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50 Jahre BA-BI ein andauernder Kampf gegen Atomkraft


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BERGRHEINFELD – Im Jahre 1972 – also vor 50 Jahren – fanden sich in Schweinfurt eine Vielzahl Menschen zusammen um eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Bau des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld zu gründen.Sie konnten den Bau und die Inbetriebnahme zwar nicht verhindern, aber als Teil der bundesweiten Protestbewegung wurden wenigstens die Sicherheitsauflagen gegenüber den ursprünglichen Plänen von Politik und Betreiberfirmen erhöht. Außerdem wurden die Störfälle des AKW öffentlich zugänglich dokumentiert.

Als 1986 das sowjetische Atomkraftwerk im ukrainischen Tschernobyl in Brand geriet und havarierte, gründete sich in Schweinfurt – wie in vielen anderen Städten Deutschlands – eine Elterninitiative, die sich dem besonderen Schutz ihrer Kinder verantwortlich fühlte und dagegen lautstark protestierte.


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Im gleichen Jahr schlossen sich die beiden Gruppen zusammen und der Vereinsname wurde angepasst: Bürgeraktion Umwelt- und Lebensschutz – Bürgerinitiative gegen Atomanlagen – kurz   BA-BI – war nun der neue gemeinsame Name.


Die BA-BI teilt mit: „2022 können wir nun das 50-jährige BA-BI-Jubiläum feiern. Wir tun das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Lachend, weil wir es bis heute geschafft haben, die Anliegen unserer VereinsgründerInnen in die Öffentlichkeit zu tragen und unseren bescheidenen Anteil am Abschalten des AKW in Grafenrheinfeld und in Deutschland beigetragen zu haben.

Weinend, weil der strahlende Atommüll – wie von unseren VorgängerInnen befürchtet – nach wie vor da ist und selbst durch das Einlagern an einem sicheren Ort („Endlager“ genannt) nicht verschwindet.Weinend auch deshalb, weil sowohl der Frei Staat Bayern, als auch die Betreiberfirma mit allen Tricks – und auf Kosten unserer Sicherheit – versuchen mit möglichst geringen Kosten den radioaktiv belasteten Bauschutt los zu werden. Besonders eklatant zeigt sich das beim sog. „Freimessen“, bei dem radioaktive Substanzen solange mit nicht strahlendem Material vermischt werden, bis die Strahlung (pro Mengeneinheit) unter die Nachweisgrenze gesunken ist.Die Tatsache, dass bis heute nur ein einziger Lagerbehälter („Pollux“ genannt) als Prototyp existiert, gibt uns zu bedenken und verärgert uns, denn die Castoren sind nicht für die Lagerung von Brennstäben  zugelassen, denn es sind  lediglich nur Transportbehälter.

Wir wollen auch keinen fremden Atommüll aus anderen AKW- Standorten (z.B. aus dem AKW-Würgassen)im Zwischenlager des AKW-Grafenrheinfeld.

Wir wollen eine echte Energiewende zu den Erneuerbaren statt ein Greenwasching von AKW’s.Es ist bemerkenswerter Unsinn, dass die EU- Kommision Atomkraft und Gas als nachhaltige Energieneinstuft. Gas ist ein fossiler Brennstoff, der viel CO² emittiert und über Atomkraft müssen wir erst gar nichtreden, denn sichere Endlager fehlen und Nuklearkatastrophen sind jederzeit möglich.

Mit Sorge beobachten wir auch, wie angesichts des Kriegs in der Ukraine zur angeblichen Sicherung der Energieversorgung auch in Deutschland, in Bayern und selbst von OB Remelé, CSU, ernsthaft die Forderung nach Verlängerung der Laufzeiten der noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke erhoben werden. Und dies, obwohl die Betreiberfirmen der AKWs diese Forderung ablehnen. Von keinem der Verlängerungs-Befürworter wurde allerdings ein ernsthafter Vorschlag zu einem realistischen Katastrophenschutz oder zur sicheren Aufbewahrung des anfallenden Atommülls gemacht.

Wir haben uns deshalb als BürgerInneninitiative auch nicht aufgelöst, als der Beschluss zur Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld im Juni 2015 vollzogen wurde, denn der radioaktive Atommüll wird noch lange strahlen und die Betreiber und die Behörden werden noch lange versuchen die Menschen über die Gefahren dieser Abfallstoffe im Unklaren zu lassen.“.

 


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