28. 03. 2017
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Ein gedruckter Schwanz feiert Geburtstag: „Der kosmische Penis“ wird 30 Jahre alt

SCHWEINFURT – Herzlichen Glückwunsch! Das Schweinfurter Magazin „Der kosmische PENIS“ wurde gerade 30 Jahre alt und ist damit nach dem TRUST Deutschlands ältestes Musikfanzine.

Am 27. Februar 1987 erschien die erste Ausgabe mit dünnen 16 Seiten für einen Verkaufspreis von gerade mal 80 Pfennig, herausgegeben von den Gründern Hannes Gerber, Peter Böhm und Jimij „Dr. Tollkirsch“ Günther. Seitdem sind 94 Ausgaben des schwarzweiß kopierten DIN A5-Heftes und einige Sondernummern erschienen.

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Gegründet als Mitteilungsblatt für die lokale Rock- und Punkszene um die „Schreinerei“ und das damalige Jugendzentrum „Cosmodrom“, hat sich der PENIS mittlerweile zu einer beliebten und bekannten Zeitung entwickelt, die von Hamburg bis München und von Zürich bis Berlin ihre Liebhaber hat. Viele Bands und Musikfans haben ein oder mehrere Exemplare bei ihrer Toilette liegen – nach wie vor der häufigste Platz, wo der PENIS gelesen wird.

Das Grundkonzept hat sich in den 30 Jahren kaum geändert. Berichtet wird über die regionale Szene, über Musik, Künstler, Konzerte und andere Events, und das nicht nur aus Schweinfurt. Dabei ergibt sich aber eine regelrechte Chronik über die Szene rund um die Schreinerei und den Stattbahnhof. Begleitet wurden über all die Jahre Bands wie SUZI CREAM CHEESE, die FOR PRESIDENTS, TAGTRAUM, die GHOSTROCKETS oder die SCALLWAGS und Festivals wie das „Umsonst & Draußen“.

Daneben gibt es exotische Reiseberichte, Cartoons, seltsame Zeitungsmeldungen, lustige Geschichten und – was meist als erstes gelesen wird – Tratsch und Klatsch aus Schweinfurt. Die umstrittene Rubrik „Schlüsse und Küsse“ versammelt Gerüchte und Fakten über Knutschereien, Trennungen, Seitensprünge, Liebesspiele auf dem Dachboden und peinliche Ausrutscher. Ebenfalls schon seit der ersten Ausgabe dabei ist das Mittelseitenposter zum Heraustrennen und Aufhängen.

Und: jeder, der Lust hat, kann etwas zum Heft beisteuern, egal ob Text, Bilder, Fotoroman oder Comics. Außerdem ist der PENIS seit Beginn an ein reines offline-Magazin, auch das hat sich nicht geändert, eine Homepage gibt es nicht, man muss es schon gedruckt lesen.

Neue Redakteure und Mitarbeiter kamen und gingen in der PENIS-Geschichte. Seit über 20 Jahren besteht die Chefredaktion aus Wolle „Wollwickel“ Hanke (auf dem Bild links) und Jimij „Dr. Tupperabend“ (rechts). Verstärkt wird in den letzten Jahren über internationale Bands berichtet und werden exklusive Interviews mit Größen aus dem Undergroundrock geführt. So findet man in der aktuellen Ausgabe 94 u. a. die PIXIES, ein Tourtagebuch von Matze Rossi über seine USA-Tour, Insiderinfos zum kommenden ersten großen Punkfestival „Mission Ready“ in Giebelstadt, eine Erzählung über das Hippiefestival in Finkenbach, ein Interview mit SUICIDAL TENDENCIES, viele Alben-Reviews und natürlich die restliche gewohnt bunte Mischung.

Dabei ist das Magazin mit dem auffälligen Namen schon von Beginn an völlig werbefrei und damit völlig unabhängig. Verkauft wird es zum Selbstkostenpreis von derzeit 2,60 Euro für pralle 84 Seiten. Der kosmische PENIS ist in Schweinfurt erhältlich im Stattbahnhof und im Buchladen Collibri, in Würzburg im Immerhin, im Café Cairo und im Plattenladen H2O, in Bamberg im musicland und in Zeil in der mambo-Bar. Abonniert werden kann das Heft übrigens auch, was etliche Exil-Schweinfurter in Berlin, Leipzig oder München seit Jahren gerne nutzen, um sich über die Entwicklungen in ihrer Heimatstadt auf dem Laufenden zu halten.

Kontakt: kosmischerpenis@freenet.de



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