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Beflügelt, Fisch, Fleisch – oder die Türe zusperren? In Bayreuth geht´s für die Schnüdel um fast alles!


Sporttreff 2000 - Niederwerrn Oberwerrn

SCHWEINFURT – „Vom Platz gewichst!“ In seiner legendären Rede im Mannschaftskreis nach dem 4:0 in Bayreuth am 29. Mai diesen Jahres (siehe Video) drückte sich FC 05-Vereinsboss Markus Wolf in seiner Euphorie deutlich aus, hatte damals aber Recht: Die Schnüdel ließen den Gastgebern nicht den Hauch einer Chance.

Nur ist das jetzt halt viereinhalb Monate her. Die mit dem Sieg verbundene vorzeitige Meisterschaft in den Play-Offs nutze den Schweinfurtern letztlich nichts. Stichwort Havelse. Und der Ist-Zustand mag leuchten nach einem 8:0 jüngst gegen Rosenheim. Die anderen Fakten aber sind nicht von der Hand zu weisen: Die im Mai unter gegangenen Bayreuther haben jetzt acht Punkte mehr, noch eine Partie in der Hinterhand und wollen demnächst die Unterfranken auf 14 Zähler distanzieren. Oder anders ausgedrückt: Am Samstag ab 14 Uhr (die Partie läuft live im Bayerischen Fernsehen) Revanche nehmen.


AOK - Keine Kompromisse

„Druck ist da. Aber der darf nicht lähmen, er muss beflügeln“, weiß Trainer Tobias Strobl. „Wenn wir gewinnen, dann wäre das für die Region sehr wichtig. Wenn es unentschieden endet, wäre es weder Fisch noch Fleisch. Und wenn wir verlieren, dann reagiert das Umfeld, dass wir die Türe zusperren können. Das wäre scheiße, klar, wenn wir nicht gewinnen. Aber auch dann würde das Leben weiter gehen, könnten wir nicht sagen, es geht danach um nichts mehr“, sagt der 33-Jährige.


Strobls Sätze ähneln sich von Woche zu Woche, nur dass er diesmal zugeben muss, sich ausnahmsweise eben mit Bayreuth konkret zu befassen. Wieder aber will der FC 05 seine bestmögliche Leistung abrufen – und damit möglichst gewinnen. Gegen einen Gegner aber, dem das heuer bereits zwölf Mal gelang (den Schnüdeln nur acht Mal), der meistens bis auf Zugang Benedikt Kirsch von Türkgücü München mit zehn Mann vom Stamm der letzten Saison beginnt, bei dem die Ex-Schweinfurter Stefan Maderer und Tim Danhof zuletzt aufblühten. Der genügend Selbstvertrauen hat und immer wieder in der Schlussphase Spiele für sich entscheidet. „Meistens treffen sie nach einer Großchance des Gegners. Aber öfters Glück ist Können“, lobt Schweinfurts Coach.

Er weiß: Es braucht eine stabile Konter-Absicherung am Samstag, „denn Bayreuth parkt vorne oft einen faulen Stürmer“, drückt es Strobl aus. „Noch besessener“ als letzte Saison wären die Oberfranken, „sie sind zu 100 Prozent von dem überzeugt, was sie tun“. Und sie haben mit Timo Rost den zweiten, spannenden und jungen Trainer der Regionalliga, der irgendwann sicherlich im Fußball weiter oben auftauchen wird.

Personell schaut es nicht so gut aus beim FC 05. Außer den Langzeitverletzten (McLemore, Thomann, Scheithauer) fallen nun sicher Marco Zietsch (Außenband angerissen) und Amar Cekic aus, der mit Fieber flach liegt zuhause in München. Florian Pieper hat unverändert Probleme mit dem Knie, war nun bei Dr. Reiner Wirsching. Auf unbestimmte Zeit müssen die Schnüdel ohne den Stürmer planen, Strobl zweifelt gar, ob er nach seiner Vorgeschichte mit dem Knie überhaupt nochmal zurück kommen wird. Während zum Glück Adam Jabiri fit ist, „sind ein paar noch angeschlagen mit Grippe zuhause“. Namen nennt Strobl nicht, „weil ihre Ausfälle unsere Struktur verändern könnten“.

An Bord wird Lamar Yarbrough sein. „Jeder hat Bock drauf, jeder Spieler ist heiß auf solche Games. Da ist eine gewisse Brisanz dabei. Jeder Spieler macht sich selber Druck. Aber es geht um drei Punkte, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin zuversichtlich“, sagt der 25-Jährige, der nach acht Einsätzen letzte Saison in dieser bereits 13 Mal auflief.

„Die letzten eineinhalb Jahre wurde er immer wieder zurück geschmissen. Jetzt hat er seinen Körper im Griff. Ich freue mich menschlich für ihn“, lobt Strobl den robusten Innenverteidiger und spricht von einem guten Risiko-Management, das man am Samstag brauche. Defensiv gut stehen, „das ist der Schlüssel zum Erfolg gegen die Bayreuther Geschwindigkeit, die einem weh tun kann“, so der Schweinfurter Coach – in der Hoffnung, dass für Grün-Weiß in diesem Schlagerspiel keine weiteren Schmerzen hinzu kommen.


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