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Der FC 05 nur auf Platz vier und vor Schalding-Heining: Ist das schon eine echte Krise?


Johanniter Hausnotruf

SCHWEINFURT – Die Kritik wächst am derzeitigen Abschneiden der Schweinfurter Schnüdel in der Fußball-Regionalliga Bayern. Was nur in zweiter Linie an den Leistungen liegt oder an den jüngsten Ergebnissen. Sondern eher daran, dass der Titelverteidiger die Latte eben hoch gelegt und nichts anderes als Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga als Ziel ausgegeben hat.

Die Realität nach einem Dutzend von 38 Partien, also bereits fast einem Drittel der Saison lautet: Nur die Hälfte der Spiele konnte der FC 05 gewinnen, verlor in Burghausen, beim aktuell 13. in Memmingen, spielte nur unentschieden jüngst bei Aufsteiger Pipinsried, in Buchbach, beim 16. FC Augsburg 2 und zuhause gegen den Tabellenzwölften 1. FC Nürnberg 2.



Mit 27 und 26 Punkten führen Bayreuth und Bayern München 2 die Tabelle aktuell an. Die fünf und vier Zähler Vorsprung auf die Schweinfurter sind noch nicht alleine beängstgend. Doch gerade Bayreuth hat in Augsburg noch ein gewinnbares Nachholspiel vor sich. Acht Punkte Rückstand drohen. Zudem weiß der FC 05, dass er Ende September zuhause gegen die Münchner und am 9. Oktober in Bayreuth ohnehin nicht verlieren darf, eigentlich sogar siegen muss.


Nun gut, die anderen Teams patzen ja auch. Die Bayern jüngst beim Remis zuhause gegen Aschaffenburg (das den vereinslosen Ex-05er Marco Fritscher verpflichtete), die Bayreuther zuhause bei der Niederlage gegen Pipinsried. Gerade die Oberfranken haben alles andere als eine Über-Mannschaft, aber bei Schaling-Heining letzten Samstag würgten sie halt am Ende doch wieder das entscheidende 1:0 in die Maschen.

Schon das kommende Wochenende ist sehr wegweisend. Bayern München 2 bei Buchbach, Bayreuth gegen Unterhaching – das birgt Stolper-Potenzial, während die Schnüdel den 15. SV Schalding-Heining empfangen und schlicht siegen müssen. Vor rund drei Jahren spielten die 2020 vergeblich angereisten und kurz vor dem Stadion verunfallten Niederbayern letztmals im SachsStadion und gewannen mit 3:1….

Was kann man den Schweinfurtern bisher vorwerfen? Bei 21:3 Toren und vier Siegen in fünf Partien sicherlich wenig bis nichts bei den Heimleistungen. Doch auswärts reicht es limitierten Amateurteams oder Nachwuchstruppen zu oft, den FC 05 vor Probleme zu stellen und mit biederer Kampfkraft zu Punkten zu kommen. So wie letzten Freitag, als die Gäste um das 2:2 förmlich bettelten.

Nach Schalding folgt das Auswärtsspiel in Unterhaching, wo man in der Vergangenheit oft nicht gut aussah. Dann kommen die Bayern, nach dem Heimspiel gegen Rosenheim geht es nacheinander nach Bayreuth und Illertissen. Danach sind die Schnüdel mutmaßlich ganz weit vorne und guter Dinge, oder eben schon abgeschlagen zur Fast-Halbzeit der Liga. Der die letzten Jahre übliche Oktober-Blues könnte verstärkend für eine echte Krise wirken.

Aber dazu muss es ja nicht kommen. Das Pokal-Viertelfinale zuhause gegen die Würzburger Kickers könnte zudem Euphorie entfachen. Gegen den Lokalrivalen aus der 3. Liga ist der FC 05 vor gewiss großer Kulisse sicherlich nicht chancenlos. Zumal die Rothosen bei nur vier Punkten aus acht Partien ihre echte Krise gerade durchleben. Im Wissen, dass das 0:0 gegen Havelse einfach zu wenig war.

Und, ach ja: Der Neuling, den die Schweinfurter in den Aufstiegsspielen im Juni schlicht und einfach hätten packen müssen, liegt nach nun zumindest dem ersten kleinen Erfolgserlebnis dennoch in der Tabelle ganz hinten. Mutmaßlich hätten auch die Schnüdel in der 3. Liga zu kämpfen. Doch das dann bei anderen Zielsetzungen, durch die man nun nicht unter ganz so großem Erfolgsdruck stehen würde.

Noch ein Blick auf die Tabelle der Regionalliga Bayern: Dort belegt der TSV Aubstadt derzeit Platz sechs, hat bei einer ausgetragenen Partie mehr trotzdem gerade mal zwei Punkte weniger auf dem Konto als der FC 05. Am Samstag gegen Aufsteiger Eltersdorf könnten die Grabfelder Saisonsieg sechs einfahren. Nicht nur für den Fall sollten die Schweinfurter parallel unbedingt gewinnen. Denn die in den sozialen Medien schon nach dem Remis in Pipinsried große Kritik würde sich spätestens dann ins Endlose steigern…

Michael Horling
redaktion@sw1.news


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