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Aubstadts Joshua Endres: Von 11.000 Zuschauern in Essen im Schnitt ins familäre Grabfeld


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AUBSTADT – Aufgrund der 2G-Regel, wonach nur geimpfte und geheilte Personen in die NGN-Arena kommen dürften, rechnet der TSV Aubstadt am Samstag zum großen Derby der Fußball-Regionalliga gegen den 1. FC Schweinfurt 05 mit um die 1500 Zuschauern. Was natürlich noch immer eine tolle Kulisse ergeben würde, wenn der aktuell Siebte auf den Tabellenvierten trifft.

Die Schnüdel müssen eigentlich wieder siegen angesichts der 12 Punkte Rückstand auf die Spvgg Bayreuth, die schon am Freitag die schwere Aufgabe bei Wacker Burghausen vor sich hat, dem nächsten Gegner der Schweinfurter im SachsStadion.


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Mit Adam Jabiri und Meris Skenderovic hat der FC 05 zwei Torjäger in seinen Reihen, die bereits 18 und 12 Mal trafen. Und auch bei Aubstadt haben schon vier Akteure fünf Mal oder öfters eingenetzt. Eine Hand voll Buden sammelte der jüngste von Ihnen an: Joshua Endres ist 24 Jahre alt, spielte einst mal in der U15 der Schnüdel – und schlug danach einen bemerkenswerten Weg ein, weshalb sich FuSWball.de und SW1.News mit dem Offensivmann unterhielten.


Joshua, am Samstag steht ein für sicher alle Beteiligten besonderes Derby an. Um gleich mal auf Deine Zeit in der C-Jugend beim FC 05 zu kommen: Wer waren damals Mitspieler von Dir, mit deren Namen unsere Leser etwas anfangen können?
Joshua Endres: Aus dem aktuellen Schweinfurt 05 Kader gibt es niemanden, mit dem ich damals in der U 15 zusammengespielt haben, aber im Aubstadt-Kader. Ich habe damals mit Lennart Seufert zusammengespielt.

Du stammst woher genau und hast bei welchem Verein begonnen?
Joshua Endres: Ich bin gebürtiger Würzburger und habe mit dem Fußball bei der DJK Würzburg angefangen mit fünf Jahren.

Nach Schweinfurt ging´s zur U17 von RB Leipzig. Auch da die Frage: Wer stand da mit Dir im Kader, mit dessen Namen man etwas anfangen kann?
Joshua Endres: Nicht ganz, ich hab dann noch ein Jahr in der U 17 beim Würzburg FV gespielt als jüngerer Jahrgang und bin dann zu RB Leipzig in die U 17 gewechselt. Aus meinem Jahrgang aus Leipzig hat niemand den Durchbruch geschafft. Ich durfte aber zwei Vorbereitungen bei den Profis mitmachen und habe da zum Beispiel mit Poulsen, Forsberg, Orban oder Kimmich zusammen trainiert und auch ein paar Testspiele bestritten.

Du hast es in Sachsen zum U-Nationalspieler geschafft. Benjamin Henrichs, heute in Leipzig, oder Suat Serdar von Hertha BSC standen an Deiner Seite. Hat man bei denen damals schon gemerkt, dass sie es mal in die Bundesliga schaffen können?
Joshua Endres: In meinen Jahrgang in der Nationalmannschaft waren viele sehr gute Spieler, diese sind ja nur zwei Spieler von einigen, die den Sprung nach ganz oben geschafft haben. Es war immer schön für Deutschland zu spielen und mit den Jungs trainieren zu können. Sind auf jeden Fall coole Erinnerungen.

Wie war´s bei Dir? Warum bist Du ausgerechnet zum KFC Uerdingen nach Krefeld in die Regionalliga gewechselt?
Joshua Endres: Damals ist mein Vertrag bei RB Leipzig ausgelaufen und die zweite Mannschaft hat sich in diesem Jahr auch aufgelöst und zu diesem Zeitpunkt hielt ich dies für den besten Schritt.

Fortuna Düsseldorf 2 in der selben Liga war Deine nächste Station. Mit der Hoffnung, dass Du Dich dort vielleicht empfehlen kannst für die Profi-Mannschaft in der Bundesliga?
Joshua Endres: Ja, das war auch ein Gedanke, bloß das Wichtigste zu dem Zeitpunkt war für mich, einfach wieder Fußball zu spielen und Vertrauen zu tanken, da ich in dem Jahr in Uerdingen kaum zu Zuge kam und ich einfach wieder kontinuierlich spielen wollte.

Von 2019 bis 2021 warst Du Stammspieler bei Rot-Weiß Essen, wieder Regionalliga, zudem Pokalschreck. Mit überwiegend Heimspielen ohne Zuschauer an der Hafenstraße?
Joshua Endres: Das zweite Jahr war leider ohne Zuschauer, aber im ersten Jahr war es ein tolles Erlebnis für mich also junger Spieler vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen. Wir hatten in dieser Saison ein Schnitt von ca. 11.000 – und das war eine Wucht. Die Heimspiele waren immer ein absolutes Highlight.

Von Essen nach Aubstadt: Auch wenn´s jeweils vierte Liga ist, so klingt das wie ein himmelweiter Unterschied wie Tag und Nacht… Oder?
Joshua Endres: Im Grunde ist es die selbe Liga, aber ja, es ist ein Unterschied. Hier ist alles viel ruhiger und familiär. Das gefällt mir auch sehr gut.

Du wolltest wieder nach Hause. Stellt sich trotzdem die Frage, warum Du nicht zum FC Schweinfurt 05 oder zu den Würzburger Kickers bist?!
Joshua Endres: In Aubstadt habe ich schon viele Jungs gekannt und war davor schon auch mit welchen sehr gut befreundet. So fiel die Entscheidung auch deutlich einfacher für mich zu diesem Schritt.

Was machst Du tagsüber, wenn Du nicht Fußball spielst oder trainierst?
Joshua Endres: Ich habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung angefangen.

Nach dem Hinspiel in Schweinfurt lief´s für Dich gut an mit den ersten beiden Toren gegen Aschaffenburg. Siehst Du Dich seitdem als Stammspieler?
Joshua Endres: Ich bin einfach froh, so viel zu spielen und ich denke, ich zahle es auch mit guten Leistungen zurück.

Bist Du dennoch eher der Vorbereiter als der Torjäger? Und warum klappt´s seit ein paar Wochen nicht mehr so richtig mit dem Treffen bei Dir?
Joshua Endres: Ach, das find ich nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir Spiele gewinnen und das haben wir bisher als Team sehr gut gemacht. Und dann werde ich auch wieder treffen oder Tore vorlegen.

Habt Ihr nach dem 1:5 im Sommer diesmal gegen die Schnüdel eine Chance?
Joshua Endres: Eine Chance haben wir immer, das sieht man an den Ergebnissen. Ich glaube, niemand spielt gern gegen uns. Ich denkes das wird ein offenes Spiel am Samstag.

Stellt sich noch die Frage nach Deiner Zukunft. Soll´s nochmal weiter nach oben gehen, kannst Du Dir familiären Fußball im ruhigen Umfeld in Aubstadt langfristig vorstellen – oder geht´s irgendwann wieder nach Würzburg oder ins Umland zu einem Bayern- oder Landesligisten mit Fußball dann als reinem Hobby?
Joshua Endres: Das weiß ich noch nicht. Jetzt hat für mich erstmal Priorität, meine Ausbildung ordentlich abzuschließen und mit Aubstadt so guten Fußball wie möglich zu spielen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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