25. 07. 2017
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Fahr mal hin: Der Kronacher Bierrodelweg mit drei Brauereien, einem schwer zu findenden Turm und einem legendären Stadion



KRONACH – Die geniale Seite bierland-oberfranken.de macht ja auf so manche Brauereitour neugierig. Die Redaktion von inundumsw.de testete nun mal wieder eine: Den Kronacher Bierrodelweg, der drei Brauereien verbindet. Michael Horling berichtet, seine Partnerin Petra Moritz machte die meisten Fotos dazu.

„Problem eins an diesem Dienstag: Antlabräu, die eine der beiden Kronacher Brauereien, hatte Ruhetag. Wir entschieden uns dennoch zum Ausflug, weil es einen Ersatz-Biergarten auf der Tour gibt, der diesen Verlust auffing. Und weil wir bei Antlabräu etwa ein Jahr zuvor ja schon mal weilten.

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Eine Unterkunft fanden wir in Weißenbrunn, weshalb wir die Wanderung in anderer Richtung gehen wollten. Der Gasthof Frankenwald erwies sich trotz seiner Lage direkt an der Durchgangsstraße als Glückfall. Doch dazu später mehr. Nur rund eine Autostunde braucht man von Schweinfurt aus an Coburg vorbei in diese Gemeinde im Südosten Kronachs.

Nach dem Einchecken blieb nicht viel Zeit. Wir mussten los, weil es schon 17 Uhr war und wir 15 Kilometer vor uns hatten. Jeweils rund 7,5 auf zwei unterschiedlichen Routen nach Kronach und zurück. Leider war der Weg nicht ganz so perfekt ausgeschildert, so dass wir am 18 Meter hohen und von Bäumen verdeckten Lucas Cranach-Turm vorbei liefen. Erst einen Kilometer später fand sich ein Hinweisschild auf dem Weg zu ihm – in umgekehrter Richtung….

Schade, aber wir hatten wenig Zeit, denn bei der Sommerrodelbahn in Fröschbrunn (womit sich der Name des Kronacher Bierrodelwegs erklärt) lockte ein Biergarten mit Gerstensäften aller lokalen Brauereien und auch der lieb gewonnenen aus Weismain. Wir entschieden uns für ein erstes Dunkles der Gampert Bräu aus Weißenbrunn. Um danach über das Gelände der einstigen Kronacher Landesgartenschau in die Innenstadt weiter zu wandern.

Endlich ergab sich diesmal die Gelegenheit zum Besuch des kleinen, aber feinen Biergartens der Gaststätte Kaiserhof. Diese Brauerei machte es uns schwer: Tolle Auswahl, Respekt! Wir entschieden uns für ein Schmäußbräu, ein dunkles Volbier, und einen Schwedentrunk, noch ein Dunkles also. Ich hatte ein wenig Hoffnung, in dieser Gaststätte in der Friesener Straße (die mich an drei legendäre Spieler der Schnüdel in Friesen erinnerten) jemanden kennenzulernen, der (oder die) uns danach ein Stück zurück Richtung Weißenbrunn nehmen könnte. Klappte aber nicht. Warum ist Petra eigentlich so ungesellig? (kleiner Scherz!)

Also fragten wir nach dem Weg durch die Stadt zurück Richtung Einstieg des Weges, um bloß nicht zu lange suchen zu müssen. Dieser Weg startete ausgerechnet am Kronacher Stadion beziehungsweise rund 100 Meter entfernt. Die Zeit fehlte leider, um diesen legendären Ground des einstigen Drittligisten anzuschauen, der vor rund 30 Jahren mal über 5000 Zuschauer gegen 1860 München angelockt haben soll. Und für den mal ein englischer Nachwuchsstürmer namens Rooney spielte.

Wir mussten weiter die Straße entlang hasten: Einen Berg mit fast 15 Prozent Steigung nach oben nach Mostrach, einen kleinen Weiler in einer Sackgasse, von wo es nur noch über Feld- und Waldwege weiter ging. Doch da: Eine Gabelung und wieder kein Hinweisschild. Wir entschieden uns für rechts, kamen so langsam nach unten und trafen zufällig einen Einheimischen Mitten im Wald an der nächsten unübersichtlichen Gabelung. Er bestätigte uns: Noch rund 1,5 Kilometer bis nach Weißenbrunn.

Kurz nach 21 Uhr kamen wir im Gasthaus an, dem offiziellen übrigens der Gampert-Bräu, deren eigene Brauereiwirtschaft längst geschlossen hat. Die Wirtin stand zum vorher getätigten Wort, dass wir auf alle Fälle nochwas Warmes zum Essen bekommen. Super! Und was für eine Qualität es doch war zu einem weiteren Dunklen der heimischen Brauerei. Ein bisschen 37 Grad und Markus Lanz im TV – und schon fielen den müden Bierwanderen die Augen zu.

Der Gasthof Frankenwald ist wirklich ein Traum: Wir durften uns für den Mittwochvormitag selbst raussuchen, wann wir frühstücken wollten. Nach 10 Uhr auf Wunsch ging das auch noch. Das ist toll. Und lecker war´s auch noch. Leider regnete es, als wir gegen 12 Uhr auscheckten und doch noch mal zum Kronacher Stadion fuhren mit dem Hang auf der einen Längsseite. Verdammt, wieso bin ich so ein Fußball-Romantiker und würde lieber hierher fahren mit den Schnüdeln in einer drittklassigen Bayernliga mit 3000 Zuschauern oder so?

Thema Stadion, Fortsetzung folgte: Denn wir fuhren über Lichtenfels heim, bummelten nach dem Besuch der Brauerei Wichert, deren Biergarten mittags noch geschlossen hatte, ein wenig bei Regen in dieser mittelmäßigen attraktiven Stadt, die freilich mit dem Karl-Fleschutz-Stadion ein besonderes aufweist: 10.000 Fans passen hier herein. Es hat zwei überdachte Tribünen und liegt Mitten in der Stadt – gleich neben der Ringerhalle des AC Lichtenfels, wohin wir diese Saison mit dem RSV Schonungen reisen können.

Wir hatten drei Kästen des Bockbiers der Brauerei Trunk dabei und gaben das Leergut bei Vierzehnheiligen ab. Um dann noch in Ebensfeld den Brauereigasthof Schwan zum Abschluss des Ausflugs zu testen: Wieder gab´s zwei Dunkle für uns, ehe bei einem Wolkenbruch die Heimfahrt nur weng Spaß machte. Doch die nächsten Kurzreisen sind schon angeplant und führen wieder in Regionen, wo es ein gutes Bier geben wird.“



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