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Die Angst geht um beim FC 05 nach der Heimniederlage gegen Kellerkind Rain… Oder eben auch nicht! – VIELE FOTOS!


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SCHWEINFURT – Dass die neue LED-Anzeigetafel schon wieder nicht funktioniert, das passt zur aktuellen Situation beim FC Schweinfurt 05. Bei den Schnüdeln scheint so gut wie gar nichts mehr zu gehen. Das 1:3 gegen Kellerkind TSV Rain krönte (vorerst) eine wahnsinnig schlechte Saison mit jetzt mehr Niederlagen als Siegen, trotz bereits elf Partien zuhause und erst neun in der Fremde. Angst geht um…

Oder eben auch nicht. „Wir sind zu Abstiegskampf in der Lage, haben eine intakte Truppe, stemmen uns gegen alles und werden das hinkriegen“, denkt Trainer Christian Gmünder, der mit Großteilen des Teams nach Spielende lange vor dem dünn besetzten Fanblock Stellung bezog und sich der Kritik stellte. „Die sind wütend und haben ihren Unmut geäußert. Dafür muss man Verständnis haben. Auch das gehört zum Fußball dazu.“


Mezger

Gmünder (weitere Aussagen von ihm unten im Bericht aus Rainer Sicht) rätselte, was genau „den Stecker gezogen hat“ nach dem an sich idealen 1:0 von Tim Kraus Mitte der ersten Halbzeit. Warum die Gäste postwendend ausgleichen konnten, vor der Pause in Führung gingen und scheinbar mühelos in den zweiten 45 Minuten alles weg verteidigten, selbst gegen den eingewechselten Adam Jabiri. Der FC 05 hatte nicht eine Ausgleichschance – und kassierte amateurhaft sogar noch das 1:3.


Die Fakten: Schon 22 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Unterhaching nach 20 von 38 Partien muss man nicht mehr erwähnen. Wohl aber, dass die Spvgg Greuther Fürth 2 auf dem ersten Abstiegsplatz nur noch vier Zähler Rückstand hat. Gleichauf mit dem TSV Buchbach, wo die Schnüdel kommenden Samstag spielen, wo sie sich eigentlich schon immer schwer taten. Angst geht um…

Oder eben auch nicht. „Wir brauchen mal ein, zwei, drei Spiele, die wir gewinnen“, ist sich Lukas Billick sicher, dass der FC 05 die letzten vier Partien des Jahres (auch noch beim FC Augsburg 2 sowie gegen Illertissen und Heimstetten) erfolgreich bestreiten kann, um einigermaßen geruhsam Weihnachten zu feiern. Auch wenn der berühmte Baum eigentlich jetzt bereits brennt.

„Hettich, hau ab!“ war am Samstag gegen 15.45 Uhr genauso zu hören wie „Gmünder raus!“ Gerade der Sportchef Robert Hettich steht in der Kritik, weil er weitestgehend die Mannschaft zusammen stellte, die keinerlei bis wenige Fortschritte zeigt, die sich gegen das Kellerkind gefühlt gar nicht zur Wehr setzte, die eine der schlechtesten Leistungen einer Schweinfurter Profi-Fußballmannschaft ever ablieferte.

„Wir haben alles vermissen lassen, kamen nicht in die Zweikämpfe, waren zu dumm und haben verdient verloren“, gab Kapitän Billick zu. Man habe vorher angesprochen, wie Rain seine Tore erzielt – und diese dann trotzdem nicht verhindert. „Man merkt bei allen die Verunsicherung. Die breite Brust fehlt. So leicht geht das nicht raus aus den Köpfen. Wir kriegen es nicht auf die Kette, über 90 Minuten zu zeigen, was wir wollen und was wir können“

Bislang schaue er nicht auf die Tabelle, sagt Lukas Billick. Auf Mentalität und Charakter komme es nun in Buchbach an. „Da kann man zeigen, aus welchem Holz man ist!“ Aktuell sei „die Enttäuschung sehr groß, weil wir sehr vieles schlecht gemacht haben. Da darf man sich zurecht was anhören von den Fans. Jeder einzelne von uns muss sich nun mal Gedanken machen, welche Ziele er persönlich hat!“

Parallel verlor der TSV Aubstadt etwas unglücklich mit 0:1 beim 1. FC Nürnberg 2, hat aber weiterhin drei Punkte Vorsprung auf die Schnüdel und will diese kommenden Samstag im Heimspiel gegen den FC Pipinsried verteidigen. Oder gar ausbauen…

Fußball, Regionalliga Bayern: 1. FC Schweinfurt 05 – TSV Rain am Lech: 1:3 (1:2)

Schweinfurt: Nico Stephan – Julius Landeck (ab 70. Jannis Rabold), Lukas Billick, Lucas Zeller (ab 46. Jacob Engel), Ivan Mihaljevic – Kevin Fery (ab 46. Georios Spanoudakis) – Alexander Bazdrigiannis, Felix Schwarzhoz (ab 46. Adam Jabiri), Tim Kraus (ab 59. Nicolas Pfarr), Kristian Böhnlein – Pascal Moll; Trainer: Christian Gmünder.

Rain: Fabian Eutinger – Angelo Meyer, Jannik Schuster, Lukas Gerlspeck, Altin Maxhuni, Arif Ekin – Johannes Müller (ab 87. Tim Härtel), Stefan Müller, Kevin Gutia (ab 71. Dominik Schröder), Blerand Kurtishaj (ab 75. Metthew Loo) – Jonas Greppmeir (ab 90.+1. Patrick Högg); Trainer: Martin Weng.

Schiedsrichter: Kenny Abieba (SG Quelle Fürth); Assistenten: Dr. Andreas Heidt und Christoph Stühler
Tore: 1:0 (24.) Tim Kraus, 1:1 (25.) Blerand Kurtishaj, 1:2 (40.) Arif Ekin, 1:3 (85.) Jonas Greppmair
Gelbe Karten: Bazdrigiannis, Schwarzholz, Mihailjevic, Landeck – Maxhuni, Gutia, Loo
Zuschauer: 434

Und hier ist noch der Bericht aus Sicht des TSV Rain am Lech:

Das verdiente Ende der Sieglosserie
Mit dem 3:1 in Schweinfurt sorgt der TSV Rain für einen Paukenschlag

SCHWEINFURT – Was war das denn für ein Paukenschlag des TSV Rain!? Völlig verdient gewann das Kellerkind der Fußball-Regionalliga Bayern beim kriselnden, einstigen Meisterschaftsanwärter Schweinfurt 05 mit 3:1 und rückte bis auf drei Punkte an das rettende Ufer heran. Der Sieg freilich hatte sich irgendwie schon angedeutet.

„Die letzten Spiele waren wir ja schon immer knapp dran. Da fehlte immer nur ein Quäntchen“, weiß Martin Weng. Dabei sah es Mitte der ersten Halbzeit erstmal nicht nach dem ersten Dreier nach langen Wochen aus. Nur eine Minute nach seinem Pfostenschuss traf Tim Kraus nach einer Rechtsflanke per Kopfball zum 1:0 für die Schnüdel, die vergangene Saison zuhause und auch das Hinspiel deutlich gewannen. „Aber wie die Jungs danach an sich geglaubt und weiter gemacht haben, wie sie nach dem Gegentor zurückkommen, dass muss ich ihnen hoch anrechnen“, so der TSV-Trainer.

Wichtig war natürlich der postwendende Ausgleich durch Blerand Kurtishajs wuchtigen Schuss. Er und auch Kevin Gutia bereiteten kurz vor der Pause das 1:2 des freistehenden Arif Ekin vor. Der bis dato Vorletzte hatte damit die Partie gedreht, jedoch nach der Rückkehr aus der Kabine Schwerstarbeit erwartet. Die Schweinfurter wechselten gleich drei Mal, brachten unter anderem Torjäger Adam Jabiri. „Zur Pause haben wir angesprochen, dass wir die ersten zehn Minuten überstehen müssen. Doch wir hatten auch Plan B, falls wir keinen Zugriff mehr bekommen“, schildert Weng.

Doch der Zugriff war jederzeit da. „Auf der Bank habe ich dann gesagt, dass die Unruhe beim Gegner, das Raunen im Publikum wichtig ist. Und wir haben gut verteidigt, waren sehr präsent im Strafraum, haben uns in jeden Ball geworfen und das alles mit Bravour gemacht“, lobt der Coach. Im Wissen, dass Rain es die Woche vorher in Würzburg auch gut machte, dann aber einmal gegen Saliou Sané nicht aufpasste. „Und das kann auch gegen einen Jabiri dann mal passieren….“

Tat es nicht. In der Schlussphase bediente Ekin sogar noch Jonas Greppmeir bei dessen 1:3. „Er macht das entscheidende Tor, spielt beim 1:1 den Pass. Das ist Qualität, die uns zwei Monate fehlte, freute sich Weng für den 23-Jährigen. „Das Beste ist, dass er nach seiner Schambeinentzündung trotzdem noch nicht bei 100 Prozent ist, sich in der Defensive noch Pausen nehmen muss.“

„Exemplarisch ist das 1:3 und wie wir uns da ausspielen lassen. Das ist nicht Regionalliga-würdig“, weiß Schweinfurts Trainer Christian Gmünder, der „aufarbeiten und Tacheles reden“ will, der sich am Samstag schon für die Leistung entschuldigen musste. Der FC 05 will seit Jahren in die 3. Liga, aktuell haben die Unterfranken noch vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Und nur noch fünf auf den TSV Rain, der kommendes Wochenende Aufsteiger Hankofen empfängt. „Die liegen vier Zähler vor uns, wir wollen einen daraus machen. Nun gilt es nachzulegen“, weiß Martin Weng, der sich freute, als seine Ersatzspieler unaufgefordert nach der Partie in Schweinfurt noch eine Laufeinheit absolvierten. „In der Mannschaft stimmt es, man muss sie eher bremsen. Wir sind gefestigt und kein typischer Vorletzter!“

Seit Samstag nun auch tabellarisch nicht mehr….

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