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„Das Ende einer Floßfahrt“: Die Grünen im Schweinfurter Stadtrat sehen sich mit ihrer Meinung zum „Ronald McDonald Elternhaus“ im Recht


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Schweinfurt – Geballten Widerspruch ernteten 2010 die beiden Grünen-Stadträte von Schweinfurt für ihre Zweifel und ihre Kritik an dem sogenannten „Ronald McDonald Elternhaus-Konzept“. Die Absicht, den Eltern kranker Kinder zu helfen, fanden Roland Schwab und Marc-Dominic Boberg gut und lobenswert. In ihrer damalige Einschätzung, dass alles jedoch wie eine Marketingmaßnahme des Fastfoodkonzernes wirke, fühlten sie sich nun aber nach dem Aus für ein Elternhaus und dem brüsken Rückzug der Stiftung aus Schweinfurt bestätigt. Auch die jahrelange Nichtberücksichtigung des Ruderclubs zeige laut einer Pressemeldung der Grünen, „dass bei diesem Projekt die Öffentlichkeitsarbeit wichtiger als die Realitäten der Umsetzung waren“.

Großen Dank richteten Boberg und Schwab darum erneut an den Kinderklinikchefarzt Dr. Herrmann und lobten seinen Mut, die Ablehnung der Eltern und auch fachliche Zweifel gegenüber dem Haus zu äußern. Demgegenüber zeigten die Anmerkungen des Leopoldina-Geschäftsführers Schmuker „eine bedauerliche Distanz zu den Interessen und Wünschen der Eltern. Seine Argumentation für den Rückzug ist nicht nachvollziehbar“, schreiben die Grünen. Schließlich hätte ihm der von ihm ins Feld geführte Vorzug der Eltern für das ‚Rooming in‘ seit Jahren bekannt sein und in die angebliche ‚Bedarfsanalyse‘ einfließen müssen. Denn nach seinen eigenen Aussagen wären „bauliche Veränderungen mit erheblichen Investitionen in die Kinderklinik“ veranlasst worden. Dadurch habe „die Zufriedenheit mit dem ‚Rooming in‘ erheblich zugenommen“.


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Daraus lasse sich folgern, so die Bündnisgrünen, dass nicht neue Erkenntnisse das ‚Floating Home‘ versenkt hätten, sondern die Aussicht auf eine nicht zu kaschierende Fehlinvestition. Diese wäre dann jedoch dem Ziel einer positiven Imagekampagne für den Konzern zuwider gelaufen. Dazu passe auch, dass bei der ‚Beerdigung‘ weder der örtliche Franchisenehmer, noch die ‚Präsidentin des Freundeskreises‘ anwesend waren – „keine Werbung, keine Köpfe“, nennen es die Grünen. Ganz im Gegensatz dazu wäre es während der letzten Werbe-Veranstaltung auf dem Main im Dezember 2011 beim ‚Photo-Shooting‘ an der Reling ganz schön eng geworden.


Auch bei den Übergaben der Spenden aus der Region sei die Erwähnung des Firmennamens wichtiger gewesen, als die Höhe der jeweiligen Spende. Gleichwohl habe sich gezeigt, „dass die unverschämte Forderung der Stiftung auf Namensgebung für das Projekt bei nur einem Drittel der Finanzierung die Menschen in der Region nicht besonders zum Spendensammeln animierte“. Die Grünen nennen gesammelte ca. 100 000 € statt geforderter 500 000 bis 1 Mio €.

Dass dann trotz ehrenamtlicher Zuarbeit den Eltern immer noch eine Miete vonca. 600 € pro Monat für die Räume abverlangt werden sollte und das Leopoldina „mittels eines Knebelvertrages für Nichtauslastung Zahlungen hätte leisten müssen, möge vielleicht in den USA normal sein, bei uns in Deutschland sei dies jedenfalls nicht üblich“, so Boberg und Schwab.

Demgegenüber habe die Verwaltung der Stadt und des Leopoldina – „offensichtlich ohne die sogenannte Bedarfsanalyse zu prüfen“ – ein Projekt kostenträchtig unterstützt und mit vorangetrieben, das letzlich auf ‚tönernen Füßen‘ stand und z.B. bei der Entfernungsangabe zum Krankenhaus auch noch „mit unwahren Zahlen trickste“. Die beiden Grünen im Stadtrat sprechen sich dafür aus, den tatsächlichen Bedarf an Unterstützung für die Eltern kranker Kinder seriös zu ermitteln. Falls sich daraus ein Bedarf für bauliche oder andere Maßnahmen ergäbe, sei darüber nicht nur im Aufsichtsrat des Leo, sondern auch in den Gremien des Stadtrates zu sprechen. Aufgrund dessen seien auf die Schweinfurter Verhältnisse passende Antworten zu entwickeln. „Spendenquittungen für solch ein Projekt von Stadt und Krankenhaus könne die Stadt auch selbst ausstellen“, endet die Pressemeldung.


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