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Ein Patrick Hofmann ist genug: Wieso Pipinsried letztlich in Aubstadt unter die Räder kam – MIT VIELEN FOTOS!


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AUBSTADT – Wenn ein Team mit 4:1 gewinnt und ein Spieler alle vier Tore erzielt. ihm ein lupenreiner Hattrick gelingt, dann stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit eines Sieges und nach dem Mann des Tages natürlich nicht. Und dennoch gab es bei Aubstadts 4:1 gegen Pipinsried den einen Moment, in dem das Dorfduell zugunsten der Gäste hätte kippen können.

In der 39. Minute bediente von rechts Pablo Pigl den in der Mitte vor dem leeren Tor freistehenden Eren Emirgan. Doch der brachte es fertig, den Ball aus wenigen Metern in den Himmel zu setzen. „Wenn wir da das 2:1 machen, dann verlieren wir nicht. Denn in dieser Phase waren wir gut im Spiel drin“, sagt der aus dem Spielkreis Rhön stammende Vorlagengeber Pigl, der sich die Rückkehr in die Heimat freilich ganz anders vorgestellt hatte.



1:1 hieß es zu diesem Zeitpunkt, weil kurz zuvor Jakob Zitzelsberger einen Eckball direkt eingedrückt hatte zum Ausgleich. Auch am 1:0 für Aubstadt hatte Verteidiger Zitzelsberger Anteile: Für ein völlig unnötiges Foul an der Eckfahne sah er Gelb, den Freistoßball von Ingo Feser verlängerte Patrick Hofmann zur Führung der Grabfelder.


Und da war er auch schon genannt, der Name des Matchwinners: Drei Mal hatte der 29-Jährige diese Saison bisher getroffen. „Anfangs der Saison hat er nicht so performed wie gewünscht. Doch im Training letzte Woche hat sich das angebahnt. Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt“, strahlte hinterher Aubstadts Trainer Victor Kleinhenz.

Hofmann traf ab der 58. Minute binnen keiner Viertelstunde dreifach, erst nach Pass durch die Mitte, als er Peter Guinari stehen ließ, denn nach Kontern erst per Schlenzer und nach Hereingabe von Ben Müller in den Ball rutschend. „Überragend. Im Herrenbereich ist mir noch nicht mal ein Dreierpack gelungen“, strahlte auch der Matchwinner.

Wer nicht lachte: Pipinsrieds Coach Andreas Thomas, der die Aussage von Pablo Pigl („wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht“) bestätigte. „Wir fressen Gegentore, die man verteidigen kann. Das zweite fällt durch die Mitte viel zu einfach.“

Und das in einer Partie, in welcher die Gäste die Oberhand hatten kurz vor der Pause. „Wenn wir das Führungstor machen, dann gehen wir mit einem ganz anderen Gefühl in die zweite Halbzeit, dann hauen wir hinten einen Riegel rein und können ein, zwei Konter fahren…“

Nur kam es so halt nicht und vermutet Kleinhenz, dass selbst ein 1:2 sein Team nicht umgeworfen hätte. „Dann rennen wir wie so oft zuletzt einem Rückstand hinterher und hätten die Partie trotzdem gedreht. Zwischen der 40. und 35. Minute haben wir kurz mal gewackelt, ansonsten aber sehr stabil verteidigt. Die erste Halbzeit war okay, auch wenn uns im letzten Drittel die Kreativität fehlte. In der zweiten war dann ein Tor schöner als das andere.“

Kleinhenz bemerkte die Bedeutung des schon achten Saisonsiegs und nun 29 Punkten, schon elf mehr, als sie Pipinsried auf dem Relegationsplatz hat. Richtungsweisend sei die Partie angesichts der engen Tabelle gewesen, Glück war da in besagter Szene mit Emirgan. Und nun könne Aubstadt die nächsten Spiele, die kommen, genießen. „Denn die werden brutal!“ Unter anderem in Unterhaching, bei Bayern München 2, in Bayreuth, gegen Schweinfurt 05…

Kleinhenz sieht den FC Pipinsried am Ende „auf Platz acht bis zwölf angesiedelt. Denn das ist eine richtig starke Truppe, was sie anfangs der Saison ja zeigte!“ Derartiges Lob hilft Andreas Thomas freilich nichts. „Das war heute extrem bitter für die Jungs. In dem Maße haben wir das heute nicht verdient. Bei unserem negativen Trend arbeitet jedes Gegentor ein Stück weit im Kopf. Jetzt sind wir in einem Fahrwasser drin, wo man sich schwer tut, wo die Leichtigkeit fehlt, wo wir die Chancen nicht reinmachen. Das ist die Thematik momentan. Aber nun müssen wir halt zuhause gegen Burghausen wieder aufstehen“, weiß er nach nunmehr fünf Niederlagen in Folge.

Der weiter nach hinten schauende TSV Aubstadt hätte vielleicht auch deshalb gar nichts gegen ein Pipinsrieder Erfolgserlebnis, weil man parallel selbst nächstes Wochenende mit einem Dreier bei Schalding-Heining sogar auf Burghausen auf augenblicklich Rang drei aufschließen könnte. Das Fußball-Märchen im Grabfeld geht also weiter.

Fußball-Regionalliga Bayern: TSV Aubstadt – FC Pipinsried: 4:1 (1:1)

Aubstadt: Lukas Wenzel – Leonard Langhans, Tim Hüttl, Steffen Behr, Ingo Feser – Marcel Volkmuth, Ben Müller – Patrick Hofmann (ab 73. Björn Schönwiesner), Philipp Harlass (ab 79. Chris-Stephan Dierke), Joshua Endres (ab 70. Timo Pitter) – Michael Dellinger (ab 79. Christopher Bieber); Trainer: Victor Kleinhenz.

Pipinsried: Alexander Eiban – Alexander Langen (ab 84- Ahanna Francis Agbowo), Peter Guinari, Jakob Zitzelsberger, Faton Dzemailji – Benjamin Kauffmann, Nikolas Jelisic (ab 83. Daniel Jelisic) – Paolo Cipolla (ab 69. Serhat Imsak), Dominik Schröder, Eren Emirgan (ab 56. Marian Knecht) – Pablo Pigl; Trainer: Andreas Thomas.

Schiedsrichter: Andreas Dinger (TSV Bischofsgrün), Christoph Stühler, Marcel Pröhl

Tore: 1:0 (24.) Patrick Hofmann, 1:1 (33.) Jakob Zitzelsberger, 2:1, 3:1, 4:1 (58., 67., 70.) Patrick Hofmann.

Gelbe Karten: Marcel Volkmuth, Patrick Hofmann – Jakob Zitzelsberger

Zuschauer: 387

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