am Wochenende wieder los und auch wieder um Punkte. Für uns war die Vorbereitung aber auch in dem Fall gut, weil wir mit Tobias als neuen Trainer erst im November gestartet sind und wir in der Winterpause somit etwas Zeit hatten, das ein oder andere noch zu verändern“.

Der Trainerwechsel ist ein gutes Stichwort. Du hast in der laufenden Saison mit zwei Cheftrainern bereits zusammengearbeitet – mit Timo Wenzel und Tobias Strobl. Wie würdest du die Zusammenarbeit mit Tobi Strobl beschreiben und wie teilt ihr eure Arbeit auf?
Jan Gernlein: „In der Arbeit mit Tobi würde ich sagen, machen wir fast alles gemeinsam. Wir bereiten das Training zusammen vor, analysieren die Gegner gemeinsam und schauen uns auch unsere Spiele im Nachgang zusammen an. Natürlich ist es meine Aufgabe, ihm den Rücken freizuhalten, was die Arbeit im Hintergrund betrifft, da er sich sehr intensiv damit beschäftigen muss, was auf dem Platz passiert . Dabei assistiere ich ihm aber natürlich auch“.

Als Co-Trainer hast du so gesehen auch einen Teilzeit-Bürojob, da du in der Theorie viel vorbereiten musst. Was würdest du sagen zeichnet die Arbeit als Co-Trainer aus?
Jan Gernlein: „Im Vergleich zu meinem alten Job (gelernter Bankkaufmann) ist es natürlich auch schön, nicht nur auf dem Trainingsplatz zu stehen, sondern auch in der Geschäftsstelle mit den Menschen, die hier im Verein angestellt sind, zusammen zu arbeiten. Es ist einfach ein gutes Gefühl, Teil dieser gesamten „Schnüdel-Family“ zu sein, weil man dadurch eben auch mitbekommt, was eigentlich im Hintergrund an Arbeit geleistet, wie die Abläufe im Verein sind und auch das ein oder andere mit steuern kann. Es ist schon so, dass die Arbeit im Hintergrund enorm wichtig ist, weil man viel notieren und strukturieren muss, wenn es um Kader, Organisation, etc. geht.

In deinen Aufgabenbereich fällt nun auch die Organisation der Kaderplanung. Wie wichtig ist es, die neue Saison jetzt schon vorzubereiten und zu planen, obwohl die restliche Runde der laufenden Saison noch gar nicht begonnen hat?
Jan Gernlein: „Uns ist es sehr wichtig, dass wir diese Planung schnell vom Tisch haben. Wir haben dieses Jahr eine sehr humane und coole Truppe, mit der wir uns gut verstehen und die sich auch untereinander sehr gut versteht. In der Mannschaft sind viele gute Charaktere und Fußballer, deswegen möchten wir natürlich auch schauen, dass wir den Großteil in Schweinfurt halten können. Es ist uns aber auch wichtig, dass wir möglichst zeitnah Klarheit haben, welche Spieler von extern zu uns kommen und mit welchen Spielern wir den Weg weiterhin gehen. Wir wollen, dass die aktuelle Truppe in den restlichen zwölf Spielen keine Gedanken im Hinterkopf haben muss, wie es sportlich für sie weiter geht. Alle sollen sich auf die Spiele freuen und fokussieren. Deswegen ist es aus unserer Sicht nur fair, wenn jeder Spieler so schnell wie möglich die Klarheit hat, wie es für ihn im Sommer weiter geht“.

Worauf achtet ihr beim Scouting – also was muss ein potenzieller Spieler mitbringen, um zum FC 05 wechseln zu können?
Jan Gernlein: „Bei neuen Spielern fragen wir uns immer: Haben wir eine Idee mit diesem Spieler oder haben wir keine Idee? Es gibt fertige Spieler, die schon ein gewisses Alter und eine gewisse Erfahrung haben und das Team führen können, weil wir eben sehr viele junge Spieler haben. Da ist dann drauf zu achten, welchen Werdegang sie haben und wie sie auf dem Platz wirken. Bei jungen Spielern ist oft die Perspektive entscheidend, was wir uns mit dem Spieler vorstellen können. Wie er sich entwickelt und wo er persönlich auch hin will. Da ist es denke ich noch nicht so wichtig, wo er davor gespielt hat, sondern einfach das zu beurteilen, was er leisten kann“.

Zu deinen Aufgaben gehört auch das Analysieren des Gegners, sei es live bei Spielen den Gegner zu beobachten oder dann über die Videoanalyse – wie wichtig ist deiner Meinung nach auch das theoretische Arbeiten mit der eigenen Mannschaft und eben nicht nur auf dem Platz zu stehen und zu trainieren?
Jan Gernlein: „Die Spieler die aus den Nachwuchsleitungszentren kommen sind es ja gewohnt, dass sie gesagt bekommen, was sie machen müssen. Wie spielt der Gegner, wie spielen wir dagegen, wie spielen wir mit dem Ball und so weiter. Das ist schon sehr wichtig, dass wir wissen, wie der Gegner sich verhält und dazu ist es sehr hilfreich über Videoanalysen die Spieler auf den Gegner theoretisch vorzubereiten. Wir versuchen immer, dass wir das, was wir in der Theorie zeigen, auch am gleichen Tag auf dem Platz umzusetzen, dass Theorie und Praxis immer ganz nah beieinander liegen, damit es in den Köpfen der Spieler bleibt“.

Wie wird sich Heimstetten deiner Meinung nach am Samstag auf dem Platz präsentieren?
Jan Gernlein: „Ich denke Heimstetten ist auf jeden Fall ein Gegner, der uns am ersten Spieltag zuhause alles abverlangen will und auch wird, weil sie in der Vorbereitung sehr viele gute Ergebnisse erzielt haben und ordentliche Spiele abgeliefert haben gegen namenhafte Gegner. Sie haben allerdings auch einige Probleme mit gesperrten oder verletzten Spielern. Dennoch denke ich, dass sie gegen uns befreit aufspielen möchten. In der Hinrunde hat man schon gesehen, dass wenn sie ins Spiel kommen, der Ball sehr gut läuft und wir da einfach wach sein müssen, um den Zugriff zu kriegen, damit vor allem gegen den Ball deutlicher weniger passiert, als zum Beispiel gegen Fürth II“.

Es sind noch zwei Tage bis zum Spiel gegen Heimstetten. Habt ihr im Trainerteam etwas Besonderen, was ihr der Mannschaft mit auf den Weg geben könnt, damit sie noch motivierter, sicherer oder zuversichtlich sind, dass der erfolgreiche Start dann auch gelingt?
Jan Gernlein: „Ich glaube wer nach so einer langen Vorbereitung keine Lust hat, Fußball zu spielen oder das Spiel zu gewinnen, der wäre nicht hier. Ich glaube, dass die Jungs wissen, um was es geht und was wir in diesem Jahr noch erreichen können und wollen. Deswegen müssen wir denke ich nicht zusätzlich motivieren, damit sie am Samstag alles geben“.

Vor dem Restrunden-Auftakt – was ist dein Ziel für die nächsten Monate, aber natürlich auch langfristig gesehen?
Jan Gernlein: „Mein erstes Ziel ist es, dass wir wirklich einen guten Start am Wochenende haben. Das mittelfristige Ziel ist, dass wir den Großteil der Mannschaft beibehalten können, weil es meiner Meinung nach das Wichtigste ist, dass du mit Menschen zusammenarbeitest, mit denen du dich wohl fühlst. Dass wir als Einheit zusammenbleiben, weil wir uns dadurch einfach in diesem Jahr auszeichnen. Das langfristige Ziel ist natürlich, egal ob in dieser oder in der nächsten Saison, alles daran zu setzen, Meister zu werden und den Weg in die dritte Liga zu schaffen“.

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