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„Schweinfurt hilft Schweinfurt“ ist für viele Menschen oft die letzte Rettung: Stiftung lockert Vergaberichtlinien zugunsten der Bedürftigen


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SCHWEINFURT – Die finanzielle Lage ist bei der alleinerziehenden Mutter einer dreijährigen Tochter aus Schweinfurt wie auch bei der fünfköpfigen Familie mit Wohnort im Landkreis ausgesprochen angespannt. Beiden Familien konnte die 1993 von der Redaktion des Schweinfurter Tagblatts und der Diakonie gegründete Stiftung „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ im zurückliegenden Jahr aus ihren Notlagen helfen.

Der jungen Mutter finanzierte die Stiftung einen neuen Herd. Das alte, vor Jahren gebraucht gekaufte Küchengerät hatte seinen Geist ebenso aufgegeben wie die in die Jahre gekommene Waschmaschine der Familie aus dem Landkreis, für die jetzt eine noch dazu energieeffiziente neue Maschine die Wäsche wäscht.


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Geholfen werden konnte laut einer Pressemitteilung der Stiftung auch einer bald vierköpfigen Familie aus Schweinfurt, deren bestehendes Einkommen (Arbeitslosengeld II) nicht ausreicht, um Ersatz für das bei einem Umzug irreparabel beschädigte Kinderbett zu beschaffen. Zugleich erfüllte die Stiftung den Wunsch nach einem günstig erstandenen Kinderwagen. Einem in der Schweinfurter Obdachlosenunterkunft  lebenden Mann kaufte die Stiftung auf seinen Antrag hin warme Kleidung. In sein Zimmer war eingebrochen und seine Klamotten gestohlen worden. Die Stiftung zahlte auch ein neues Türschloss.

Im zurückliegenden Jahr half die Stiftung 38 Mal und gab dafür rund 8500 Euro aus. Gegenüber 2017 mit 61 genehmigten Anträgen und einer Auszahlung von rund 13.000 Euro war 2018 also ein vergleichsweise „ruhiges“ Jahr. Das und die erfreulicherweise wieder ansteigende Spendenfreudigkeit veranlasste die Akteure um die Kuratoriumsvorsitzende Christiane Michal-Zaiser und den derzeitigen Stiftungsvorstand Jochen Keßler-Rosa deshalb bei der turnusmäßigen Frühjahrsversammlung zu einer Änderung der „Vergaberichtlinien“.


Statt bisher maximal 150 Euro für eine Einzelperson und auf 300 Euro gedeckelte Beihilfe bei Familien liegen die Grenzen jetzt bei 200 beziehungsweise 500 Euro. Angehoben wurden auch die Höhe bei Anschaffungen, die beispielsweise bei einer Waschmaschine jetzt bei bis 400 und bei einem Einzelbett bei bis 250 Euro liegt. Die Wartezeit für eine erneute Hilfe wurde von drei auf künftig zwei Jahre reduziert.

Die Anträge an „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ kommen überwiegend von den Sozialdiensten der Wohlfahrtsverbände Diakonie, Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen, von gesetzlichen Betreuern, der Tagesklinik für psychisch Kranke, pro Familia und den Migrationsberatungsstellen vom Paritätischen und dem Roten Kreuz. Kuratoriumsmitglied Uwe Kraus kümmert sich in seiner Funktion als Leiter der Sozialen Dienste bei der Diakonie um die Fälle und die Verteilung der Mittel im vorgegebenen Rahmen. Die Stiftung sei für viele „der großteils völlig abgebrannten Antragsteller“ die letzte Rettung aus einer Notlage, berichtete Kraus.

Nach einer Delle beim Spendenaufkommen 2017 ging es 2018 mit über 20.000 Euro an Spenden wieder aufwärts, freute sich die Schweinfurter Rechtanwältin und Stadträtin Michal-Zaiser. Diakoniechef Keßler-Rosa dankte dabei vor allem der VR-Bank, Mercator-Leasing, der Firma SKF, der Firma Die Brille und dem Schaeffler-Betriebsrat für die Überweisung vierstelliger Beträge. Dank sagte er der Biblischen Gemeinde als regelmäßigem Spender und der Übergabe eines Aktienpakets im Wert von rund 20.000 Euro durch eine Privatperson.

Möglich wird dadurch die erneute 10.000-Euro-Finanzspritze fürs Projekt „FIT beim Energiesparen – Energieberatung für einkommensschwache Haushalte“. FIT wurde durch die evangelische Landeskirche angestoßen und wird von der Diakonie weitergeführt. Fürs Jahr 2017 liegen die Zahlen vor: In 79 von Stromsperren bedrohten Haushalten suchten und fanden die Energieberater die Stromfresser, die auch mit Unterstützung der Stiftung gegen neue Geräte ausgetauscht wurden.  Zum FIT-Projekt gehören auch Gespräche mit den Energieversorgern mit dem Ziel, drohende Energiesperren abzuwenden.

Einstimmig verabschiedet haben Stiftungs- und Kuratoriumsmitglieder eine durch den Rücktritt der früheren Tagblatt-Redaktionsleiterin Susanne Wiedemann als Stiftungsvorsitzende nötige Satzungsänderung. Neu geregelt ist bei der erwarteten Genehmigung durch die Stiftungsaufsicht die künftige Zusammensetzung beider Gremien mit Akteuren von Diakonie, der Mediengruppe Main Post  und unabhängigen Mitgliedern, deren Zahl von jetzt sieben auf neun erhöht werden kann.

Wer helfen will: Konto „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ bei der Sparkasse Schweinfurt: IBAN DE15 7935 0101 0000 0323 26. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch von der Diakonie ausgestellt.



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