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Das geplante Kulturforum am Martin-Luther-Platz.

Architekt oder Verwaltung: Wer hat Recht? SPD verlangt Aufklärung im Falle „Kulturforum“


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SCHWEINFURT – Die SPD hat eine Anfrage an den Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt gestellt, um Klarheit in der Auseinandersetzung der baulichen Ausgestaltung und Ausstattung des am Martin-Luther-Platz geplanten „Kulturforums“ zu schaffen.

Folgendes Schreiben wurde von den SPD-Stadträten Ralf Hofmann und Peter Hofmann an die Stadt gerichtet:


Mezger

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in der Stadtratssitzung vom 23.07.2019 kam es zu einer peinlichen und unschönen Auseinandersetzung zwischen Stadtrat und dem Architekten und Entwurfspreisträger Markus Kill, die darin gipfelte, dass dieser das Stadtratsgremium als „Schlangengrube“ titulierte.


Es kamen zwar kritische Fragen und Anmerkungen verschiedener Stadträte fast aller Fraktionen (auch der CSU), die Form wurde jedoch ausnahmslos gewahrt und gab zu keiner Beanstandung Anlass. Daher sei die Bemerkung gestattet: Auch wir hätten es begrüßt, wenn Sie an dieser Stelle nicht Verständnis für diese unprofessionelle Entgleisung zum Ausdruck gebracht, sondern sich vor den Stadtrat gestellt hätten.

Mag man unter Umständen den Auftritt des Architekten im Stadtrat mit großem Wohlwollen noch unter emotionaler Ausnahmesituation einordnen, muss nun aber seine Äußerung gegenüber dem Schweinfurter Tagblatt im Nachgang als wohl kalkuliert bezeichnet werden. Sie wiegen damit noch schwerer.

Am 31.Juli 2019 war dort der Zeitung zu entnehmen, dass Architekt Markus Kill sich gegen kritische Anmerkungen erneut zur Wehr setzt und sagt: „Wir sind von einer Jury für den besten Entwurf ausgezeichnet worden und haben alles richtig gemacht.“

Architekt Kill führt nun in diesem Gespräch mit der Presse weiter aus, dass sein Büro von Anfang an Jury und Verwaltung darüber informiert habe, dass der Bau eines Veranstaltungssaals mit bis zu 300 Personen auf dem Gelände nicht realisierbar sei, dazu sei es zu klein. Jurymitglieder können sich an eine derartige Aussage allerdings nicht erinnern.

In der Beschlussvorlage zur Stadtratssitzung vom 23.07.2019 führt die Verwaltung hingegen folgendes aus:

„Auslobung des Planungswettbewerbs
Auf Wunsch des Stadtrates sollte ein zusätzlicher Aktionsraum ergänzt sowie die Foyer-Größe von max. 200 auf max. 300 Plätzen erweitert werden.“ ……

Das anschließende Wettbewerbsergebnis hat gezeigt, dass
⦁ Für die Erhöhung auf 300 Personen ein vom übrigen Museums- und Kulturbetrieb abgeschlossener Veranstaltungsbereich erforderlich ist
⦁ Dieser Bereich für eine denkmalverträgliche Entwicklung nur im Untergeschoss möglich ist
⦁ Durch die Lage im Untergeschoss weitere Erschließungsflächen benötigt werden

Dies bedeutet klar, dass auch die Verwaltung von einer Realisierbarkeit des großen Veranstaltungssaals ausging. Da jedoch nicht gleichzeitig die Aussage des Architekten und die Aussage der Verwaltung stimmen können, stellt sich für uns die einfache Frage:

Welche Aussage trifft nun zu? Die der Verwaltung oder die des Architekturbüros?

Weiter bitten wir darum offen zu legen, über welche der neun Leistungsphasen des § 34 Abs. 3 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure mit dem Architekturbüro bereits ein Architektenvertrag geschlossen wurde.

Angesichts der öffentlichen Auseinandersetzung stellt sich abschließend die Frage, ob ein ausreichendes Vertrauensverhältnis für die weitere Zusammenarbeit mit dem Architekten noch als gegeben erachtet werden kann. Wie bewerten Sie diese Situation?

Wir bitten Sie, im Ferienausschuss hierüber Auskunft zu geben. Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.



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