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Aubstadts Keeper-Karussell dreht sich weiter: Schon wieder ein neuer Schlussmann ab Sommer?


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AUBSTADT / WÜRZBURG – Braucht der TSV Aubstadt zur neuen Saison schon wieder einen weiteren Keeper? Fast möge man das so meinen, denn das Karusell der Schlussleute im Grabfeld dreht sich unvermindert weiter. Vier Torhüter hat der Aufsteiger in die Fußball– Regionalliga Bayern in dieser so seltsamen Saison bereits eingesetzt. Zwei von ihnen sind eigentlich oder wirklich nicht mehr richtig da, ein dritter wird gehen.

André Koob kündigte etwas überraschend für den Sommer seine Rückkehr zum Bayernligisten Würzburger FV an. Nun könnte man meinen, das müsse Aubstadt so hart gar nicht treffen, denn der 29-Jährige, der erst zu Beginn der Saison vom WFV kam, absolvierte aufgrund einer schweren Schulterverletzung in Memmingen und gegen Illertissen gerade mal zwei Punktspiele, plus drei Ligapokal-Partien, eines davon beim 0:0 im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion, wo sein Vater Rudi lange Jahre als Platzwart arbeitete. Auch in Memmingen (ebenfalls 0:0) ließ er keinen Gegentreffer zu, gegen Illertissen auch nicht, da musst Koob jedoch kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden.





Die Koobs stammen aus Wülfershausen im Grabfeld, André aber lebt in Gambach bei Karlstadt. Von dort sind´s über 80 Kilometer und mehr als eine Stunde Fahrtzeit nach Aubstadt, aber nur 30 Kilometer bei einer halben Stunde an die Mainaustraße in Würzburg. Den zeitlichen Aufwand macht er für seine Entscheidung verantwortlich, zumal die Verbundenheit zum Bayernligisten, für den er von 2015 bis 2019 stolze 129 Mal in der ersten Mannschaft auflief. Gekommen war er damals ausgerechnet vom den Würzburger Kickers, für die er zuvor aber in drei Jahren nur acht Mal in der Regionalliga zum Einsatz kam. Kobb schließt in Würzburg beim WFV eine entstandene Lücke bei den Torhütern.


Droht die nun auch dem TSV Aubstadt? Der 20 Jahre alte Nico Purtscher, der vom Kooperationspartner Würzburger Kickers nach dem Aufstieg kam, hütete zwar sechs Mal das Gehäuse, gehört seit Januar diesen Jahres aber der SG Sonnenhof Großaspach an, wobei er in der Regionalliga Südwest beim nochmals abstiegsgefährdeten Drittliga-Absteiger, der sich unlängst vom einst in Schweinfurt tätigen Trainer Hans-Jürgen Boysen trennte, noch nicht zum Einsatz kam.

Felix Reusch wechselte 2019 nach dem sensationellen Aufstieg des Dorfvereins in die Bayernliga. Der 26-Jährige hält seitdem für den TSV Abtswind. Dafür kam mit Lukas Wenzel ein aus der Region stammenden 21-Jähriger vom Fast-Drittliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig. Er stand inzwischen vier Mal im Kasten, in den Regionalliga-Partien gegen Buchbach, Augsburg 2, Nürnberg 2 und Illertissen, als er den verletzten Koob ablöste.

Wenzel dürfte als klare Nummer eins gelten, eine Nummer zwei freilich muss Aubstadt nun suchen. Notfalls freilich hat man aber immer noch Christian Mack in der Hinterhand, auch wenn der längst eigentlich nur noch Torwart-Trainer ist. Der 36-Jährige weist freilich mit 17 Einsätzen in dieser so seltsamen Saison nach wie vor die meisten Einsätze auf – geschuldet dessen, dass André Koob anfangs der Runde lange verletzt ausfiel.

Und wann kann nun weiter gekickt werden? Trainer Victor Kleinhenz hofft natürlich darauf, dass er seine Jungs vielleicht ab dem 22. März erstmals seit Ende Oktober 2020 wieder sehen kann, als die Niederlage in Nürnberg den Lock-Down einleitete. Die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Zahlen freilich lässt eher darauf schließen, dass es mit dem Mannschaftstraining auch dann noch nichts werden kann.

Angesichts des guten fünften Tabellenplatzes kann der TSV freilich unbesorgt die Entwicklung abwarten. Absteigen wird man nicht, die Regionalliga ist also neben der nicht vorhandenen Gegenwart auch das Ding der Zukunft. Sobald wieder gespielt werden kann, wird sich der Umbruch im Kader noch mehr bemerkbar machen. Denn mit Torjäger Vincent Held, Außenbahnmann Dominik Weiß und Talent Essa Ganes sind drei weitere Spieler nun einsatzberechtigt nach langen Sperren aus diversen Gründen. Und die lange Monate verletzten Michael Dellinger und Jens Trunk wären nun auch wieder fit.

Man darf schon jetzt gespannt sein auf die neue Runde, wenn neben Kleinhenz, den spielenden Co´s Mack und Christopher Bieber auch der von Großbardorf kommende André Betz den Trainerstab vervollständigt. Anders als in Aubstadt fiebert man in Schweinfurt, ob die Runde denn beendet werden kann. Denn bei einem Abbruch dürfte die Viktoria aus Aschaffenburg als Meister ernannt werden und Aufstiegsspiele zur 3. Liga bestreiten. Das aber würden der FC 05 und die Spvgg Bayreuth sicher nicht hinnehmen, beide Profivereine bestehen auf die angedachten Entscheidungsspiele zwischen den Teams, die Lizenzen beantragt haben und auf einem der ersten vier Plätze stehen.


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