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Bleibende Schätze für Wassertrüdingen: Zwei neue Landschaftsparks werten Bayerns Gartenschau-Stadt 2019 wesentlich auf


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WASSERTRÜDIGEN – Seit 24. Mai und bis 8. September 2019 lädt Wassertrüdingen zur Bayerischen Gartenschau. Im Rahmen dieser Großveranstaltung mit dem Motto „Vom Glück einen Schatz zu finden“ schafft die mittelfränkische Kleinstadt zwei neue dauerhafte Parkanlagen, die Stadt und Region ganz im Sinne des Mottos wie zwei „Schätze“ wesentlich aufwerten: den Wörnitzpark und den Klingenweiherpark.

Landesgartenschau bereichert Stadt und Region


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Die Bayerische Gartenschau bietet Wassertrüdingen die Chance, langfristige Investitionen in die Stadtentwicklung und den Ausbau der touristischen Erholungsregion zu realisieren. Projekte dieser Größenordnung wären ohne die Fördermittel, die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und vom Bayerischen Staatsministerium des Innern zur Verfügung gestellt werden, für eine Kleinstadt wie Wassertrüdingen – übrigens die bisher kleinste Gemeinde, die jemals Ausrichter eines solchen Großprojekts war– kaum realisierbar.

Mit Baukosten von 8,6 Millionen € netto, die mit bis zu 60-70% von den genannten Ministerien sowie der Europäischen Union bezuschusst werden, können einmalige, bleibende Strukturen in und um Wassertrüdingen geschaffen werden. Dabei wird das landschaftliche Potential behutsam erschlossen und weiterentwickelt und die Identität des Ortes bewahrt.


Schlüssiges Gesamtkonzept

Aus dem offenen Realisierungswettbewerb für die Landesgartenschau ging im Oktober 2014 das Büro Planorama des Berliner Landschaftsarchitekten Maik Böhmer als Sieger hervor. Die Planung überzeugte, da sie viele Einzelmaßnahmen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammenfügt und großzügige Grünflächen und Wegeverbindungen schafft, die zu einer Belebung der Altstadt führen. Das gesamte Planungsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 128.100 Quadratmeter, also rund 13 Hektar.

Im Süden: der Wörnitzpark

Grundlage für die Landschaftsplanung im südlichen Areal war der Hochwasserschutz. Deshalb wurde hier eng mit dem Wasserwirtschaftsamt zusammengearbeitet. Notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen wurden von Planorama so geschickt in das Konzept integriert, dass sie als technisches Bauwerk nicht mehr wahrzunehmen sind.

Eine neue Schlaufe in der Wörnitz verlängert ihren Fließweg und ermöglicht damit die landschaftliche Einbindung des Deiches. Auf der Halbinsel entsteht eine großzügige, flach abfallende Picknickwiese, die sich mit weitläufigem Rasen und Ausblick in die Auenwiesen als Erholungsortangebot in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt anbietet.

Die historische Mühle am Weiher als ein besonderer Ort vor der Stadt im Übergang zur Landschaft prägt den neuen Wörnitzpark entscheidend mit. Um den Mühlenweiher herum entstehen kleine Platzflächen mit Sitzstufen. Das alte Sägewerk erfährt eine denkmalgerechte Sanierung, so dass es sich harmonisch in die Südansicht Wassertrüdingens einfügt.

Alt und neu, Stadt und Landschaft, Mühlbach und Wörnitz, Wege und Deich treffen schließlich an der Heubrücke aufeinander.

Der neue, schon von Weitem zu erkennende Aussichtspavillon auf dem Platz an der Heubrücke ist Blickfang und Wahrzeichen für den neuen Stadteingang. Auf seinen drei Ebenen wechselt der Ausblick von Plattform zu Plattform vom Stadtbild über die Wörnitzaue bis hin zur Rundumsicht und lädt dazu ein, Altbekanntes und bisher vielleicht Unentdecktes aus einer neuen Perspektive zu bestaunen.

Im Norden: der Klingenweiherpark

Mit dem Klingenweiherpark schafft die Landesgartenschau einen neuen Stadtteilpark für die Wohngebiete, die hier entstehen, und gestaltet gleichzeitig den Großteil der städtischen Deponie um, die zukünftig nicht mehr genutzt wird. Architektonisches Highlight ist der fast einen Kilometer lange, teilweise als Steg angelegte Weihersteig, der den gesamten Park durchzieht. Heute charakterisiert die Landschaft um die Klingenweiher die dichte Abfolge verschiedener räumlicher Strukturen wie offenes Wasser, Röhricht und lichte Wiesen. Der Entwurf von Planorama erhält und inszeniert diese sehr reizvollen Strukturen und schafft mit ihrer Gestaltung eine gelenkte Führung des Besuchers durch den Park.

Neu ist ein Erlebnisspielplatz als ein Ort, an dem sich Kinder und Eltern wohlfühlen. Der Eingangsbereich des Parks wird großzügig erweitert, lädt zum Verweilen ein und eröffnet den Blick auf die goldfarbene Teichrose, eine über dem Wasser schwebende Plattform.
Als architektonisches Highlight inmitten der Landschaft beginnt hier der Weihersteig, der durch die weitgehend unberührte Natur des Klingenweiherareals führt und einen Blick in die behutsam erschlossene Natur bietet. Tümpel, Wiesen und Gehölzaufwuchs bleiben erhalten; wertvolle Sukzessionsflächen, die Amphibien wertvollen Lebensraum bieten, werden nicht beeinträchtigt.

Um die Landschaft durch den Weihersteig nicht zu zerschneiden, wird das Bauwerk im größten Abschnitt als Steg geführt, der unterquert werden kann. Die Bienenvölker, die seit Jahren hier beheimatet sind, bereichern auch weiterhin den Platz. Die angrenzende Streuobstwiese wird erweitert und der neue Mostpavillon in die Parkfläche eingebunden.

Am Ende des Klingenweiherparks führt der Weihersteig als ein barrierefreier, terrassierter und von Wildrosen gesäumter Pfad auf den Hügel der ehemaligen Deponie. Die Fläche zwischen den Serpentinen wurde mit Kalkschotter gefüllt. Was zur Gartenschau vielleicht etwas karg erscheinen mag, ist tatsächlich eine bewusst so angelegte Sukzessionsfläche, also eine Fläche, die im Laufe der nächsten Jahre auf ganz natürliche Art und Weise von weiteren Pflanzen besiedelt werden und so Lebensraum für bestimmte Tier- und Pflanzenarten bieten wird. Oben angekommen, bietet die Aussichtsplattform „Bergrose“ einen einmaligen Weitblick über die Hesselbergregion.

Die beiden Parks sind über ein Wegeband miteinander verbunden: Es beginnt beim neuen Stadtgarten und läuft an der Heubrücke und Parkflächen entlang bis zum Sonnenuhrenpark. Die restaurierte Stadtmauer setzt ein Umriss aus feinmaschigem Metallgewebe fort und macht so ihre ursprüngliche Dimension erlebbar ohne den Blick zu begrenzen. Der Weg führt weiter durch die Altstadt, vorbei an malerischen Fachwerkhäusern bis zum Klingenweiherpark und endet auf der Aussichtsplattform.

Über Wassertrüdingen:
Wassertrüdingen liegt im Süden Mittelfrankens direkt am Fluss Wörnitz und am Fuß des Hesselbergs, rund eine Autostunde von Nürnberg. Sie ist das Zentrum der Hesselbergregion. Das ehemalige Markgrafenstädtchen hat heute rund 6.000 Einwohner und lockt Besucher mit einer charmanten Altstadt und vielen historischen Bauwerken. Auch ihre günstige Lage als Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren durch die einzigartige Natur zwischen den Feriengebieten Romantisches Franken, Fränkisches Seenland und dem Nördlinger Ries macht die Stadt attraktiv. Eine besondere Rolle spielt in Wassertrüdingen das Thema „Wasser“: Die Wörnitz ist aufgrund ihrer langsamen Fließgeschwindigkeit und ihrer Sauberkeit ein beliebter Bade- und Angelort. Von ihrem Einfluss auf das Leben in Wassertrüdingen zeugt das Museum „Fluvius – Fluss und Teich“ im Stadtzentrum. Weitere Sehenswürdigkeiten im nahen Umkreis sind das Limeseum, der Römerpark Ruffenhofen, Süddeutschlands größter Rhododendrenpark im Schlosspark Dennenlohe sowie das Pinsel- und Bürstenmuseum in Bechhofen.

Mehr?
www.wassertruedingen2019.de
www.wassertruedingen.de



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