19. 09. 2017
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KUNST hoch 20: Zum 20-jährigen Bestehen zeigt der KulturPackt e.V. im ehemaligen Weltkriegs-Bunker am Spitalseeplatz Zeitgenössisches – JETZT MIT VIELEN FOTOS!



SCHWEINFURT – Zu seinem 20-jährigen Bestehen lädt der Schweinfurter Verein KulturPackt e.V. gegen Ende des Jahres ausgewählte zeitgenössische Künstler zu einer Sammelausstellung. Im ehemaligen Weltkriegs-Bunker am Spitalseeplatz werden auf zwei Stockwerken 20 Künstler aus ganz Deutschland Malerei, Fotografie, Skulpturen, Objekte und Installationen zeigen.

Der Spannungsbogen reicht dabei von gegenständlichen bis abstrakten Arbeiten, von klassischen Ausdrucksformen bis zu Lichtobjekten und künstlerischen Konzepten.

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Der Eintritt zur Ausstellung im Bunker am Spitalseeplatz vom 29. November (Eröffnung um 19.30 Uhr) bis 22. Dezember 2013 ist frei. Öffnungszeiten: Do. und Fr. 16.00 – 20.00 Uhr, Sa. und So. 12.00 – 17.00 Uhr. Adresse: Spitalseeplatz Schweinfurt, gegenüber Theater Schweinfurt, Nähe Kunsthalle.

Einen besonderen Ort hat sich der KulturPackt Schweinfurt für sein nächstes großes Ausstellungsprojekt ausgesucht: den Spitalseebunker am Theater, der größte von Schweinfurts Bunkern aus dem 2. Weltkrieg. Zwanzig Künstler aus ganz Deutschland wurden ausgewählt, ihre Werke in den fensterlosen langgestreckten Räumen des Bunkers zu zeigen.

Der 1943 gebaute Schutzraum umfasst fünf Etagen und bot bis zu 1500 Menschen Schutz. Die Außenmauern sind 2 Meter dick, das Dach 2,5 Meter. Zwei Stockwerke werden nun für KUNST20 genutzt. Nahmen bei der ersten derartigen Gemeinschaftsausstellung im Jahr 2010 dreizehn Künstler teil, so wurden diesmal ganz bewusst 20 Künstler eingeladen, da der KulturPackt für Schweinfurt in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Die Bandbreite reicht von Zeichnungen, Collagen und Fotografien bis zu Skulpturen, Rauminstallationen und Objekten. Wie beim ersten Mal in der Alten Reichsvogtei findet dieses Projekt überwiegend mit Künstlern statt, die aus der Region stammen oder einen Bezug zu Schweinfurt haben.

Kunst hoch 20 F-D Etienne - Das Blaue WunderGebürtige Schweinfurter sind die Maler Robert Weissenbacher (München) und Anna von Bassen aus Berlin, ebenso der Bildhauer Götz Sambale, der in Köln lebt und seine „kleinen Könige“ zeigt. Michel Lamoller aus Hamburg erstellt aus Fotografien vielschichtige Skulpturen. Aus den einzelnen Schichten schneidet er mit dem Skalpell Teile heraus und fügt der Raumillusion der Fotografie einen neuen, echten Raum hinzu. Es entstehen schizophrene Architekturen, die gleichzeitig real und irreal wirken.

Anita Tschirwitz, die in Schweinfurt bereits durch verschiedene Ausstellungsbeteiligungen bekannt ist, reflektiert in der Serie „Kaddisch“ die Erinnerungskultur an den Holocaust und benutzt dazu Fotografien von persönlichen Hinterlassenschaften der Opfer. Aus der Kunsthalle dürfte die Stuttgarterin Chris Nägele bekannt sein, in der sie mit zwei Neon-Installationen vertreten ist. Im Spitalseebunker wird sie neue Lichtobjekte zeigen, die sie zum Teil speziell für die dortige Raumsituation konzipiert hat.

Auch eigens auf diese Ausstellung zugeschnitten sind die Arbeiten der unterfränkischen Bildhauer Wolfram Walter und Dierk Berthel sowie die Installationen des Künstler-Ehepaars Wiltrud und Wolfgang Kuhfuss.
Mit gezeichneten „Lüftungsschlitzen“ täuscht Jürgen Hochmuth aus Rimpar den Betrachter, mit Gefässen aus Kartonagenabfall Roswitha Berger-Gentsch aus Karlstadt. Objekte aus Draht kommen von Angelika Summa, während Georgia Templiner „Kokons“ aus Zellstoff und Wertstoffsäcken zeigt (beide aus Würzburg).

Außerdem erwarten den Besucher das Objekt „Das blaue Wunder“ von Frank-Dimitri Etienne (Seinsheim), die Installation „Europas Frauen“ von Christine Wehe-Bamberger (Bad Königshofen) und Fotografien von Wolf-Dietrich Weißbach aus Würzburg. Monika Dorband setzt in ihrer „Schwarzen Serie“ Lyrik in Radierungen um und und Linde Unrein beschäftigt sich mit Büchners „Lenz“ in ihrer Malerei (beide Schweinfurt).

Die Nürnbergerin Wicky Reindl ist mit Collagen im Innenraum vertreten, wird aber auch mit einer großformatigen Plakatinstallation an der Außenfassade das Gesicht des Bunkers verändern.

Die Eröffnung fand am 29. November um 19.30 Uhr mit Grußworten und musikalischer Umrahmung durch das Kontrabass-Trio BASSion statt.

Es gibt drei Führungen durch die Ausstellung am So, 1. Dezember, So, 8. Dezember und So, 22. Dezember, jeweils um 16.00 Uhr.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm mit fünf filmisch-musikalisch-literarischen Begleitveranstaltungen.

Am Do, 5. Dezember: ein Programm mit künstlerischen Kurzfilmen (19.30 Uhr)
Am Sa, 7. Dezember: MISUK aus Augsburg, die Lieder von Bertolt Brecht in ein mitreissendes Pop-Gewand kleiden (19.30 Uhr)
Am Sa, 14. Dezember: Szenische Lesung zu „Lenz“ von Georg Büchner mit dem Würzburger Schauspieler Markus Grimm (19.30 Uhr)
Am So, 15. Dezember: Kaffee, Kuchen und Gypsy Jazz mit „COOPerative Swing“ ab 14.30 Uhr, Eintritt frei
Zum Abschluss am 22. Dezember: zeitgenössische Musik mit einem Ensemble um Lorenz Schmidt (Matinee um 11.00 Uhr)



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