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Pokal im Grabfeld: Warum sich die Würzburger Kickers in Großbardorf lange Zeit schwer taten


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GROSSBARDORF – Kellerkinder trafen am Mittwoch in der Bioenergiearena aufeinander: Hier der TSV Großbardorf, 13. der Fußball-Bayernliga mit vier Zählern nach fünf Spielen. Und da die Würzburger Kickers, 17. der 3. Liga mit nur einem Punkt aus drei Partien. Aber dennoch klar favorisiert.

Während die Grabfelder in Runde eins beim Landesligisten TSV Gochsheim nur mit Mühe nach Elfmeterschießen gewannen, besiegten die Kickers den Bezirksligisten SV Gutenstetten-Steinachgrund im eigenen Stadion deutlich mit 9:0. Der hatte das Heimrecht getauscht, was die Gallier natürlich nicht machten. Deren Trainer Andreas Brendler hätte an sich lieber gegen einen der Regionalligisten aus Schweinfurt oder Bayreuth gespielt. Aber man nimmt es ja, wie es kommt…





Würzburger Fans waren keine dabei, das Stadion dennoch ordenrlich besetzt – zumindest im Vergleich zu den Punktspielen der Großbardorfer in jüngster Vergangenheit. 240 kamen zuletzt beim bislang einzigen Saisonsieg. das folgende Auswärtsderby beim FC Sand wollte gerade mal 225 Leute sehen…


Die Partie startete überraschend: Der krasse Außenseiter ging früh nach einem Konter durch Sertan Sener in Führung, der den Ball bei der Hereingabe von Tim Strohmenger nur über die Linie drücken musste. Doch die Profis erkannten schnell den Ernst: Saliou Sané glich im Nachsetzen nach Vladimir Nikolovs Lattenkopfball aus. Die Initialen „SS“ hatten ihren großen Auftritt…

Großbardorf sah beim 1:1 ein Foul an Keeper Justin Reichert, doch Schiedsrichter: Andreas Dinger aus Bischofsgrün, der letzten Samstag die Partie von Aubstadt gegen Rain leitete, ließ trotz der Proteste den Treffer gelten. Ja, und so ärgerlich das auch war: Wenn man an einem kühlen Sommerabend eine Sensation schaffen will, dann muss man so ein frühes 1:0 halt auch mal länger halten…

Zunächst hatten die Gallier bei einem Pfostenschuss noch Glück, dann folgte das nicht unerwartete 1:2 durch David Kopacz und seinen Fernschuss. Nun nahmen die Dinge ihren Lauf. Aber zumindest eine halbe Stunde war´s eine echt spannende Partie. Oder eigentlich sogar länger, denn der TSV, der Alban Peci frühzeitig vom Platz nehmen musste, blieb mutig und spielte weiter nach vorne. Na, warum denn auch nicht?

Nach dem Seitenwechsel dauerte es knapp zehn Minuten, bis zu Moritz Heinrichs 1:3. In Bayreuth hatte 1860 München bei der Saas vor großer Kulisse da schon alles klar gemacht. In Großbardorf erlosch nun freilich die Gallier-Hoffnung nach dem ordentlichen Kampf der halben Jugend-Mannschaft gegen Rothosen-Profis. Und so plätscherte es… die Partie dahin…

Weiter geht´s für beide Vereine natürlich schon am Wochenende wieder. Großbardorf sollte beim Vorletzten in Seligenporten möglicht seinen Vorsprung von drei Punkten auf die Klosterer nicht schmelzen lassen. Drei Tage später steht Dienstag das wegen des Pokals verlegte Heimspiel der Punkterunde gegen den FC Bayern Hof an.

Die Würzburger können am Sonntag mit einem Sieg zuhause gegen Zweitliga-Mitabsteiger VfL Osnabrück ihren Abstiegsplatz verlassen. Bei Freiburg 2 und gegen Saarbrücken heißen die weiteren Aufgaben einer Englischen Woche. Und danach ist auch schon wieder Verbandspokal, dritte Runde, Vielleicht in Aubstadt oder in Schweinfurt, wer weiß…

Fußball, Verbandspokal, 2. Runde: TSV Großbardorf – Würzburger Kickers: 1:3 (1:2)

TSV Großbardorf: Justin Reichert – Benjamin Kaufmann, Ronny Mangold, Valentin Reitstetter, Manuel Leicht – Lukas Illig, Xaver Müller (ab 69. Christoph Rützel) – Alban Peci (ab 42. Julius Scheuring), Sertan Sener (ab 63. Luca Atzori), Maximilian Weiß – Tim Strohmenger (ab 75. Luca Böhm); Trainer: Andreas Brendler.

FC Würzburger Kickers: Marc Richter – Dennis Waidner, Strohdiek, Louis Breunig, Leon Schneider (ab 63. Alexander Lungwitz) – Moritz Heinrich, Fanol Prededaj (ab 46. Niklas Hoffmann), Dominik Meisel, David Kopacz (ab 63. Dildar Atmaca) – Saliou Sané (ab 75. Ryan Adigo), Vladimir Nikolov; Trainer: Torsten Ziegner.

Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün)
Tore: 1:0 (9.) Sertan Sener, 1:1 (12.) Saliou Sané, 1:2 (26.) David Kopacz, 1:3 (54.) Moritz Heinrich.
Zuschauer: 567.


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