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Das Lesen feiern – gemeinsam mit Martina Wildner – zudem gab´s in Gaibach eine literarische Lesung zu „Macht und Ohnmacht“


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GAIBACH – Am Montag, dem 19.04.2021, fand für alle Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach kein gewöhnlicher Unterricht statt. Die digitale Lesung mit der Autorin Martina Wildner in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, sollte der Schülerschaft stattdessen ermöglichen, das Lesen anlässlich des Welttags des Buches zu feiern.

Die Schriftstellerin präsentierte ihren Roman „Dieser verfluchte Baum“ sehr kurzweilig und nutzte die digitalen Möglichkeiten, um die Schüler zu motivieren, besonders gut aufzupassen, indem sie zwischenzeitlich Umfragen durchführte oder Fragen zum Inhalt ihres Buches stellte. Dass es Frau Wildner gelang, das Interesse der Siebtklässler zu wecken, bewiesen auch die Bitte um eine Zugabe und die Fülle an Fragen, die der Autorin nach der Lesung gestellt wurden.


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Hier erfuhren die Schüler, dass Frau Wildner seit 2003 offiziell als Schriftstellerin arbeitet und bereits 14 Bücher veröffentlicht hat. Auf die Frage, wieso sie diesen Beruf gewählt habe, erklärte sie, dass sie über ihre Arbeit als Grafikdesignerin zum Schreiben gefunden habe. Außerdem verriet sie, dass die Charaktereigenschaften der Figuren auf sie selbst spiegeln würden, so wäre sie, wie auch ihre Helden, analytisch, wissbegierig und auch ein klein wenig verrückt.

Der verfluchte Baum ist ebenfalls an ein reales Pendant im Allgäu angelehnt – das Kindle. Um diese Begeisterung für den Roman noch weiter zu fördern, wurde von der Leiterin der Schüler- und Lesebücherei, Esther Schiffler, gleich eine Bestellung aufgegeben und so sind einige Titel von Wildners Büchern ab sofort in der Schulbibliothek auszuleihen.

Im Unterricht der siebten Klasse von Birgit Kederer werden die Hintergründe des Romans noch weiter aufgedeckt. So darf die Klasse im Zuge des informierenden Schreibens beispielsweise über das Kindle und das Allgäu weiter recherchieren. Alle Siebtklässler können sich außerdem auf eine handsignierte Autogrammkarte von Martina Wildner freuen.

Auf den Fotos:
* Esther Schiffler, Leiterin der Schüler- und Lesebücherei am FLSH hat direkt einige Werke der Autorin Martina Wildner für die Schülerinnen und Schüler bestellt.
* Die digitale Lesung mit der Autorin Martina Wildner in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse des FLSH den Welttag des Buches zu feiern.

Text und Bilder: Birgit Kederer (Lehrerin am Franken-Landschulheim Schloss Gaibach)

Oberstufentheater des Franken-Landschulheims Schloss Gaibachs

Was bietet sich in Zeiten wie diesen besser an, als sich mit „Macht und Ohnmacht“ zu beschäftigen? Zu diesem Ergebnis kamen schnell die sechs Schülerinnen und Schüler des Oberstufentheaters des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach, zumal die von ihnen favorisierten Dramen „Antigone“ (Anouilh), „Faust“ (Goethe) und „Kabale und Liebe“ (Schiller) genau dieses Thema als inhaltliche Gemeinsamkeit haben:

Kreons von oben verordnete staatliche Maßnahme, die Leiche des Polineikos, des Landesverräters, unbestattet vor den Mauern Thebens den Geiern zum Fraß anheim zu geben, stürzt eine ganze Familie ins Unglück. Denn Antigone, seine Nichte, widersetzt sich dem Gebot, indem sie sich auf höheres göttliches Recht beruft. Beim Versuch, ihren Bruder Polineikos zu begraben, wird sie von Kreons Wächtern aufgegriffen. Hätte es eine andere Lösung gegeben? Faust liefert sich nicht bedingungslos der Macht des Mephistopheles aus, sondern bietet ihm mit einer Gegenwette Paroli. Und der Herr glaubt sowieso an ihn, dass er – auch nach Irrungen und Wirkungen – wieder auf den rechten Weg zurückkommen wird und seine Seele nicht unwiderruflich dem Teufel gehört.

Ohnmächtig scheint auch die Bürgerliche Luise Miller dem Intrigenspiel des Hofes ausgeliefert zu sein: Lady Milford hat die Macht, ihr den Geliebten Ferdinand zu entreißen. Doch ist das wirklich so? Sind alleine äußere Machtmittel entscheidend oder gibt es auch eine innere Macht und Größe? Raus aus der Ohnmacht, der Opferrolle, und rein in die eigene Schöpfermacht – zum eigenen Wohl und dem anderer – das ist die Botschaft, die in allen drei gesprochenen Passagen sowie den eigenen Reflexionen deutlich wird. Aus der ursprünglich geplanten reduzierten Bühnenpräsentation ist eine literarische Lesung geworden.

Große Teile wurden von den Schülern im Distanzunterricht mit eigenen Geräten aufgenommen und von Anika Menz in stundenlanger digitaler „Schnipselarbeit“ zu einem Gesamtwerk zusammengesetzt. Die literarische Lesung zu „Macht und Ohnmacht“ kann gerne auf der Homepage der Schule (www.flsh.de) angehört werden kann.

Auf dem Foto: Die Schülerinnen und Schüler des Oberstufentheaters des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach präsentieren stolz ihre literarische Lesung zu „Macht und Ohnmacht“. Im Bild oben (von links nach rechts): Emily Hebenstreit (Q11), Anika Menz (Q12), Mirjam Wehner (Q12) und unten (von links nach rechts): Max Nagler (Q11), Lea Sauer (Q11), Jacqueline Esch (Q12).

Text: Gabriele Stern (Lehrerin am Franken-Landschulheim Schloss Gaibach)
Bild: Anika Menz (Schülerin am FLSH, Q12)



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