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„Frauen und Kinder zuerst“ – oder doch lieber mSTaRT? Alle Hilfsorganisationen im Rettungsdienstbereich Schweinfurt schulen


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SCHWEINFURT – Ab einer bestimmten Patientenzahl wie zum Beispiel einem Massenanfall von Verletzten (MANV) ist eine Sichtung durch den leitenden Notarzt bzw. anwesende Notärzte in einem medizinisch sinnvollen Zeitrahmen nicht mehr leistbar. Hier greift das mSTaRT-Schema bei dem Patienten von Rettungsdient – Fachpersonal vorgesichtet werden. Eine Zertifizierte mSTaRT-Schulung wurde von zwei Lehrkräften vom „Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungsdienst (ANR)“ der LMU München im BRK-Kreisverband Schweinfurt für Multiplikatoren aus dem gesamten Rettungsdienstbereich (RDB) Schweinfurt (Landkreise NES, HAS, KG, SW) am 14.07.2012 beim Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Schweinfurt, durchgeführt.

In Deutschland wurde das Konzept „mSTaRT“ im Jahr 2004 von der Berufsfeuerwehr München in Zusammenarbeit mit der LMU München entwickelt und vorgestellt. Hinter der Abkürzung mSTaRT verbirgt sich der Begriff „Simple Triage and Rapid Treatment“ – das m steht hierbei für modifiziert (modified), da das Sichtungsverfahren sowohl für Erwachsene als auch für Kinder anwendbar ist. Im Rahmen von Großschadensereignissen sind Strukturen notwendig, welche die Versorgung von Patienten auch unter schwierigsten Voraussetzungen ermöglichen. Hierzu gehört, schnell und zuverlässig den Zustand des einzelnen Patienten zu erkennen und für nachrückende Einsatzkräfte entsprechend sichtbar zu machen. Nach der Vorsichtung wird der gekennzeichnete Patient zum delegierten Sichtungsarzt verbracht der die Sichtungskategorie bestätigt und die Behandlung oder den Transport anordnet. Somit werden keine Ressourcen vergeudet, welche zur Behandlung dringend benötigt werden. Verschiedene Mitarbeiter aller Hilfsorganisationen im Leitstellenbereich Schweinfurt (Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter und Arbeiter Samariter Bund) wurden hierbei zu Multiplikatoren ausgebildet, welche im Anschluss dieser Veranstaltung alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in „mSTaRT“ ausbilden werden. Die Teilnehmer erlernten den wissenschaftlichen Hintergrund der Vorsichtung, das Ablaufschema bzw. den Algorithmus hinsichtlich der Organisation und Umsetzung und konnten in Anwendungsbeispielen bzw. Übungen ihr Wissen vertiefen. Der Multiplikatorenlehrgang schloss mit einer Prüfung sowie einer  Abschlussbesprechung inkl. Zertifikatübergabe ab.


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„Das Problem bei mehreren Verletzten ist es, sich auf eine Sichtungskategorie und somit auf eine Behandlungspriorität eines Patienten festzulegen. Da kann es nicht nach dem Prinzip gehen „Frauen und Kinder zuerst“. Hier muss nach einem festgelegten Schema vorgegangen, und die Patienten nach dem Schweregrad ihrer Verletzungen weiterversorgt werden. Der Lehrgang hat hier keine Unklarheiten offen gelassen und es war genügend Zeit zu üben“, so ein Teilnehmer des Lehrgangs.

„Richtiges Handeln und Reagieren bei Großschadenslagen kann flächendeckend nur durch ein komplexes Hilfeleistungssystem zwischen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und dem Hauptamt der Hilfsorganisationen erfolgen. Da sich alle Durchführenden im Rettungsdienstbereich Schweinfurt an der Schulung beteiligt und mitgewirkt haben sind wir hier im gesamten Rettungsdienstbereich flächendeckend präsent und können so für die Patientensicherheit garantieren“, so die beiden Organisatoren der Veranstaltung und Rettungsdienstleiter Marc Beier (MHD Schweinfurt) und Florian Biber (BRK Schweinfurt).


Ereignisse in der Vergangenheit belegen, dass durch die Vorsichtung durch Fachpersonal im Rettungsdienst nach mSTaRT, nicht nur bei Patienten mit einer hohen Behandlungspriorität eine schnellere und geregeltere Versorgung bzw. ein zügigerer Abtransport  ins Krankenhaus erfolgt.



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