22. 08. 2017
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Salut d’amour oder eine musikalische „Silberhochzeit“: Solistenkonzert im Celtis-Gymnasium



SCHWEINFURT – Am Abend des 01. Juni gab es in der Aula des Schweinfurter Celtis-Gymnasiums eine „Jubiläumsausgabe“, das traditionelle Solistenkonzert fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Alexander Eisenmann, der Spiritus rector und musikalische Leiter dieser Veranstaltung, sprach von einer „Silberhochzeit“; seit einem Vierteljahrhundert ist er nun mit dem Solistenkonzert „verheiratet“.

Und alles aus Liebe zur Musik, eine Liebe, die in so vielen Herzen immer wieder neu aufflammt, sobald die ersten Solisten ihr Können unter Beweis stellen. Dass Musik eben nicht nur „das Spielen von Noten“ sei, betonte Schulleiter Herzing in seiner Begrüßungsansprache in Anlehnung an den berühmten Violinisten Isaac Stern. Ohne Begeisterung, ohne Gefühl, ohne Konzentration und ohne stille Andacht verliert die Musik ihre Bedeutung, ihren Zauber. Aber all das gab es reichlich bei diesem Konzertabend, den die Pianisten Sarah Böhner und Eisenmann beschwingt mit Schostakowitschs Tarentella eröffneten.

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Es folgte dann Bachs Siciliano. Die Achtklässlerin Angelique Erhard folgte der Anfangsstimmung und intonierte Mendelssohn-Bartholdys Venetianisches Gondellied auf dem Klavier. Für Begeisterung sorgten dann auch die Fünftklässlerinnen Marie und Luisa Baier mit Bachs Allegro moderato aus dem Konzert für zwei Klaviere, das sie mit Bravour vortrugen.

Wie sehr Anna-Christine Brand das Saxophonspiel liebt, wurde in ihrem Vortrag (Absil: Fantaisie-Caprice, Piano: Elli Dück) deutlich, sie spannte mühelos den Bogen zwischen leisen und kraftvollen, nahezu überschäumenden Tönen.

Laura Heilmann gab dann Chopins Nocturne Es-Dur, op.9, Nr.2 am Piano zum Besten. Ihr weicher Anschlag, ihr gefühlvolles, gebundenes Spiel waren ein wahrer Genuss, ebenso wie das wunderbare Querflötenspiel (Piano: Elli Dück) von Jasmin Keller, die Bachs Menuett-Badinerie aus der Suite BMV 1067 vortrug.

Nach der Pause gab es für die Fachschaft Musik dann einen weiteren Grund zur Freude. Dr. Peter Schnarkowski präsentierte im Namen der Celtis-Stiftung ein neues Vibraphon, das aus den Erträgen der Stiftung finanziert wurde, und nun dem Celtis-Gymnasium zur Verfügung steht. Als erster Solist durfte sich Fabio Weberpals am Vibraphon mit einer kunstvollen Einlage probieren.

Pauline Kohlhepp eröffnete dann den zweiten Teil des Konzerts mit Sanders‘ Haunted (Piano: Sarah Böhner). Ihre schöne, kraftvolle Stimme füllte mühelos den Saal. Dann folgte der liebevolle Vortrag von Elgars Salut d’amour. Victoria Woelfel an der Violine und Luisa Kunert am Klavier unterstrichen noch einmal die Symbiose von Liebe und Musik.

Lindes Music for a bird, ein Stück, das Regina Schlereth auf der Altflöte präsentierte, übertrug die Lebendigkeit und Fröhlichkeit des Vogelgesangs und –trällerns auf die Zuschauer. Konzentriert und meisterhaft präsentierte dann Uta Lukat Klänge aus Francks Sonate Nr.1, A-Dur, Moderato (Piano: Maria Plett) auf der Violine.

Das brillante Klavierspiel des Pianisten Kevin Pfister(Rachmaninows Prelude, D-Dur) und der Pianistin Alina Pfister (Beethoven Sonate op.2, Nr.1 Allegro) schuf eine Atmosphäre stiller Andacht, die aber umso lauter mit lang anhaltendem Beifall quittiert wurde.

Zum Schluss spielte dann Fabio Weberpals eine raffinierte Eigenkomposition (The Art of Blakey) auf dem Schlagzeug. Als Zugabe gab es dann noch die jazzige Nummer My baby don’t care form me, die Ronja Kuschel in unverwechselbarer, bezaubernder Weise zu Gehör brachte. Die „standing ovations“ am Ende waren nicht nur Anerkennung für die Solisten, Organisatoren und Unterstützer dieses Konzerts, sie waren auch Ausdruck der Liebe zur Musik, die nun wieder in alter Frische bei jedem Zuhörer auflebte.



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