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Aubstadt verpasst zwei Game-Changer: Und deshalb träumen die Schnüdel weiter vom Pokal und vom Aufstieg – MIT VIELEN FOTOS!


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SCHWEINFURT / AUBSTADT – Spielt Wacker Burghausen am kommenden Dienstag zuhause oder auswärts? Auf diese Frage konnte man das Derby zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem TSV Aubstadt am Samstag herunterbrechen. Gesucht wurde im Halbfinale der Trostrunde des Regionalliga-Ligapokals der Endspielgegner der Oberbayern.

Und der heißt Schweinfurt, weshalb das Willy-Sachs-Stadion auch am Dienstag ab 19 Uhr Schauplatz der Partie ist. Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen im Schulstadion hätte Aubstadt sein Heimrecht abtreten müssen. Danach sah es aber nur in exakt drei Phasen des Nachbarschaftskampfes aus, der mit 5:2 letztlich deutlich an die Schnüdel ging. Doch die Gäste aus dem Grabfeld verkauften sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestens und hätten die Partie vielleicht zu ihren Gunsten entscheiden können, wenn…



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… erstens Mike Dellinger in der Anfangsphase ein bisschen dynamischer schießt und köpft. Oder in der 27. Minute nicht frei vor und an FC 05-Keeper Luis Zwick scheitert. Das hätte das 0:1 und später das 1:1 sein können, nachdem Kevin Ferys abgefälschter Schuss für das 1:0 sorgte. Das freilich auf Seiten der Schweinfurter ebenso vorher schon mal in der Luft lag.

… zweitens die Gäste nach Timo Pitters Flaschuss ins Eck zum 2:1 (nachdem zuvor Adam Jabiri per Kopfball einen Abstimmungsfehler in Aubstadts Abwehr ausnutzte, oder besser: Amar Sulijic, der maßgenau flankte) das Resultat ein bisschen länger gehalten hätten als nur drei Minuten. Martin Thomann machte es Pitter nach und chlenzte gekonnt noch vor der Pause zum 3:1 ein. „Wir schauen nur zu…“, schimpfte da TSV-Schlussmann Lukas Wenzel, der beim letzten Pflichtspiel in Nürnberg beim kleinen Club sechs Gegentore kassierte. Diesmal waren´s „nur“ fünf.

… und drittens nach Julian Benkensteins Kopfball im Anschluss an Pitters Freistoßflanke das 3:2 nicht im Gegenzug die Schnüdel-Antwort mit dem 4:2 gefunden hätte. Wieder war´s der seit Donnerstag 37 Jahre alte Jabiri. Amar Cekic setzte noch einen drauf.

„Wenn die Partie kippen kann, dann da“, meinte FC-Trainer Tobias Strobl die zwei Anschlusstreffer der wackeren Gegner. „Aber es ist zum Glück nicht passiert. Das können schon Game-Changer sein. Da muss man das Team loben, es hat extrem souverän reagiert, als wenn nichts passiert wäre!“

„Es wäre interessant gewesen, wenn wir das nach den Anschlusstreffern länger gehalten hätten“, fand auch TSV-Coach Victor Kleinhenz. „Zehn Minuten länger – und dann ist bei Schweinfurt vielleicht Havelse im Kopf. Dann kann immer was passieren, wenn wir noch die Körner haben.“

Letztlich wollte Aubstadt nach nur wenigen Wochen Training „die Atmosphäre und den Tag genießen“, so Kleinhenz. „99 Prozent der Amateurvereine dürfen das ja nicht. Und wir haben uns top präsentiert. ich bin von meiner Mannschaft beeindruckt.“ Letztlich freilich ging der Sieg des Favoriten in Ordnung.

Auch deshalb, weil der unverwüstliche Adam Jabiri wieder doppelt traf. „Er ist fit wie ein 21-Jähriger und hat die Erfahrung eines 37-Jährigen“, lobt Kleinhenz und drückt die Machtlosigkeit gegen Jabiris Torgefahr mit einem passenden Vergleich aus: „Auch bei Arijen Robben wusste man immer, dass er nach Innen zieht und mit links schießt. Verhindern konnte man das trotzdem nicht…“

Irgendwie war´s ein perfekter Samstag für den FC 05. „Für die Zuschauer war´s mit den vielen Toren und Chancen attraktiv, die sind auf ihre Kosten gekommen. Und alle sind gesund geblieben. Das sind ganz wesentliche Punkte“, weiß Schweinfurts sportlicher Leiter Robert Hettich.

Und wie geht´s nun weiter? „Ich mag diese Derbys, aber ich hoffe trotzdem, dass Schweinfurt den Aufstieg packt und wir hier wieder Fußball in der 3. Liga sehen“, drückt Victor Kleinhenz den Schnüdeln die Daumen. Vor Havelse kommenden Samstag ab 13 Uhr hat der liebe Fußball-Gott noch das Dienstags-Ligapokal-Finale der Trostrunde angesetzt: Schweinfurt gegen Burghausen.

„Wir müssen die perfekte Mischung hinbekommen“, sagt Tobias Strobl mit Blick auf Havelse. „Wir wollen gegen Burghausen unbedingt gewinnen. Im Pokal gibt´s keine dritte Chance. Aber das ist jetzt sehr, sehr dünnes Eis. Wir müssen siegen, aber die Ankerspieler schützen. Das sind alles Hop- oder Top-Spiele, die wir leider irgendwie nicht richtig genießen können..“

3000 Zuschauer möchte der FC 05 zu gerne begrüßen gegen Havelse. Ein entsprechender Antrag wird an die Stadt gehen, die der Verein nun in der Pflicht sieht. „Hier halten momentan alle zusammen“, freut sich Tobias Strobl über das am Strang Ziehen für den Aufstieg. „Und nun wünschen wir uns, dass es die Stadt Schweinfurt genauso tut. Mit 3000 bis 5000 Fans im Stadion würde sich die Wahrscheinlichkeit, die 3. Liga zu erreichen, absolut erhöhen.“

Der TSV Aubstadt drückt – wie erwähnt – die Daumen. „Wir machen jetzt eine Woche Pause, am 14. Juni startet die Vorbereitung auf die Regionalliga“, freut sich Victor Kleinhenz auf einen Monat den Hinarbeitens auf die zweite Runde und das dritte Jahr nach dem sensationellen Aufstieg. Testen will man „gegen Bayernligisten, aber auch gegen Mannschaften aus der gleichen Liga“. Personell werde sich noch ein bisschen was tun. Die Jungs aus dem Kader von Schweinfurt aber dürften an Bord bleiben. Der Coach spricht von der „Mischung von jungen Wilden und Erfahrung“. Gut, dass Spieler wie Mike Dellinger und Jens Trunk nach langer Verletzung wieder an Bord sind.

3. Liga, ein Traum. Für Schweinfurt 05, wo Robert Hettich ebenfalls ankündigt: „Er werden noch Spieler kommen!“ Plural. Und demzufolge auch Akteure den Kader verlassen. Namen nennt er noch nicht. Klar dürfte sein, dass der überragende Aubstadter Timo Pitter oder der fehlende Ingo Feser nicht wieder zu den Schnüdeln zurück wechseln. Der sportliche leiter redet derzeit lieber über die Gegenwart – und dass gegen Burghausen Spieler wie Florian Pieper. Nico Rinderknecht, Nicolas Pfarr, Jan Reichert oder Kristian Böhnlein gegen Aubstadt komplett geschont wurden.

3. Liga, der Traum, Teil 2: Auf welche Teams und Stadien sich Tobias Strobl am meisten freuen würde? Nur im Grünwalder Stadion zu München war er selbst schon mal. „Die Bremer Brücke in Osnabrück, Braunschweig, Magdeburg, Halle, Kaiserslautern…“, nennt der 33-Jährige. Auch Essen, auch wenn Rot-Weiß nur noch am Grünen Tisch den Aufstieg schaffen kann anstelle von Borussia Dortmund 2. Hier wurden Proteste eingelegt. Seit Samstag fix: Der SC Freiburg 2 wäre Gegner der Schnüdel. Ab in den Breisgau. Hoffentlich…
 
Fußball, Regionalliga, Ligapokal, Halbfinale der Trostrunde: FC Schweinfurt 05 – TSV Aubstadt: 5:2 (3:1)
 
Schweinfurt: Zwick – Haas, Billick, Maier (46. Yarbrough), Grözinger – Ramser, Adlung – Fery (60. Laverty), Suljic (73. Cekic), Thomann (73. Manu) – Jabiri (60. Marinkovic); Trainer: Strobl.
Aubstadt: Wenzel – Langhans (60. Leicht), Hüttl, Benkenstein, Seufert – Müller, Volkmuth (70. Grader) – Pitter, Dierke (70. Trunk), Rumpel (790. Bieber) – Dellinger (85. Held); Trainer: Kleinhenz.
Tore: 1:0 (22.) Fery, 2:0 (34.) Jabiri, 2:1 (40.) Pitter, 3:1 (43.) Thomann, 3:2 (55.) Benkenstein, 4:2 (56.) Jabiri, 5:2 (77.) Cekic.
Zuschauer: 250 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Manuel Steigerwald

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