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Adam Jabiri als Extraklasse: Warum Trainer Tobias Strobl nach dem 6:0 gegen Schalding-Heining seinen Hut ziehen wollte – VIELE FOTOS!


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SCHWEINFURT – Vielleicht war die 90. Minute irgendwie bezeichnend für das Spiel des SV Schalding-Heining am Samstag in Schweinfurt: Walter Kirschner vertändelte den Ball in der eigenen Hälfte gegen Marco Ziesch, der passte quer auf den völlig freistehenden Meris Skenderovic. Der Schlusspunkt, das 6:0, beendete einen bitteren Nachmittag für die Niederbayern im SachsStadion, wo mal wieder klar war: Die Schnüdel aus Unterfranken sind zuhause eine Macht.

Bei 27:3 Toren gelang in den sechs Heimspielen lediglich gegen Nürnberg 2 kein Sieg. Und ja: Die Gäste mussten am Samstag dafür büßen, dass es beim FC 05 auswärts nicht läuft, dass zuletzt in Memmingen und Pipinsried zusammen nur ein Punkt gelang. „Zuhause ist die Galligkeit immer hoch“, weiß Trainer Tobias Strobl, was trotzdem nur knapp über 600 Fans belohnten. Sie sahen „ein in jeder Phase sehr, sehr gutes Spiel von uns und auch einen in der Höhe verdienten Sieg“.


AOK - Keine Kompromisse



Was Stefan Köck neidlos anerkennen musste. Auch wenn man nach gespielten 25 Minuten das Gefühl hatte, es könnte eine harte Nuss werden für den Aufstiegsanwärter und amtierenden Meister. „Dann kam eine Phase, in der wir zu viel wollten und zu früh aus der Ordnung raus sind. Wir sind ohne Plan leer angelaufen. Das war teils überengagiert und hat Schweinfurt in die Karten gespielt“, weiß Schaldings Trainer. Angriff über links, Nico Rinderknecht aus dem Hinterhalt; danach Kopfballvorlage David Grözinger und Schuss von Adam Jabiri – binnen weniger Minuten hieß es 2:0 und es offenbarte sich bis zur Pause fast schon ein Klassenunterschied.


„Aber auch danach ist es nicht so, dass wir dachten, wir hätten schon verloren“, sprach Köck von großen Vorhaben der Gäste nach der Pause. Doch nach Linksflanke von Kevin Fery köpfte Jabiri zum 3:0 und rund 20 Minuten vor dem Ende nach Daniel Adlungs Eckball freistehend zum 4:0 ein. „Da sind wir an der individuellen Qualität des Gegners gescheitert. Ich nennen einfach mal den Namen Jabiri“, bewunderte Köck den bereits 37 Jahre alten jetzt 14-fachen Top-Torschützen der Regionalliga. „Wir sollten den Hut vor ihm ziehen und uns glücklich schätzen, dass er ein Teil unserer Familie ist“, lobte auch Tobias Strobl.

Ob die 63. Minute ein Knackpunkt der Partie war? Der eingewechselte Christian Seidl scheiterte da freistehend vor Schweinfurts Keeper Luis Zwick. „Ein 3:1 hätte nochmal ein Fünkchen Hoffnung geben können…“, glaubt Stefan Köck. Letztlich musste er aber eingestehen: „Dass wir nicht 90 Minuten auf Augenhöhe agieren können, das war uns vorher bewusst. Kein Vorwurf aber an die Mannschaft in Sachen Engagement!“ Der Unterschied zu den Partien gegen Bayern München 2, Unterhaching oder jüngst Bayreuth? „Meistens liegt es ja an unseren eigenen Leistungen, wobei Schweinfurt in dem ein oder anderen besser ist. Adam Jabiri verkörpert schon Extraklasse“, vergleicht Köck.

Seitens der Hausherren war es so, dass sie in den ersten 20 Minuten diesmal Wert legten auf „Leidenschaft und Intensität, wir wollten uns reinarbeiten“, so Tobias Strobl. Erst danach wollten die Schweinfurter zum Fußballspielen übergehen. Und das sei „phantastisch“ gelungen, wobei die Gäste in der Hoffnung auf mehr ihnen auch die Räume boten. Was der Favorit gnadenlos ausnutzte…

„Das dürfte mein zweiter bis zehnter Frühling sein“, grinste Jabiri nach seinem Dreierpack und weiß einerseits, dass er ab und an seine Knochen schon spürt und schwer aus dem Bett kommt, dass er in den letzten 17 Jahren Jahre verloren und an Gewicht zugenommen hat, dass er damals froh gewesen wäre zu wissen, heute noch mit dieser Intensität spielen zu dürfen. Aber auch das: „Alleine würde ich gegen eine jede Mannschaft der Liga verlieren – und die letzten zwei Partien habe ja auch ich nicht getroffen!“

Wichtig wären Jabiri-Tore kommenden Freitag, wenn denn in Unterhaching gekickt werden kann nach den Corona-Fällen der Hausherren. Ansonsten wäre vier Tage später das Gastspiel des aktuell nur noch zwei Punkte entfernten FC Bayern München 2 unter Flutlicht im Sachs-Stadion die nächste Partie der Schnüdel.

Bodenständig bleiben, diese Ergebnisse auch auswärts bestätigen“ – das sind die Vorhaben von Tobias Strobl, der auch nichts gegen „einen vielleicht mal dreckigen 1:0-Sieg“ hätte nach dem FC 05-Motto „Wir arbeiten Fußball!“

Für den FC Schweinfurt 05 ist aber klar: Zur Klasse der Münchner Bayern und der Frauen-Nationalmannschaft fehlt doch noch einiges an Qualität. Beide siegten am Samstagnachmittag mit jeweils 7:0…

Fußball-Regionalliga Bayern: FC Schweinfurt 05 – SV Schalding-Heining: 6:0 (2:0)
Schweinfurt: Zwisck – Haas (ab 72. Zietsch), Billick, Yarbrough (ab 72. Pfarr), Grözinger – Fery, Rinderknecht (ab 57. Böhnlein) – Skenderovic, Cekic, Adlung (ab 78. Hyseni) – Jabiri (ab 72. Schuster); Trainer: Strobl.
Schalding: Busch – Tiefenbrunner, Kirschner, Burmberger, Raml – Knocher (ab 67. Huber) – Rott (ab 55. Seidl), Mankowski, Zillner, Gallmaier (ab 55. Pledl) – Schnabel (ab 55. Griesbeck); Trainer: Köck.
Schiedsrichter: Elias Tiedeken (Neusäß)
Tore: 1:0 (28.) Nico Rinderknecht, 2:0, 3:0, 4:0 (31., 51., 68.) Adam Jabiri, 5:0, 6:0 (77., 90.) Meris Skenderovic.
Gelbe Karte: Adam Jabiri
Zuschauer: 602

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