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Alles in Einem, Eins in Allem: Hubert Berkes Retrospektive als Ausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt


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SCHWEINFURT – Die Kunsthalle Schweinfurt zeigt seit 23. Juli und bis 17. Oktober die Ausstellung „Hubert Berke – Retrospektive“ in der Galerie im Quadrat. Gezeigt werden Gemälde und Objekte aus der gesamten Schaffensphase des informellen Künstlers.

Die Präsentation gibt einen Einblick in das vielfältige Werk eines zu Unrecht bislang eher unbekannten Künstlers der deutschen Nachkriegszeit und lenkt den Blick auf die Kunst des deutschen Informel, die den Kernbestand der Kunsthalle Schweinfurt bildet.


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Hubert Berke (1908-1979) war als gebürtiger Westfale häufiger an den Werkschauen von ZEN 49 beteiligt und setzte sich mehr als seine Malerkollegen mit der Kunst Ostasiens und der buddhistischen sowie taoistischen Gedankenwelt ernsthaft auseinander. 1947 rief er mit Joseph Faßbender, Hann Trier, Hermann Schnitzler und Toni Feldenkirchen die „Donnerstag-Gesellschaft in Schloss zu Alfter“ ins Leben, ein kreativer Ort für eine ausgezehrte Gesellschaft von Politikern, Kunstschaffenden, Literaten, Museumsleuten und Kulturinteressierten, die sich nach Lesungen, Vorträgen, Diskussionen und Konzerten sehnten.


Berkes überaus spannende Vita und sein mehrfach ausgezeichnetes Oeuvre wird von einer Professur an der TH Aachen von 1960-73 gekrönt. Unter dem Eindruck seines Lehrers Paul Klee wendete sich Hubert Berke in den 1950er Jahren konsequent – auch unter dem Einfluss von zeitgenössischer Musik – einer informellen Formensprache zu. Bereits 1954, viel früher als andere, schuf er hoch ästhetische, originelle Nagelobjekte aus Fundstücken. Besonders durch die Zusammenarbeit mit den Koryphäen der modernen Kirchenarchitektur, Dominikus und Gottfried Böhm sowie Hans Schilling, wurde der Künstler auch als Glasgestalter im sakralen Raum tätig.

Das Vermächtnis des Künstlers wird heute mit großen Engagement von seinen Kindern in der Erbengemeinschaft Hubert Berke in Wesseling bei Köln bewahrt und gepflegt.

2021 steht die Kunsthalle Schweinfurt im Zeichen des Informel. Auf den Westflügel des ehemaligen Hallenbades ist die hochkaratige städtische Sammlung mit wichtigen Vertretern der Künstlergruppen um ZEN 49, Quadriga, junger westen, Neue Aachener Gruppe, gruppe 53 u.a. konzentriert. Seit Jahren steht vor allem die Münchener Künstlergruppe ZEN 49 im Fokus der Schweinfurter Ausstellungstätigkeit. Mit Unterstützung der Forschungsstelle Informelle Kunst am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bonn, zahlreicher Nachlässe, privater Sammlungen, Museen und namhafter Galerien wird 2021 der Blick ganz bewusst auf eher unbekannte Künstler dieser Nachkriegszeit gelenkt, um ihr Oeuvre (wieder) einem größeren Publikum bekannt zu machen.

Ausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt, Galerie im Quadrat
23. Juli – 17. Oktober 2021
Hubert Berke – Retrospektive
Alles in Einem, Eins in Allem

KATALOG
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Museums-Shop 31,90 EUR kostet.
Hubert Berke – Retrospektive, hrsg. von Andrea Brandl und der Erbengemeinschaft Hubert Berke/Wesseling, Schweinfurt 2021 (= Schriften der Kunsthalle Schweinfurt 245/2021)
ISBN 978-3-945255-30-8

Auf den Fotos:

* Hubert Berke, Eruption, 1968, Mischtechnik auf Leinwand, 140 x 180 cm

* Hubert Berke, Ohne Titel, 1958, Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm, Kunsthalle Schweinfurt, Schenkung der Erbengemeinschaft

* Hubert Berke, Ohne Titel, 1955, Nägel in hölzernem Schuhmodell, bemalt, 20 x 25 x 10 cm

Fotos: Erbengemeinschaft Hubert Berke © VG Bild-Kunst, Bonn 2021


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