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Nach der Pleite in Nürnberg blicken die Schnüdel nun eher auf Illertissen und Aubstadt – MIT VIELEN FOTOS!


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NÜRNBERG / SCHWEINFURT – Der überwiegend von den Medien genutzte, mit Zeltplanen überdachte V.I.P.-Bereich auf den Rängen des Sportplatzes am Valznerweiher quietschte und knarzte angesichts des Sturms. Daneben fand auch Markus Wolf seinen Platz. Doch dem 53 Jahre alten Vereinsboss der Schnüdel dürfte am Sonntag weniger der Orkan Sorgen bereitet haben. Viel mehr schon der komplett misslungene Re-Start der 05er in ein Fußballjahr, das zumindest für die nächsten drei Monate nichts Gutes erahnen lässt.

Nach dem 0:2 bei der U21 des 1. FC Nürnberg und dem 2:1 der Bayreuther tags zuvor gegen Unterhaching sind es für die Schweinfurter nun 16 Punkte Rückstand auf Platz eins. Was für eine Mannschaft nicht mehr aufholbar ist, die nur drei von elf Auswärtspartien gewann und die vor allem in der Fremde immer mal wieder patzt. „Wir schauen auf uns, kucken aber immer wieder auf Bayreuth. Alles andere wäre gelogen. Doch wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Und in Nürnberg wird es schwer genug“, wusste Wolf bereits vor dem Anpfiff und analysierte ehrlich zu Tabellenplatz drei: „Wir haben es bisher selber verbockt!“


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Was dann folgte, war ernüchternd. „Wir waren sehr stabil gegen den Ball, extrem gut gestaffelt, haben als Team gut verteidigt“, durfte Tobias Strobl nach den 90 Minuten zwar loben angesichts der kaum vorhandenen Torchancen für den Club. Doch auch die Seinen hatten eigentlich nur eine echte, hundertprozentige Gelegenheit, als Kristian Böhnlein eine Viertelstunde vor dem Ende frei vor Jan Reichert scheiterte. Ausgerechnet der Schweinfurter im Tor ließ nichts zu, während auf der Gegenseite Luis Zwick zehn Minuten nach der Pause übereilt aus seinem Kasten eilte, von Paul-Philipp Besong überspielt wurde. Der schoss ins leere Tor, genauso wie dann in der Nachspielzeit Jens Castrop, als der Gästekeeper zum Toreerzielen nach vorne geeilt war.


Die Folge: Hängende Köpfe beim FC 05 und die Erkenntnis, dass es das nun war im Aufstiegsrennen. Wehen ist nun weit weg, windtechnisch gesehen und mit Blick auf Wiesbaden in der 3. Liga. Nach den ersten 65. Minuten eigentlich ohne Angriffsszenen und dem unterm Strich einfach fehlenden Aufbäumen nach der Nürnberger Führung bleibt die Regionalliga Bayern wohl nun zu 98 Prozent die verdiente Realität für die Grün-Weißen.

„Wir sollten nun nicht mehr auf Bayreuth oder Bayern München schauen, sondern darauf, was Aubstadt und Illertissen machen“, sieht es Stürmer Adam Jabiri realistisch. Nach Corona-Erkrankung kam er nach dem Rückstand, konnte aber nichts bewirken. Auch die Buchbacher sitzen dem FC 05 im Nacken. Die Grabfelder haben – bei noch immer einer Partie mehr – gerade mal drei Punkte weniger. Die Tabelle aber ist er dann begradigt, wenn die Schweinfurter ihre Partie in Unterhaching nachgeholt haben. Auswärts…

Und klar: Der Wind erschwerte die Bedingungen. „Es war nicht so einfach, die Kette des Gegners aufzureißen. Die Seitenverlagerung funktioniert nicht so, wenn der Ball in der Luft liegt. Die Flanken kamen nicht an. Dann geht es in so einem Spiel, das ein Abnutzungskampf im Mittelfeld zwischen den 16ern war, eigentlich nur mit Einzelaktionen“, weiß Jabiri. Doch die 1:1-Spieler, die auch mal dribbeln können, wie Martin Thomann, Amar Cekic oder Thomas Haas erwischten durchweg überdurchwachsene Sonntage. Gerade Thomann, an sich eine echte Waffe, „hatte heute nicht eine Szene“, gab Strobl zu.

Und so erklärt sich eben ein kompletter Fehlstart ins Jahr nach der durchaus guten Vorbereitung. „Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Wer heute das erste Tor erzielt, hat extreme Vorteile“, wusste der Schweinfurter Coach das eine danach, das andere schon zuvor. Und dann muss ein Böhnlein eben die Chance zum 1:1 nutzen. „Mit der intensiven Vorbereitung in den Beinen wollten wir uns heute eigentlich belohnen für die harte Arbeit. Auch wenn es kein Fußball-Schmankerl war: Der Ball ist ja trotzdem gut gelaufen. Und das war für die nahe Zukunft wohl von den Verhältnissen her der beste Platz…“, vermutet Adam Jabiri die nächsten Wochen den ein oder anderen Acker auf die Schnüdel zukommen. Kein Vorteil für spielstarke Teams…

„Wir waren nicht mutig genug, haben uns schwer getan, in die Tiefe zu kommen. Heute habe ich keinen Fortschritt gesehen“, kritisierte Strobl. Trotzdem soll sich die Konzentration nun nicht alleine auf den Pokal und das Viertelfinale gegen die Würzburger Kickers Anfang März richten. „Fünfter in der Liga will ich nicht werden“, sagt der Coach und spricht von „verschiedenen anderen Motivations-Ansätzen“, die nun her müssen: Das eigene Spiel besser machen, beispielsweise. Und die Jungs müssen sich für die nächste Saison ins Rampenlicht kicken. Der ein oder andere steht nun vielleicht sogar bei einem laufenden Vertrag unter Beobachtung. Denn mit Auftritten wie diesem vor den immerhin 303 Zuschauern und einigen Schlachtenbummlern, die jedoch auf ein Anfeuern verzichteten, wird die 3. Liga sich auch ab dem kommenden Sommer nicht realisieren lassen.

„Wir dürfen uns nicht in die Tasche lügen oder es unter den Tisch kehren: Nach der Partie schläft jeder schlechter, macht das Training die nächsten zwei Tage nicht richtig Freude“, weiß Tobias Strobl. Die kurzfristigen Perspektiven klingen zudem trist: Gegen Augsburg 2 nächsten Samstag dürften sich kaum 500 Zuschauer im SachsStadion realisieren lassen. Der Gegner ist zudem als Neunter nicht ungefährlich und mutmaßlich deutlich stärker als der parallel in Bayreuth gastierende Tabellen-17. aus Heimstetten. Großen Fußball-Spaß verspricht das kommende Wochenende also nicht. Markus Wolf wird nicht vor Ort sein, er weilt dann im Urlaub. Aber zumindest sagt der Wetterbericht auch weniger Sturm voraus…

Fußball-Regionalliga Bayern: 1. FC Nürnberg 2 – 1. FC Schweinfurt 05: 2:0 (0:0)
Schweinfurt: Luis Zwick – Thomas Haas (ab 61. Malik McLemore), Lukas Billick, Nico Rinderknecht, David Grözinger – Tim Kraus, Kristian Böhnlein (ab 77. Jannik Schuster) – Amar Cekic (ab 55. Kevin Fery), Marco Zietsch (ab 57. Adam Jabiri), Martin Thomann – Meris Skenderović (ab 61. Florian Pieper).

Aus Nürnberg berichtet: Michael Horling für FuSWball.de

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