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Nach der Blamage in Rain: Wie geht´s wohl weiter mit den Schnüdeln nach dieser (verkorksten) Saison?


Keiler

RAIN AM LECH / SCHWEINFURT – 216 Zuschauer lockte der FC 05 in Rain am Lech an. Fast jeder Dorfverein im Landkreis Schweinfurt weckt derzeit mehr Interesse. Vielleicht ahnten diejenigen in Schwaben, die nicht gekommen waren, welch zähe Fußballkost auf sie zukommen würde. Die vierte Fußball-Liga, sie kann schon trostlos sein.

Zumindest in Halbzeit eins war´s ein fades Spiel. Immerhin mit zahlreichen jungen Akteuren im Schweinfurter Dress, die wie Nico Stephan, Nicolas Pfarr oder Edin Hyseni bislang eher selten – oder wie Keeper Stephan sogar nie – zum Zuge kamen. Mit dem eine Viertelstunde vor Ende eingewechselten Elias Reiher saß anfangs sogar ein A-Jugendlicher auf der Bank. Kein Wunder, wenn Torjäger Adam Jabiri noch verletzt ist oder Thomas Haas nicht mehr ran darf – erst nächste Saison wieder am Dallenberg…


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Was soll man sagen zur Partie? Vielleicht das: So langsam wird´s eine Saison für die Schnüdel, die noch nicht mal mehr als leicht überdurchschnittlich gewertet werden kann, die möglichst bald enden sollte – mit der Perspektive, dass es – Stand heute – eher schwer besser werden wird.


Als Arif Ekin zehn Minuten nach der Pause einfach mal so in den Winkel traf, gingen die Köpfe kurz runter. Ehe Schiedsrichter Andreas Hummel sein grün-weißes Herz zeigte und David Bauer für ein Allerweltsfoul mit Rot vom Platz schickte. Was für eine krasse Fehlentscheidung! Fortan hatten die 05er ganz Rain und den kompletten Gartencenter Dehner gegen sich. Obwohl sie ja nichts dazu konnten.

Jetzt ein Jabiri! Das mag sich Trainer Jan Gernlein gedacht haben. Doch der 37-Jährige stand nicht zur Verfügung. Aber Amar Suljic stand ja auf dem Platz. Knapp zehn Minuten nach dem 1:0 verwertete er den Abpraller nach dem Pfostenschuss des gerade eingewechselten Meris Skenderovic.

Die Fans der Hausherren forderten dennoch weiter ein „Kempten und Siegen“ mit Blick auf das Allgäu und das Kölner Vorland. Es geht ja auch um so richtig was für die Rainer, auch wenn das kein Vorname ist. Zwischen direktem Klassenerhalt und Abstieg ist noch alles möglich.

Nach Nico Rinderknechts Foul, ähnlich harmlos wie das vorher zu Rot führende, zeigte der Unparteiische Hummel nur Gelb. Abermals rudelte halb Rain auf dem Platz – und eine Minute später nochmals: Der Freistoß führte zum Erfolg, 2:1 durch Lukas Gerlspecks Kopfball.

Irgendwie war´s zum Fremdschämen, wie sich die Schweinfurter insgesamt präsentierten. Nicht zum ersten Mal in Rain. Mehr denn je steht der Profifußball beim FC 05 auf der Kippe, stellt sich die Frage, wie es weiter gehen soll. Im Prinzip braucht der Kader zehn frische Topspieler, will man kommende Saison im Vorderfeld mitspielen.

In Rain bewiesen die aktuellen Akteure am Dienstagabend, dass bei den Schnüdeln eigentlich nahezu alles auf 180 gedreht werden muss. Mal wieder. Leider. Die Leistung beim Kellerkind mit Überzahl über weite Strecken – beschämend. Nach Saisonniederlage sieben dürfte Ex-Coach Tobias Strobl mittlerweile froh sein, dass er mit diesem Verein nichts mehr zu tun hat.

Fußball, Regionalliga Bayern: TSV Dehner-Werkself Rain am Lech – 1. FC Schweinfurt 05: 2:1 (0:0)

FC Schweinfurt 05: Nico Stephan – Nicolas Pfarr, Lukas Billick, Nico Rinderknecht, Jannik Schuster (ab 73. Elias Reiher) – Edin Hyseni (ab 63. Kristian Böhnlein), Kevin Fery, Marco Zietsch, Malik McLemore – Florian Pieper (ab 63. Meris Skenderovic), Amar Suljic.

Tore: 1:0 (56.) Arif Ekin, 1:1 (65.) Amar Suljic, 2:1 (82.) Lukas Gerlspeck


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