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Fahr mal hin: „Die „Och“- und „Uff“-Tour entlang der Tauber mit lauter netten Städten – MIT VIELEN FOTOS!


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CREGLINGEN / UFFENHEIM / BAD MERGENTHEIM – Das Wetter war bestens, eigentlich wäre SW1.News-Reporter Michael Horling an diesem Samstagnachmittag mit Partnerin Petra in Sachen Fußball unterwegs gewesen und mutmaßlich bei irgendeinem Ligapokalspiel. Corona freilich verhindert allen Sport – und deshalb ging es auf eine nette Tour kaum 100 Kilometer entfernt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten vor allem entlang der Tauber.

„Taubergrund“ heißt die Region, in die man von Schweinfurt aus am besten über die Autobahn A7 anreist. Wer nicht schon bei Würzburg für den etwas kürzeren Weg abfahren will, macht es wie Michael Horling weiter südlich und und startet die Tour in einer Nicht-Tauber-Stadt:


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„Uffenheim war unsere erste Stadtion. Mittelfranken, 6502 Einwohner, das durchaus sehenswerte Wiesengrund-Stadion, eine beschauliche, aber weitestgehend tote Altstadt mit jedoch ausgewiesenen 35 historischen Baudenkmälern vom Marktgräflichen Schloss bis zum Ansbacher Tor.


Wir parkten nahe des Stadion, liefen danach über den Schlossplatz die wenigen Meter in die Altstadt, über den Schweinemarkt und den Marktplatz wieder zurück. Wer trubeliges Leben erwartet, ist hier relativ falsch. Aber sehenswert sind einige der Bauwerke dennoch. Sogar der alte Gasthof zur Traube, der noch Bier der Brauerei Geuder anbietet, die es in Uffenheim lange schon nicht mehr gibt, dazu Fränkische Küche, gepflegte Frankenweine und Fremdenzimmer. Leider gibt´s (anscheinend schon lange…) keinen Pächter mehr… Toll natürlich das Autokennzeichen: UFF! Möglich wären aber auch NEA oder SEF für Neustadt an der Aisch und Scheinfeld.

Auf nach Creglingen: Endlich sind wir an der Tauber und im TBB oder MGH-Bereich. Von den knapp 4700 Einwohnern hat der Hauptort rund 1700 und mit dem Gasthof zum Lamm natürlich auch ein historisches und leer stehendes Wirtshaus gleich am Stadteingang, in das man zu gerne einkehren möchte. Also: Nach dem Corona-Lockdown.

Creglingen hat ein beschauliches Stadtbild zu bieten im Kern, 12 Sehenswürdigkeiten verbindet ein Rundgang, auf dem man beispielsweise ein Romschlössle, die historische Apotheke oder das Lindleinsturm- und das Fingerhut-Museum besichtigen kann (wenn denn geöffnet ist…). Angebotene Besonderheiten des Tourismusverbandes sind Duftrosen-, Schneball- und Brotback-Seminare, das Wohnen im Schlosserturm oder das Übernachten im Schägerkarren.

Zurück nach Unterfranken nach Röttingen mit dem OCH als Alternative zum WÜ: 1668 Einwohner hat das Städtchen, mit dem Gasthaus Fränkischer Hof am Marktplatz wieder ein leer stehendes Objekt in an sich bester Lage. Das Wirtshaussterben schmerzt, auch Corona, weshalb das Weinmuseum in der Burg Brattenstein geschlossen ist, in dessen Hof im Sommer jährlich die Frankenfestspiele Röttingen stattfinden. Die von 2020 wurden verschoben auf 2021. Zahlreiche Fachwerkhäuser lassen auch hier Engelchen und Teufelchen auf den Schultern sitzen. Engelchen sagt: „Wow, ist das hier romantisch, hier kaufen wir uns ein altes Haus und renovieren es!“ Darauf Teufelchen: „Was wollen wir in diesem mausetoten Ort?“ Aber: Man hat seine Ruhe – und für Touristen zum Anschauen ist´s ein Traum!

Nächste Station, wenige Kilometer tauberabwärts: Weikersheim, 7512 Einwohner mit seinen acht Teilorten, wieder ein Altort mit viel Leerstand, darunter dem einstigen Hotel Garni Württemberger Hof, der nun allerdings mit Büros genutzt wird. Der Vorteil des einstigen „Wighartesheim“: Das Schloss gleich neben dem sehenswerten Marktplatz zieht zahlreiche Touristen an, der riesigen Stadtpark parallel zum Schlossgarten ist fast genauso groß wie die Altstadt mit ihren paar netten Gassen.

Was nun folgte, war wieder ein paar Kilometer weiter in Richtung Westen eine Station ohne Stadt, dafür folgte eine unerwartete kleine Wanderung schon nach 16 Uhr. Es dämmerte bereits, trotzdem war der Parkplatz unweit des Wildparks von Bad Mergentheim prall gefüllt und stellten noch immer Menschen den Wagen ab, um von dort auf der Höhe die rund zwei Kilometer gut ausgebauten Weges zu laufen zur Burg Neuhaus bei Igersheim, zu der wir an sich fahren sollten. Doch das ist nicht so gerne gesehen, zudem gibt es dort keine Parkplätze.

Also folgten zusammen fast eine Stunde zu Fuß, der Rückweg beinahe schon im Dunkeln. Zu einer Anlage, bei der die Ruine eine der vielleicht sehenswertesten weit und breit ist. Beim Hinweg konnten wir den Blick auf das Taubertal genießen, auf dem Rückmarsch überlegten wir uns, wie dieser Tagesausflug enden würde können. Denn an sich hatten wir ja noch zwei Städtchen vor uns.

Und die besuchten wir dann auch noch: Zunächst Bad Mergentheim gleich neben Igersheim. Über 22.000 Einwohner, ein nettes Schloss, für das wir leider keine Zeit hatten. Außerdem war es nun stockdunkel. Es reichte gerade mal für einen Blick in die noch sehr belegte Fußgängerzone mit ein paar namhaften Fachgeschäften. Vor und hinter dem Rathaus auf dem Marktplatz waren Bratwurst- und Glühweinbuden aufgebaut. Eine tolle Idee, da die Bevölkerung mit Masken Abstand hielt, aber dennoch so einen Grund hatte, sich in kleinen Gruppen im Freien zu treffen.

Laude stand als letzte Stadt auf dem Plan: 15.000 Einwohner zusammen mit Königshofen, MGH und TBB auch hier als Autokennzeichen (Tauberbischofheim schafften wir anschließend nicht mehr). Durch Laudas Altstadt gibt es einen kulturellen Rundgang mit 27 Stationen, der in der Finsternis wenig Sinn machte. Rund um Rathausstraße und Marktplatz, beides gegen 18 Uhr völlig leblos, befinden sich die meisten Gebäude.

Ich war schon nach dem Abstellen des Autos zufrieden, denn wir parkten direkt beim Fußballplatz des FV Lauda, einst mal ein Drittligist. Nach einem Kurzmarsch durch den Altort fiel uns noch ein, dass wir ein heimisches Bier der Brauerei Herbsthäuser mit nach Hause nehmen wollten und mindestens eine Flasche Wein, denn das Taubertal ist – wie übrigen auch Röttingen – für den Rebenanbau bekannt. Das riesige Tauber-Einkaufs-Center bot die beste Auswahl.

Also auf nach Hause, rund 90 Kilometer über nun die Autobahn A 81, durch Würzburg hindurch und dann mit einem finalen letzten Ziel vor der Heimkehr: Bei Mario, das Sportheim des SC Weyer, schnell noch zwei bestellte Pizza Mary mitgenommen für daheim. Ein toller Ausflug, sehr zu empfehlen!“

 



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