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Kulmbacher Museumsbock schon seit Weihnachten, zahlreiche Sonntagsführungen im Mönchshof


Eisgeliebt

KULMBACH – Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister der Gläsernen Museumsbrauerei, hat auch in diesem Jahr wieder den beliebten hellen Museumsbock als das für die kalte Jahreszeit besonders passende Bier eingebraut. Dieses eignet sich für besonders zum in Oberfranken beliebten traditionellen „Stärk‘ antrinken“ am 6. Januar.

Bereits seit Montag, 20. Dezember 2021, steht es frisch abgefüllt für die Liebhaber stärker gebrauter Biere im örtlichen Getränkefachhandel sowie in der Museumsbrauerei im Kulmbacher Mönchshof zur Abholung bereit.


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Laut Sebastian Hacker ist der helle Museumsbock auch dieses Jahr wieder gut gehopft und weist eine feine Hopfenbittere auf. Das hoch vergorene, unfiltrierte Bier hat einen Alkoholgehalt von 7,4 Prozent und eine Stammwürze von 17,0 Prozent. Der Museums-Braumeister schwärmte: „Dieses Bockbier passt wieder sehr gut zur traditionellen Weihnachtsgans oder allerlei fränkischen Festtagsbraten mit Klößen und Kraut sowie vielen anderen deftigen Speisen.“


So standen zum Weihnachtsfest in diesem Jahr fünf verschiedene Biersorten aus der Museumsbrauerei bereit: der ganzjährige Urtyp, das weihnachtliche Lebkuchenbier, ein Hellbier, die „Rote Hilde“ und eben der helle Museumsbock.

Oberfränkische Brauchtumspflege zuhause

In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, die letzte der Rauhnächte, pflegt man im Mönchshof normalerweise einen alten oberfränkischen Brauch: das „Stärk´ antrinken“. Dazu trifft man sich traditionell im Familien- oder Freundeskreis, um sich – zum Beispiel bei einem guten Glas Bier – gemeinsam Mut und Kraft für die anstehenden Aufgaben des neuen Jahres zu holen. Die Ursprünge dieses Brauches gehen wohl auf die alten Kelten zurück. Nach altem Volksglauben war die gesamte Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig – die Rauhnächte – mit den düsteren, kalten Tagen und den langen sturmbrausenden Winternächten mit altem Dämonenglauben und vielerlei Abwehr-, Verbots- und Orakelbräuchen verbunden.

„Die Nacht vom 5. auf den 6. Januar war die letzte, oberste und gefährlichste aller Rauhnächte, man nannte sie auch die Wutingnacht. Das sogenannte „Stärkeantrinken“ ist wahrscheinlich der Rest eines alten germanischen Trunkopfers, das am Tag der Wende der Sonne, am Julfest, den Göttern dargebracht wurde: dem Altvater Wotan, dem Sonnengott Feir und seiner Gemahlin Freia. Man versammelte sich mit Freunden und Stammesgenossen zu mehrtägigem Gelage. Auf den Tag gekommen ist der Brauch, sich in dieser Nacht zusammenzusetzen und sozusagen Kraft auf Vorrat zu tanken. Stärke wird in Zeiten wie diesen besonders gebraucht für‘s neue Jahr – jeder braucht sie an seinem Platz, in dieser besonderen Zeit …“, erklärt Museumsleiter Bernhard Sauermann.

Sonntagsführungen im Mönchshof:
Termine Januar 2022

 Immer sonntags um 10.30 Uhr
 23. Januar: Familienführung – Wasser ist Leben
 Um Voranmeldung wird gebeten.

Auch im Januar bieten die Museen im Kulmbacher Mönchshof jeweils am Sonntagvormittag 2., 9., 16., 23. und 30. Januar 2022 um 10.30 Uhr eine Sonderführung im Wechsel durch eines der Museen im Kulmbacher Mönchshof. Sowohl Einheimische als auch Besucher aus Nah und Fern haben so die Gelegenheit, Wissenswertes rund um die Lebensmittel Bier, Brot und Gewürze sowie die dazugehörenden Handwerke kompakt aus fachkundigem Munde zu erfahren.

Auftakt im neuen Jahr 2022 macht am Sonntag, 02. Januar 2022, eine Führung durch das Bayerische Bäckereimuseum. Dieses steht auch am Sonntag, 23. Januar 2022, im Fokus einer Sonntagsführung: Dann geht es im Rahmen einer lehrreichen, spannenden und unterhaltsamen Führung für die gesamte Familie rund um das Thema „Wasser ist Leben“.

Die großen und kleinen Teilnehmer begeben sich dann im Bayerischen Bäckereimuseum auf die Spuren des „nassen Elements“: Sie betrachten die Landwirtschaft im Reigen der Jahreszeiten, lauschen der klappernden Mühle am rauschenden Bach und erfahren, welche Rolle das Wasser in der Backstube für das Backen von Brot spielt.

Das Bayerische Bäckereimuseum

Im Bayerischen Bäckereimuseum treffen die Besucher als Erstes auf das alte Backhaus aus dem 17. Jahrhundert: Man hat das Gefühl als würde die Hexe aus „Hänsel und Gretel“ jeden Augenblick um die Ecke kommen.

Landwirtschaftliche Abhandlungen „vom Halm zum Korn“ geben dann den Blick frei auf die dreistöckige Neids-Mühle, die seit 1526 in der Nähe von Thurnau Korn zu Mehl verarbeitet hat. Im Jahr 1956 wurde der Müllerbetrieb eingestellt. Hier können sich die Teilnehmer am Rundgang über Antriebsarten historischer Mühlen und unterschiedliche Mehlsorten informieren.

Rund um die alte Backstube ist das Thema „vom Mehl zu zum Brot“ dargestellt. Welche Gebäckarten gibt es? Welche Zutaten werden benötigt und wie werden die verschiedenen Gebäckarten zubereitet? Welche Maschinen und Backformen werden verwendet? Welche Essgewohnheiten sind uns überliefert? Auf all diese Fragen erhalten die Besucher Antworten von den Museumsführern.

Kleine Ausflüge in verschiedene Epochen, wie das alte Ägypten, das Römische Reich, das Mittelalter, in die Zeit der Industrialisierung und in das hier und heute, bieten spannende Einblicke in längst vergangene Zeiten und die Gegenwart. Kurz und gut: von ägyptischer Backkultur bis zur heutigen Brotsortenvielfalt – all das erfahren die Besucher bei der Führung durch das Bayerische Bäckereimuseum.

Kultur und Genuss unter einem Dach

Gemäß des Mottos „Kultur und Genuss unter einem Dach“ empfiehlt es sich, im Anschluss an den Museumsbesuch im Mönchshof-Bräuhaus einzukehren.

Öffnungszeiten unter:
https://www.mönchshof.de/braeuhaus.html

Termine Sonntagsführungen Januar 2022:

02.01.2022: Bayerisches Bäckereimuseum
09.01.2022: Deutsches Gewürzmuseum
16.01.2022: Bayerisches Brauereimuseum
23.01.2022: Bayerisches Bäckereimuseum –

Familienführung “Wasser ist Leben“
30.01.2022: Deutsches Gewürzmuseum

Die Führungen dauern jeweils ca. 60 Minuten und kosten für Erwachsene Euro 10,- und für Kinder Euro 5,-. Die Plätze sind begrenzt.
Um eine Voranmeldung wird gebeten – unter Beachtung der tagesaktuell gültigen Vorgaben zu Sicherheits- und Hygienevorschriften.
Aktuelle Informationen unter www.kulmbacher-moenchshof.de

Sonntags, 10.30 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten Eintritt inkl. Führung:
Erwachsene 10,00 € und für Kinder 5,00 €
Voranmeldungen unter:
Telefon 09221 805 14 oder info@kulmbacher-moenchshof.de

Öffnungszeiten der Museen im Kulmbacher Mönchshof:
Dienstag bis Sonntag 10:00 Uhr – 17:00 Uhr durchgehend

Kontakt:
Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V.
Dr. Helga Metzel | Geschäftsführung
Hofer Str. 20 | 95326 Kulmbach
Tel.: 09221/805-11 | Fax: 09221/805-15
helga.metzel@kulmbacher-moenchshof.de

www.kulmbacher-moenchshof.de


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