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Im Bild, von links: Bei einem Besuch des Schlossparks in Schwebheim verschafften sich Landrat Florian Töpper, Wolfgang Fuchs (LEADER-Koordinator für Unterfranken), Landschaftsplaner Christoph Tauscher, Kreisfachberaterin Brigitte Goss, Schwebheims dritter Bürgermeister Peter Guse, Landschaftsarchitektin Sigrid Ziesel sowie Britta Ritter (Vorsitzende ortsgeschichtlicher Arbeitskreis Schwebheim) einen Eindruck von der historischen Gartenanlage. Foto: Andreas Lösch/Landratsamt Schweinfurt

Die vielfältige Gartenkultur des Landkreises Schweinfurt dauerhaft sichtbar und erlebbar machen


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Das Projekt Gartenkultur im Landkreis Schweinfurt startete mit der Ausschreibung 2017. Mittlerweile ist ein umfangreiches Konzept entstanden, das in den zurückliegenden Jahren von drei Projektarbeitsgruppen unter der Leitung der Kreisfachberaterin Brigitte Goss und mit Unterstützung der Landschaftsarchitektin Sigrid Ziesel und des Landschaftsplaners Christoph Tauscher vom Büro WGF Nürnberg entwickelt und auf den Weg gebracht worden ist.

Ziesel und Tauscher hatten in den vergangenen Jahren bereits an den LEADER-Projekten Gartenkultur der Landkreise Kitzingen und Haßberge mitgearbeitet. Dies brachte den großen Vorteil, dass durch ihre vorangegangenen Analysen bei den Landkreisnachbarn noch mehr Potentiale im Landkreis Schweinfurt deutlich wurden.


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Das Konzept des Projektes ist im Landkreis Schweinfurt nicht nur auf historische Parkanlagen wie die barocke Gartenanlage Werneck oder die Stufenlinde in Grettstadt beschränkt. Aufgenommen wurden auch zeitgemäße Gartenanlagen, Pflanzungen im öffentlichen Raum, Betriebe mit gartenbaulichen Produkten und private Gärten. Eine Auswahl davon findet sich in der Broschüre „Gartenkultur Schweinfurt, eine kleine Erkundung der Gärten im Landkreis“, die im Landratsamt und bei den Gemeinden ausliegt. Eingeflossen sind auch die vielfältigen naturräumlichen und klimatischen Begebenheiten, die im Raum Schweinfurt die Landwirtschaft und den Weinbau prägen.


In drei Projektarbeitsgruppen haben sich engagierte Bürgerinnen und Bürger und Vertreter von Organisationen sehr erfolgreich eingebracht. Es wurde die Gartenkultur Schweinfurt charakterisiert und analysiert. Dabei diskutierten die Workshop-Teilnehmenden, wie man die Gartenkultur besser vernetzen, pflegen und erlebbar machen kann.

Dass dies gelingen kann, davon ist Landrat Florian Töpper überzeugt. Er unterstützt das Projekt von Beginn an und freut sich über die erfolgreiche Arbeit der Projektgruppen. „Die Gartenkultur des Landkreises Schweinfurt ist ein wesentlicher Beitrag zu unserer regionalen Identität“, sagte der Landrat anlässlich der Präsentation des Konzeptes. „Getragen wird das Ganze durch die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Kommunen, Vereine und Institutionen, die gemeinsam ein gut funktionierendes Netzwerk bilden und sich gegenseitig unterstützen.“

Mit der Konzeption des LEADER-Projektes, das mit EU-Mitteln in Höhe von knapp 24.000 € seitens der Lokalen Aktionsgruppe Schweinfurter Land e. V. unterstützt wurde, sind auch wirtschaftliche Erwartungen verknüpft, da Gartentourismus als Wachstumsmarkt angesehen wird. Der Wunsch, sich in der Freizeit in Gärten aufzuhalten und diese zu besichtigen, nimmt in der Bevölkerung zu und lockt auch Menschen aus anderen Regionen in den Raum Schweinfurt. Gartenkultur soll in der Zukunft als weiteres touristisches Element entwickelt werden. Einzelobjekte sollen in Wert gesetzt und mit freizeitorientierten Angeboten und Aktivitäten verknüpft werden.

Dieses Konzept ist die Grundlage für ein Netzwerk der Gartenkultur, das mittel- bis langfristig auch über die Landkreisgrenzen hinweg etabliert werden soll.

Als ein Schwerpunkt wurden Gartenkultur-Fahrradrouten mit attraktiven Fahrradrastplätzen erarbeitet. Überregionale Radwege wie der Mainradweg sind touristische Frequenzbringer. Die Verweilstationen in Form von kleinen, gestalteten Gärten erhöhen die Aufenthaltsqualität und können auf die Gartenkultur des Landkreises hinweisen und die Radtouristen animieren, den Mainradweg zu verlassen und den Landkreis zu erkunden. Das Landschaftsarchitekturbüro WGF hat hier bereits konkrete Vorschläge mit pflanzlichen Themenschwerpunkten vorgelegt. Mit Sondertouren, wie in das Schweinfurter Oberland und in den Schweinfurter Süden, können Garten- und Fahrradtourismus verknüpft werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Empfehlung der Sanierung historischer Gartenanlagen am Beispiel des Schlossgartens Schwebheim. Die Außenanlagen des Schlosses mit Viehtränke und umliegenden Grünflächen stehen räumlich und funktional im Zusammenhang mit dem Schlossplatz, dem Weg zwischen Kirchplatz und Kräuterpavillon. Mit einer denkmalpflegerischen Grundanalyse, einem Parkpflegewerk und einem Gestaltungskonzept kann die Grundlage geschaffen werden, den öffentlichen Teil des Schlossgartens neu zu beleben und die Geschichte des Schlosses erlebbar zu machen.

Brigitte Goss zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Projektarbeitsgruppen, weist aber darauf hin, dass dies erst der Anfang sei: „Entscheidend ist, was wir jetzt daraus machen“, sagte sie. Ziel müsse es sein, die zahlreichen Ideen umzusetzen und weiterzuentwickeln, die Gartenkultur zu leben, sich um die zahlreichen Gartenobjekte zu kümmern, damit sie dauerhaft erhalten und gepflegt werden.

Im Bild, von links: Bei einem Besuch des Schlossparks in Schwebheim verschafften sich Landrat Florian Töpper, Wolfgang Fuchs (LEADER-Koordinator für Unterfranken), Landschaftsplaner Christoph Tauscher, Kreisfachberaterin Brigitte Goss, Schwebheims dritter Bürgermeister Peter Guse, Landschaftsarchitektin Sigrid Ziesel sowie Britta Ritter (Vorsitzende ortsgeschichtlicher Arbeitskreis Schwebheim) einen Eindruck von der historischen Gartenanlage.
Foto: Andreas Lösch/Landratsamt Schweinfurt

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