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60 Jahre Technisches Hilfswerk in Schweinfurt: Hilfe und Engagement in der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus


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SCHWEINFURT – Der THW-Ortsverband Schweinfurt feierte Anfang November sein 60. Gründungsfest in der Rathaus-Diele mit einem feierlichen Empfang. Das Technische Hilfswerk in Schweinfurt blickt stolz zurück auf 60 Jahre Hilfe und Engagement in der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus bis ins Ausland.

Zu dem Festakt in der Diele des Alten Rathauses in Schweinfurt erschienen Staatssekretär Gerhard Eck, Oberbürgermeister Sebastian Remelè, der stellvertretende Landrat Paul Heuler, die Referatsleiter der Stadt Schweinfurt Jan von Lackum und Jürgen Montag sowie zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und der Amtsleitungen.


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Zu den Gästen zählten auch die Vertreter der Polizei, der Rettungs- und Hilfsdienste, der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis, der Kirche, der Bundeswehr, des Rotary Clubs Schweinfurt Peterstirn sowie Vertreterinnen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Neben dem stellvertretenden THW-Landesbeauftragten Siegfried Schymala, den Mitgliedern aus THW-Geschäftsstellen und aus vielen THW Ortsverbänden haben sich auch ehemalige und noch aktive Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Schweinfurt mit Angehörigen zu der Feierstunde eingefunden.


Nach seiner Begrüßung blickte der Ortsbeauftragte Jörg Opper zurück auf die vergangenen 60 Jahre. Der Start war 1953 in einem Nebenraum des Gasthauses „Grüner Baum“ und als erste Geräte dienten Schaufeln und Schubkarren. 1955 kam es zum ersten großen Einsatz: Nach einem Unwetter ist bei Marktsteinach die Brücke der Verbindungsstraße von Schonungen nach Hofheim eingestürzt. Das THW Schweinfurt errichtete eine Behelfsbrücke. Die erste provisorische Unterkunft fand man 1956 in der alten Panzerkaserne, den heutigen Ledward Barracks. 1962 erfolgte der Umzug in Räumlichkeiten des alten Bauhofs am Oberen Marienbach. Im gleichen Jahr war der Einsatz beim Brand bei FAG.

1964 gab es wieder einen Brandeinsatz bei der neuen Stadtpost. 1983 ist der Ortsverband in die heutige Unterkunft in der Franz-Schubert-Straße eingezogen. Als weitere Beispiele für die vielen Einsätze wurden 2001 die Massenkarambolage auf der A7 mit 136 Fahrzeugen, 2002 das Elbe-Hochwasser, 2004 die Trinkwasseraufbereitung nach dem Tsunami, 2005 das Hochwasser in Südbayern, 2011 Brand des Schweinemastbetriebs in Gädheim und 2013 das Hochwasser in Passau und der Auslandseinsatz in Jordanien genannt. Aber auch mit Aktionen, wie 1985 dem Brückenbau im Stadtwald, oder 2012 dem Turmbau zu Sennfeld zeigten die Helferinnen und Helfer in den zurückliegenden Jahren immer wieder ihr Können.

Ein großer Schritt in Richtung Zukunft wurde 1999 mit der Gründung der Jugendgruppe gemacht. Die gute Ausbildung und Teamarbeit konnte die Jugendgruppe des THW Schweinfurt schon mehrfach beweisen. Zum Beispiel bei der Aktion „3 Tage Zeit für Helden“ im Wildpark An den Eichen, oder bei den Stadtjugendtagen und den THW-Wettkämpfen. Zum Abschluss seines Rückblicks betonte Jörg Opper, dass er stolz darauf ist, diesen THW-Ortsverband leiten zu dürfen.

Siegfried Schymala, der stellvertretende THW-Landesbeauftragte würdigte in seiner Festrede die Leistungen des Ortsverbandes Schweinfurt und nannte den Einsatz der THW-Kräfte bei dem Hochwasser im Sommer als jüngstes Beispiel für die Notwendigkeit des Technischen Hilfswerks als einen Baustein im Katastrophenschutz. Aber auch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Hilfs- und Rettungsorganisationen, der Polizei und der Feuerwehr, und den vielen freiwilligen Helfern blieb nicht unerwähnt. Am Ende der Festrede ging Schymala auf die gute und erfolgreiche Jugendarbeit des THW-Ortsverbandes Schweinfurt ein, die nach seinen Worten auf das gute Verhältnis zwischen Alt und Jung im Ortsverband zurückzuführen ist.

Staatsekretär Gerhard Eck nahm bei seinem Grußwort das Thema Sommerhochwasser auf. Er lobte dabei die vorbildliche Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen in Bayern und hob auch die bewiesene Einsatzstärke des THW in Bayern hervor.

Oberbürgermeister Sebastian Remelè dankte in seinem Grußwort für die freundschaftliche und kameradschaftliche Verbindung zwischen der Feuerwehr, der Stadt Schweinfurt und dem THW Ortsverband Schweinfurt. Dies zeigt sich nicht nur bei gemeinsamen Übungen, sondern auch bei der Atemschutzausbildung und der Kettensägenausbildung, bei der THW-Helfer mit teilnehmen können. Vor allem aber lobte Herr Remelè die gute Jugendarbeit im THW-Ortsverband Schweinfurt.

Die anschließende Ehrung verdienter Helfer erfolgte durch den stellvertretenden THW-Landesbeauftragten Siegfried Schymala: Tobias Burger (Helferzeichen in Gold mit Kranz; Mitwirken bei der Jugendarbeit, beim THW und im Ortsverband), Nils Hinkel (Helferzeichen in Gold; Mitwirken bei der Jugendarbeit und für die Ausbildung der Jugend), Jörn Wiedemeyer (Helferzeichen in Gold; Mitwirken bei der Jugendarbeit), Jörg Opper (Helferzeichen in Gold; Mitwirken im Ortsverband). Weiter wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Manfred Koller (50 Jahre), Werner Niedermeyer (40 Jahre), Frank Fleischhauer (30 Jahre), Detlef Seufert (25 Jahre).

Im Rahmen der 60-Jahr-Feier übergab Florian Göger vom Rotary Club Schweinfurt Peterstirn einen Spendenscheck zur Unterstützung der erfolgreichen Jugendarbeit an die Helfervereinigung des THW-Ortsverbandes Schweinfurt.

Unser Gruppenfoto mit dem stellvertretenden THW-Landesbeauftragten Siegfried Schymala (vorne rechts) zeigt die geehrten Personen – vorne von links: Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Thiemer, Jörn Wiedemeyer (beide Helferabzeichen in Gold); Tobias Burger (Helferzeichen in Gold mit Kranz); Jörg Opper (Helferzeichen in Gold) – hinten von links: Detlef Seufert (25 Jahre); Nils Hinkel (Helferzeichen in Gold); Frank Fleischhauer (30 Jahre); Manfred Koller (50 Jahre); Werner Niedermeyer (40 Jahre).


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