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Kein Gegentor in Fürth – aber kann das der Anspruch der Schnüdel sein?


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FÜRTH / SCHWEINFURT – Im Treppenhaus der neuen Tribüne in Richtung der Presseplätze sind überdimensionale Spielberichte aus der Fürther Vereinsgeschichte zu sehen. Beispielsweise der Kicker-Report aus dem Jahr 2002: 2. Bundesliga, 9331 Zuschauer, ein 2:0-Sieg. Gegen den FC Schweinfurt 05. Der holte diesmal wenigstens einen Punkt, wenngleich gegen Fürth 2. So richtig zufrieden war damit aber niemand im Lager der Unterfranken.

Während der heutige Top-Trainer Ralph Hasenhüttl damals wenigstens eingewechselt wurde, saß Björn Schlicke 90 Minuten auf der Bank. Im Hinspiel der besagten Saison stand er – nur wenige Tage nach den Anschlägen in New York auf die Zwillingstürme – auf dem Rasen des Willy-Sachs-Stadions bei einem torlosen Remis. Das gab´s auch diesmal, war weder Fisch noch Fleisch. Zumindest aus der Sicht der ambitionierten Gäste, die bei über 30 Grad nach vorne einfach keine Mittel fanden. Und die sich wunderten, weil Mitte der zweiten Halbzeit auf einmal der Rasensprenger anging. Das war bei der Hitze natürlich eine willkommene Erfrischung.


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„Zumindest haben wir nicht viel zugelassen, zu Null gespielt und einen Punkt mitgenommen“, fand Trainer Timo Wenzel – beim Mediengespräch heftig niesend, vielleicht wegen einer Kleeblatt-Allergie? – natürlich in erster Linie etwas Positives, um zuzgeben: „Schade, da war mehr drin. Wenn wir das 0:1 machen, dann geht das anders aus!“ Angesprochen war Minute 14, die erste und eigentlich auch einzige Chance der Schweinfurter, als Mohamad Awata freie Bahn hatte, die Fürther Daniel Adlung und Elias Kratzer stehen ließ, aus 20 Metern aber überhastet abzog, so dass Keeper Leon Schaffran den Ball recht locker abwehren konnte. Awata spielte von Beginn an, wie auch Amar Suljic auf der offensiven Außenbahn, weil der angeschlagene Adam Jabiri nur auf der Bank saß, für die letzten 25 Minuten zwar kam, aber an kaum einen Ball. Und weil Stefan Maderer wegen eines gezerrten Hüftbeugers, wo auch immer der sich genau befindet, gar nicht im Kader stand. Knapp 100 Fans der Schnüdel machten die Reise mit. 2002 waren es um die 1200 dank eines Sonderzuges.

Letztlich freilich war´s vielleicht ein bisschen zu wenig für einen Meisterschaftsanwärter. Der durchaus Kritik zu hören bekam vom Coach. „Wir spielen einfach zu hektisch und jeden Ball schnellstmöglich nach vorne zum Abschluss. Das verlangen wir aber nicht. Wir sagen seit fünf Wochen, dass sie einfach nur einfach spielen sollen. Ich weiß nicht, was da in den Köpfen vorgeht!“ Und wenzel fand auch: „Wir haben uns einfach nicht bewegt ohne Ball. Das ist nicht das, wie wir es uns vorstellen. Das war einfach zu statisch. Wenn wir trainieren könnten, dass sie mehr laufen, dann würden wir es machen.“ Allerdings soll es unter der Woche ganz gut klappen diesbezüglich in den Übungseinheiten. „Wir haben auswärts nicht verloren und kein Tor bekommen“, suchte auch FC 05-Boss Markus Wolf erst einmal die Fleischeinlage in der Suppe. Aber er gab auch zu: „Enttäuscht bin ich, weil man immer mehr will. Aber das Ergebnis ist verdient. Da muss man dann auch mal zufrieden sein!“


Türkgücü München fuhr in Heimstetten, während die eigentliche Heimelf von dort in Aubstadt 0:2 verlor, mit dem 3:1 gegen Aschaffenburg den zweiten Sieg ein und setzte sich bereits an die Tabellenspitze. Der Ex-Schweinfurter Dominik Weiß erzielte das 2:1, das 3:1 gelang Ralph Hasenhüttels Sohn Patrick. Die Geheimfavoriten aus Bayreuth (1:3 gegen Garching) und Burghausen kassierten bereits Niederlage zwei. Wacker zuhause gegen Aufsteiger Rain am Lech in einem Duell der nächsten beiden Gegner der Schnüdel, die am Dienstagabend schon Burghausen erwarten, das bereits mit dem Rücken zur Wand steht. Letzte Saison verloren die Schnüdel an einem Montagabend daheim mit 2:3 gegen die Oberbayern, im März 2017 hieß es 1:2 im Willy-Sachs-Stadion, zwei Jahre zuvor 0:1. Die Bilanz, bislang ziemlich gruselig, muss verbessert werden. „Das wird ein blödes, ein gefährliches Spiel“, weiß Markus Wolf. „Burghausen muss eigentlich, und wir müssen uns steiger…“ Timo Wenzel: „Die haben einen klassischen Fehlstart hingelegt. Da müssen wir unheimlich acht geben. Zumal Burghausen einen Tag länger regenerieren kann. Aber auch am Dienstag werden wieder elf Mann auf dem Platz stehen und probieren zu gewinnen! Wir müssen nachlegen!“ Drei Tage später geht es nach Rain, in Rosenheim (besiegte zuvor Burghausen) steht eine Woche später dann Auswärtspiel zwei in Serie an. Danach muss man zuhause Heimstetten schlagen, im Pokal (Auslosung nächsten Freitag) weiter kommen und dann zum SV Schalding-Heining, der in Eichstätt mit 0:7 unter die Räder kam. Alleine vier Mal traf Fabian Eberle für den amtierenden Vizemeister.

Fußball-Regionalliga Bayern:
Spvgg Greuther Fürth 2 – 1. FC Schweinfurt 05: 0:0
Fürth: Schaffran – Kratzer, Sollfrank, Ort, Lungwitz – Ahrend – Steininger (72. McLemore), Ferri, Adlung, Coskun (87. Subaric) – Parker (62. Wüst); Trainer: Ruman.
Schweinfurt: Zwick – Fritscher, Kleineheismann, Billick, Köppel – Fery, Korb – Suljic, Krätschmer (64. Jabiri), Laverty – Awata (75. Danhof); Trainer: Wenzel.
Tore: Fehlanzeige!
Schiedsrichter: Elia Tiedeken
Gelbe Karten: Kratzer, Lungwitz – Kleineheismann, Laverty
Gelb-Rot: Kratzer (Fürth, 90.)
Zuschauer: 401 (davon 100 aus Schweinfurt)

Das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info hat weitere Fotos, Stimmen der Trainer, noch ein Video und Noten für alle eingesetzten Akteure parat. Auf anpfiff erschien der Bericht zudem schon eher. Rund um die Uhr berichtet das Portal schon jetzt über alle Vereine aus dem Spielkreis Schweinfurt.

Und hier vor vielen Fotos ein Video der Schweinfurter Fans:

 

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