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Foto Jürgen Schabel

„Die Schneekönigin“, „Sieben Nächte“ und „Bunbury – Ernst sein ist alles!“ im Bamberger ETA Hoffmann Theater


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BAMBERG – Am 16. November feiert das Weihnachtsmärchen „Die Schneekönigin“ Premiere auf der Großen Bühne des ETA Hoffmann Theaters. Und am 29. November wird dort Oscar Wildes Komödie „Bunbury – Ernst sein ist alles!“ erstmals gezeigt.

Die Nachbarskinder Gerda und Kay sind die allerbesten Freunde. Egal ob Sommer oder Winter, jede freie Minute nutzen sie zum gemeinsamen Spielen im Garten. Eines Tages jedoch verändert sich alles: Kay wird von einem Splitter eines zerbrochenen Zauberspiegels getroffen, der die Eigenschaft besitzt, alles Schöne ins Hässliche zu verkehren.


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Plötzlich will Gerdas Freund nichts mehr von ihr wissen, er ist streitsüchtig, egoistisch und will von zuhause weg. Ein leichtes Spiel ist es somit für die Schneekönigin, den Jungen in ihr Reich aus Eis zu entführen. Obwohl Kay so gemein zu ihr war, gibt Gerda ihn nicht auf und beschließt mutig, ihren Freund aus den Fängen der Schneekönigin zu befreien. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise durch alle Jahreszeiten, begegnet einer Blumenfrau, die sie am liebsten nicht mehr gehen lassen möchte, einem Königskind, einem grausamen Räubermädchen sowie sprechenden Krähen. Schließlich erreicht sie den Palast hoch im Norden. Kay aus seiner Erstarrung zu befreien erweist sich als schwierige Aufgabe, doch die Kraft der Liebe ist stärker als jede dämonische Macht.

Hans Christian Andersens zeitloses Märchen erzählt poetisch und fantasievoll vom Glauben an die Freundschaft, von Mitgefühl selbst ungerechten Menschen gegenüber und von der Entdeckung fremder Welten. Eine bildreiche Geschichte über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens für die ganze Familie!


Hans Christian Andersen DIE SCHNEEKÖNIGIN Weihnachtsmärchen für Menschen ab 5 Jahren | Premiere | Sa. 16.11.19 | 16:00 Uhr | Große Bühne

Regie Kathleen Draeger-Ostermeier
Bühne und Kostüme Lena Scheerer
Dramaturgie Peter Krauch

Besetzung Anne Weise, Daniel Dietrich, Marie-Paulina Schendel, Florian Walter, Oliver Niemeier

Weitere Vorstellungen: 17. November, 03., 04., 05., 06., 07., 08., 09., 10., 14., 15., 16., 17., 18., 19., 20., 21., 22., 26. Dezember, 08. Januar

„Sieben Nächte“ wurde ausgezeichnet mit dem Debütpreis des Lübecker Buddenbrookhauses und lädt ein zu einem nächtlichen Spazierganz durch die Fantasien, Ängste und Utopien der Millenials. Simon Strauß, selbst Jahrgang 1988, hat mit seinem Roman viele Leserinnen und Leser seiner Generation angesprochen, die sich vor dem vielleicht endgültigen Stürzen in Karrieren aus einem stets beschützten sozialen Innenraum heraus nach dem wirklichen Gefühl, der großen Geste, dem Pathos und der Gefahr sehnen.

S. ist auf der Suche nach dem Rausch, begierig auf die Umwege, die noch zu gehen sind, bevor er 30 wird, voll Furcht vor dem Vorgefertigten, der Langeweile, der Saturiertheit. „Der einzige Kampf, der jetzt noch lohnt, ist der ums Gefühl. Die einzige Sehnsucht, die trägt, ist die nach dem schlagenden Herzen.“ Um zu prüfen, ob er sich dem typischen Lebenslauf des jungen, weißen Bildungsbürgers fügen soll, schließt er einen Pakt mit T.: In sieben Nächten soll S. die sieben Todsünden – Hochmut, Völlerei, Faulheit, Habgier, Neid, Wollust und Jähzorn – durchleben, das Geschehene im Morgengrauen jeweils auf sieben Seiten niederschreiben.

Im Rausch von Erleben und Schreiben, in der Dichte der Nacht, die vieles ermöglicht und noch mehr herbeisehnen lässt, verwandelt sich S. in einen Demagogen, in einen Voyeur auf einem Maskenball oder in einen nach Gewinnen lechzenden Besucher auf der Pferderennbahn. Er findet die Sünden im Alltäglichen. S. ist moralisch so frei, dass er ohne Gefahr auf seine sinnlichen Kosten kommt. Große Fehltritte sind nicht möglich, wenn einem alles offen steht. Es scheint keine Tabus zu geben, wo die Möglichkeiten nicht begrenzt sind. So ist S. auf der Suche nach dem Exzess, nach der Erschütterung und dem großen Sturz in die Intensität auf dem Spielplatz des Erwachsenwerdens.

Simon Strauß SIEBEN NÄCHTE Premiere | Fr. 22.11.19 |20:00 Uhr | Studio

Regie Alexander Ritter
Bühne und Kostüme Luisa Wandschneider
Dramaturgie Victoria Weich

Besetzung Denis Grafe, Clara Kroneck

Weitere Vorstellungen: 23., 27., 28. November, 01., 06., 07., 13., 14., 18., 19., 20. Dezember

Das Foto zeigt Schauspieler Denis Grafe
Foto: Lukas Frank

Figurinen Lena Scheerer

„In existenziellen Fragen ist Stil das Entscheidende, nicht Ehrlichkeit.“ Die beiden Dandys Algernon und Jack führen ein Leben in der Londoner Society, das für sie die wirklichen Herausforderungen bereithält: „Natürlich zu sein, ist die schwierigste Pose, die man einnehmen kann.“ Algernon erfindet sich das Alter Ego Bunbury, um ab und zu aufs Land fliehen zu können, und Jack gibt vor, sich in der Stadt um seinen ausschweifenden Bruder Ernst kümmern zu müssen.

Er verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolyn, deren Mutter allerdings wenig begeistert ist, muss sie doch erfahren, dass er ein Waise ist und zudem in einer Handtasche aufgefunden wurde. Kompliziert wird es, als Algernon sich auf dem Land vor Jacks Mündel Cecily als Onkel Ernst ausgibt. Gwendolyn und Cecily sind sich darin einig, nur einen Mann namens Ernst heiraten zu wollen, und unwirsch enttäuscht, als sie die Lügen ihrer Liebhaber erfahren müssen. Aber die „Wahrheit ist selten rein und niemals einfach“ und am Ende bleibt es „eine schreckliche Sache für einen Mann, wenn er feststellen muss, dass er sein ganzes Leben die Wahrheit gesagt hat“.

„The Importance of being Earnest“ ist Oscar Wildes bekannteste Komödie und war der Höhepunkt seines Ruhms. Sein tiefer Fall sollte sich schon am Abend der Londoner Premiere 1895 ankündigen, als der Vater seines Liebhabers die Aufführung stören und Wilde öffentlich als „Sodomiten“ brandmarken wollte. Nach einem Aufsehen erregenden Prozess musste Oscar Wilde zwei Jahre Kerkerhaft und Zwangsarbeit ertragen und ist schließlich verspottet und verarmt im Pariser Exil gestorben. Seine ironisch-eleganten Komödien und seine paradoxen Aphorismen, mit denen er die Jugend und den Rausch feierte, Spießertum verlachte und jede Norm im Gegenteil ausprobierte, sind bis heute ein Geschenk für das Theater

Oscar Wilde BUNBURY – ERNST SEIN IST ALLES! Premiere | Fr. 29.11.19 | 19:30 Uhr | Großes Haus | Deutsch von Sebastian Schug

Regie Sebastian Schug
Bühne und Kostüme Nicole Zielke
Dramaturgie Remsi Al Khalisi

Besetzung Bertram Maxim Gärtner, Daniel Seniuk, Carlotta Freyer, Katharina Brenner, Stefan Herrmann, Ewa Rataj, Eric Wehlan, Paul Maximilian Pira

Weitere Vorstellungen: 30. November, 11., 12., 28., 29., 31. Dezember, weitere Termine folgen

Tickets gibt es an der Theaterkasse (Di.-Sa. 11-14 Uhr; Mi. 16-18 Uhr / Tel. 0951 87 3030; kasse@theater.bamberg.de) oder online auf theater.bamberg.de.

Foto Jürgen Schabel


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