Home / Specials / SWrockt / Musik, zwei, drei, vier….: Mit Bands an allen Samstagen will Schweinfurt seine Innenstadt retten

Musik, zwei, drei, vier….: Mit Bands an allen Samstagen will Schweinfurt seine Innenstadt retten


Messing Tore Türen Antriebe Hofheim

SCHWEINFURT – Man mag darauf hoffen, so richtig daran glauben aber? Nun ja…. „Schweinfurt beleben, Verbindungen schaffen“, so lautet das hochgreifende Motto einer Idee, für die Innenstadt 2022 ein Feuerwerk abzuschießen. Präsentiert wurde das Konzept nun im Schweinfurter Stadtrat. Und erntete zumindest dort komplette Begeisterung.

Mit der Kulturamtsleiterin Andrea Brandl und dem Citymanager Thomas Herrmann durfte ein hauptberufliches Duo das vorstellen, was im nächsten Jahr bahnbrechend für tausende Menschen auf dem Marktplatz und drumherum sorgen soll. Man mag das ja durchaus würdigen wollen. Aber: Die Ideen sind alles andere als innovativ und sorgen sicherlich nicht für das erwünschte Alleinstellungsmerkmal Schweinfurts, so wie eigentlich erhofft.





Als da wären: Ein Kultursommer 2022 von März bis Oktober und vom Kesslerfield bis zur Innenstadt. Klingt toll. Genauso wie die Ankündigung, an 25 Samstagen im Jahr Straßenmusik zu bieten. Super! Nur: Sorgt das dafür, dass die Bevölkerung der Haßberge künftig nach Schweinfurt statt nach Bamberg fährt? Oder die Menschen aus dem Kitzinger Weinland anstelle nach Würzburg in die Heimat der Kugellager? Man muss befürchten. Nein!


„Wir bieten etwas, was andere Städte nicht haben“, lobte dennoch Stefan Funk (CSU). Dass die Kultur eine Hebelwirkung habe, hätten nun auch die Kollegen erkannt, freute sich Ralf Hofmann (SPD), der aber „Wasser in den Wein gießen“ musste und als hauptberuflicher Veranstalter auf erhebliche Kosten hinwies und auch einen personellen Aufwand.

Finanziert werden soll alles durch einen Sonderfond für Innenstädte (50.000 Euro), erhoffte 20.000 Euro Zuschuss vom Bezirks und vom Etat für das Theater, dessen Betrieb ja noch bis 2024 wegen des Umbaus ruht. Oberbürgermeister Sebastian Remelé wollte dann auch über die Wiedereröffnung hinaus nicht die Erwartungshaltung vermitteln, so ein Kultursommer könnte zu einer städtischen Konstante werden.

Lobenswert freilich ist die Idee, von März bis Oktober jedes Wochenende etwas zu bieten. Mit eben Straßenmusik, den bekannten Events wie Stadtfest, Volksfest, schweinfurt@night (wohl mit einem „Schweinfurt leuchtet“), Weinfest, Pflasterklang, Nachsommer oder dem nächstes Jahr wieder geplanten Mittelalterfest Mitte September.

Dazu kommt erneut eine große Bühne an diesmal aber nur drei Wochenenden im Juli auf dem Kesslerfield, ansonten eine kleine Bühne wohl vor der Kunsthalle (um auch Galeria Kaufhof und Stadtgalerie etwas Gutes zu tun), ein Kinderprogramm in der Innenenstadt (für die Zeit, während die Eltern shoppen sollen), ein Platz für die Feier des 150-Jährigen der Musikschule. Die einzelnen Bürgerfeste wie diverse Kirchweihen oder das Walpurgisgericht in Oberndorf ergänzen den Kalender zusätzlich. Für die Klassikfreunde planen sogar die Bamberger Symphoniker einen Besuch.

Ob das freilich letztlich die Innenstadt dermaßen belebt, um endlich den vielen Lehrstand zu beseitigen? Man kann für Schweinfurt nur die Daumen drücken. Doch man hätte den Initiatoren durchaus auch etwas Mut zu wirklich innovativen Ideen gewünscht. Stichwort Alleinstellungsmerkmal.


ANZEIGE - Heute mal ausgehen/bestellen? Wie wäre es mit:
Maharadscha
Naturfreundehaus
Aktopolis Kostas


Nutze die kleine rote Glocke unten rechts um aktuell informiert zu werden!
Folge uns auf Facebook | Instagram


© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!