24. 06. 2017
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Fahr´ mal hin: Rund um den Staffelberg mit Vierzehnheiligen, der Metzgerbräu und der schönen Schnitterin



BAD STAFFELSTEIN – Unfassbare zehn (!) Brauereien gibt es noch in und vor allem um Bad Staffelstein. Alle liegen sie in den Ortsteilen der Adam Riese-Stadt und lassen sich durch vier ausgeschilderte Bierwanderwege bestens verbinden. An einem schönen Vorfrühlings-Mittwoch wagte die Redaktion von inundumsw.de nun mal wieder einen Selbstversuch und begab sich auf die Suche nach guten Böcken…

Wir mussten aus aktuellem Anlass jedoch Brauerei-Weg 2 ein wenig modifizieren, weil der über den Staffelberg führte. Es ist ja nicht so, dass wir auf den steilen Aufstieg keine Lust gehabt hätten. Doch die Hütte oben (in der es Buttenheimer Bier der St. GeorgenBräu gibt) hat im März noch geschlossen. Also planten wir anders.

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Zunächst galt es, mit der Bahn von Schonungen über Bamberg anzureisen. Das ist dank des Bayerntickets günstig und hat den großen Vorteil, dass auch am Abend niemand ans Steuer des eigenen Wagen muss. Nach rund einer Stunde Fahrt erreichten wir den Bahnhof in Bad Staffelstein, der ziemlich abseits liegt der Pfade, die wir begehen wollten. Also mussten wir zunächst mal durch die halbe Stadt und dann über die Autobahn laufen. Natürlich über eine Brücke… 😉

Rechts oben sah man nun den Staffelberg, links hinten Vierzehnheiligen. Den einen wollten wir auslassen, das andere sollte die letzte Station eines Tages werden mit immerhin 17 Kilometern Fußmarsch. Nach einem langen Winter und dann doch nicht so viel sportlicher Betätigung wie geplant kein unanstregendes Vorhaben. Schließlich ging es doch ein paar Mal ein paar Hügel nach oben.

So schon zu Station eins, die in keinem Bierweg verzeichnet ist. Romansthal lockte – und im Ort der schon von weitem sichtbare Traditionsgasthof „Zur schönen Schnitterin“. Da wir uns vom tegut-Dorfladen in Schonungen Brötchen und Würste mitgenommen hatten und im Zug Brotzeit machten, fiel dort das Mittagessen gegen 13 Uhr zwar aus. Doch es gab immerhin einen Silberbock der Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen, was den Vorteil hatte, dass wir dort dann den dunklen Doppelbock würden testen können, den es seit Aschermittwoch gibt.

Und es gab bei der Schnitterin ein Vollbier der Brauerei Hetzel aus Frauendorf, die wir schon bei einem Besuch letztes Jahr testeten. Serviert zwar in einem Glas der Hübner-Bräu aus Steinfeld in der Fränkischen Schweiz – aber egal. Bei toller Frühlingssonne genossen wir die zwei ersten Biere im Freien als Lohn für die ersten drei gelaufenen Kilometer. Weitere vier lagen danach vor uns – und es ging am Skilift an der Nordseite des Staffelbergs vorbei, wo noch vor wenigen Wochen richtig viel Schnee lag. Die „schöne Schnitterin“ nahm ich übrigens nach der ersten Einkehr wieder mit! 😉

Nach rund 50 Minuten erreichten wir Uetzing, einen romantisch im Tal gelegenen Ort mit Wasserläufen im Zentrum und vor allem mit DER Kultbrauerei der Region: Metzgerbräu, wo wir ebenfalls schon letzten Sommer an einem Vormittag nicht umher kamen, das gute Bier zu testen. Diesmal aber – und das war der eigentliche Anlass für den neuerlichen Besuch mit Wanderung – gab es noch Restbestände des Bockbiers. Das konnte ja eigentlich nur gut werden.

Metzgerbräu: Das ist urig hoch zehn. Man läuft eine Treppe in den Keller hinunter in einen kleinen Verkaufsraum, eine Metzgerei, wie man sie von früher kennt. An einer Theke gibt es die wichtigsten Leckereien von Wurst über Schinken bis Käse. Dazu werden diverse Dosen angeboten mit eingelegtem Bratwurstteig beispielsweise. Es gibt eingeschweißten Speck, Zeitungen, ein paar andere Lebensmittel – und natürlich das gute Bier.

Wir entschieden uns für jeweils ein Würstchen mit Brötchen und für jeweils ein Bockbier (oder waren es am Ende zwei?). Man kann es bei gutem Wetter im Erdgeschoss in einem aus zwei Tischen und vier Bänken bestehenden Biergarten trinken oder oben auf dem Dach in einer kleinen Braustube, in der es nach dem Brauvorgang duftet. Alleine die Szenen zu erleben, wie die Senioren aus dem Dorf an der Theke stehend vor einem einkaufen und sich teils für über 20 Euro die Wurstwaren mitnehmen, sich dabei unterhalten mit der Bedienung, das ist ein Erlebnis. Mit einem Bier in der Hand ist es doppelt so schön.

Wir verplapperten und vertranken uns und hinkten fortan unserem Zeitplan ganz schön hinterher. Rund vier Kilometer entfernt lag nun Vierzehnheiligen, der Wallfahrtsort, den man über den alten Staffelberg erreichen kann. Ja, es ging nun, da es bereits um die 16.30 Uhr war, relativ lang anhaltend einen Hügel nach oben. Immer wieder drückte nun die Blase und freute sich die Natur über eine künstliche Beregnung. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir die Pilgerstätte. Also: Die Klosterbrauerei Trunk, die oberhalb von Vierzehnheiligen liegt.

Diesmal saßen wir im schon größeren Biergarten bei dem sich abzeichnenden Sonnenuntergang nicht alleine, genossen den bereits am Samstag zuvor beim Starkbierfest in der Alten Schreibstube zu Sennfeld getesteten dunklen Doppelbock. Diesmal ohne Speise, weil wir einfach noch keinen Appetit hatten (nur Lust auf Bier…). Das führte später dazu, dass wir beim 16-minütigen Aufenthalt in Bamberg einen McDonald´s überfallen mussten, um zwei Chicken- und je einen Ham- und Cheesburger zu rauben… 😉

Langsam wurde es dunkel – aber vor uns lag noch der „Abstieg“ über Wolfsdorf (da gibt´s eine Edelbrennerei, die wir aber ausließen…) nach Bad Staffelstein zurück. Rund eine weitere Stunde Fußmarsch. Wir erreichten den Bahnhof genau drei Minuten vor der Abfahrt des Zuges in die Heimat. Das war Maßarbeit! Kurz vor 12 Uhr begann unsere Reise, kurz nach 20 Uhr endete sie schon wieder. Klingt stressig, war aber höchst erlebnisreich und trotzdem sehr erholsam.

Die Beine taten zwar jetzt weh, doch der Kopf war noch wach genug, um Bayer Leverkusens vergeblichen Champions League-Versuch in Madrid zu verfolgen und eine aufgenommene Reportage über das Kyffhäuser Mittelgebirge anzuschauen. Dorthin wird´s uns demnächst mal ziehen – und es gibt auch die ein oder andere Brauerei in der Region….

Mehr zu den Brauerein um Bad Staffelstein:
www.bad-staffelstein.de/de/tourismus/genuss/bierparadies.php



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