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„Sie blühen, wenn die Tage kürzer werden“: Warum es die beliebten Weihnachtssterne in vielen peppigen Farben gibt


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WAIGOLSHAUSEN – „Ganz schön erschrocken“ war Christine Bender am Dienstagmorgen, „wegen der Kälte und dem Nebel früh. Draußen war´s ja schon richtig weiß“, erzählte die Öffentlichkeitsbeauftragte vom Gartenbauzentrum Bayern Nord. Umso angenehmer für sie deshalb: Die roten Farben der Weihnachtssterne, die es massenweise zu sehen gab bei einem Pressetermin in Waigolshausen.

Die dortige Premium-Gärtnerei Benkert hatte sich das Gartenbauzentrum Bayern Nord ausgesucht, um vor Ort aufzuklären. Über den Weihnachsstern, der wie Adventskranz, Glühwein und Plätzchen zur Adventszeit gehört. Rot ist diese mehrjährige Pflanze, die ursprünglich aus Mittel- und Südamerika kommt, die aber nicht nur im subtropischen Klima wächst. Gärtner Paul Ecke, ein deutschstämmiger Auswanderer, kultivierte im Jahre 1906 die ersten Weihnachssternsorten in der Nähe von Los Angeles zunächst als Schnittblume. Seit 1950 herum wurden die ersten von heute rund 200 verschiedenen Sorten in Europa für den Topf gezüchtet.



In unterfränkischen Gärtnereien werden jährlich 1,5 Millionen Weihnachtssterne angebaut. Unter anderem bei den Benkerts in Waigolshausen. Der heute von Rupert und Hilde Benkert geführte Betrieb, 1927 von Großvater Anton gegründet und nach der Kriegszeit auf Tabak und Gemüse spezialisiert, setzt heute auf modernste Ausstattung und auf Ökologie. „Wir rutschen nicht nur auf dem Boden herum mit dem Strohhut auf dem Kopf“, lacht Rupert Benkert. Mit 400.000 Liter fassenden Regenwasserzisternen und der Stromproduktion mittels Photovoltaikanlage setzt Benkert Maßstäbe. Oder mit dem Ebbe-Flut-System beim Bewässern der Pflanzen in den 4500 Quadratmeter Hochglasflächen. „So läuft kein Gramm Dünger in das Grundwasser hinein“, sagt der Gärtnermeister.


Rupert Benkert ist stolz darauf, dass der Verkauf seiner Pflanzen zu 90 Prozent über die Ladentheke in Waigolshausen läuft. „Aus dem Wachstum vom warmen Gewächshaus in die Wohnung der Kunden“ kommen nicht nur die Weihnachtssterne. Benkert legt ohnehin Wert auf Regionalität. „Wir brauchen kein Bier aus Jever, drei Kilometer von hier ist in Werneck eine Brauerei. Wir brauchen auch kein Mineralwasser aus Frankreich, da gibt´s in der Rhön ganz tolles. Aber viele Leute wollen Wein aus Südafrika und Äpfel aus Australien genießen oder Salat aus Belgien für 19 Cent. Weihnachtsstern 0Der aus Kitzingen kostet natürlich etwas mehr. Aber so lange die Geseelschaft Geiz geil findet…“, ärgert sich Rupert Benkert.

Zurück zum Weihnachtsstern, den man durchaus auch Osterstern nennen könnte, weil er so lange blüht mit den farbigen Laubblättern, den es nun auch in peppigen Farben gibt, in Rosa, in Weiß oder in Lachsrot. „Ein roter passt nicht in jede Wohnung“, weiß Florsitin Petra Gammanick aus Waldbüttelbrunn bei Würzburg. Mit neuen Sorten und kreativen Verwendungsmöglichkeiten als Schnittblume oder Topfpflanze verzaubern Weihnachtssterne auch in diesem Winter ihre Kunden. Zahlreiche Dekorationsmöglichkeiten machen die Pflanzen für Wohnzimmer, Küche, Rezeptionen oder Arztpraxen für alle Altersschichten attraktiv. „Sie blühen, wenn die Tage kürzer werden“, weiß Daniel Pascal Klaehre, Fachberater am Zierpflanzenbau Gartenbauzentrum Bayern Nord.

Unser Aufmacherbild zeigt von links: Christine Bender, Öffentlichkeitsbeauftragte Gartenbauzentrum Bayern Nord, Rupert und Hilde Benkert, Gärtnermeister und Inhaber der Gärtnerei Benkert mit Gattin, Petra Gammanick, Floristin und Mitinhaberin der Gärtnerei Gammanick, Christine Hartmann, Gartenbauzentrum Bayern Nord, und Daniel Pascal Klaehre, Fachberater Zierpflanzenbau Gartenbauzentrum Bayern Nord.


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