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Foto: Peter Hofmann

Eilantrag der Linken: Den „Brunnen“ abtragen, sachgerecht konservieren, entsprechend geschützt einlagern und ihn ins Kulturforum integrieren


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SCHWEINFURT – In einem Dringlichkeitsantrag der Linken zur Stadtratssitzung am Dienstag, den 30.06., geht es um Abbau, Konservierung und Wiederaufstellen des „Brunnens“ (auf dem Bild hinten rechts) an der Ausgrabungsstelle Kulturforum.

Hier der Antrag von Frank Firsching im Wortlaut.


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Dringlichkeitsantrag zur Stadtratssitzung am 30.06.2020


Abbau, Konservierung und Wiederaufstellen des „Brunnens“ – Ausgrabungsstelle Kulturforum

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Remelé,

bei der Begehung der Ausgrabungsstätte Kulturforum am 18. Juni 2020 konnten sich die Ausschussmitglieder des Bau- und Umweltausschusses sowie des Schul- und Kulturausschusses von den Funden und den Gegebenheiten vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen.

Während der Präsentation wurde berichtet, dass nach der kompletten Dokumentation die Gebäudereste aus den verschiedenen Epochen nicht erhalten werden, sondern abgetragen werden und dem Neubau Platz machen.

Um den Brunnen erhalten zu können ist der Antrag dringlich, damit die Abtragung nicht erfolgt ist, bevor der Stadtrat darüber befinden konnte.

Antrag:

Foto: Peter Hofmann

Der Stadtrat der Stadt Schweinfurt beschließt, den „Brunnen“ als Fund so vollständig wie möglich abzutragen, sachgerecht konservieren zu lassen und entsprechend geschützt einzulagern. Nach Möglichkeit sollte noch weiter in Richtung Brunnensohle aufgegraben werden.

Die Stadtverwaltung wird zudem beauftragt, ein Konzept zur Integration des Brunnens ins Kulturforum zu erstellen.

Beispielsweise könnte im Foyer des Kulturforums dieser Fund wieder an einem zentralen Ort aufgestellt werden. Eine Platzierung im Innenraum wäre wünschenswert, um den „Brunnen“ vor weiteren Witterungseinflüssen zu schützen. Eine erklärende Tafel soll auch Herkunft, vermutliches Umfeld und Gebrauch des „Brunnens“ für die Öffentlichkeit erläutern.

Begründung:

Bedauerlicherweise sind im Stadtgebiet kriegsbedingt nicht allzu viele Überreste aus alter Zeit zu finden. Schon gar nicht aus der Zeit der Stadtgründung. Es gilt daher, das archäologische Erbe als Quelle gemeinsamer Erinnerung zu schützen.

Es lässt sich so anhand dieses Funds illustrieren, wie das Leben „damals“ für die Schweinfurt war. Auch kann man hier einen Bogen zum nahegelegenen Stadtarchiv schlagen und dort zum Beispiel passende Schriftstücke, Stadtansichten und andere Gegenstände präsentieren.

Fotos: Peter Hofmann

Foto: Peter Hofmann


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