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701.000 Euro Sofortmaßnahme für Schloss Mainberg: Kulturhistorisches Denkmal soll dauerhaft gesichert werden


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MAINBERG – Die unterfränkische Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Kerstin Celina, begrüßt die Entscheidung der Unteren Denkmalschutzbehörde, Geld für notwendige kurzfristige Sicherungsmaßnahmen auf Schloss Mainberg bereitzustellen.

Sie betont: „Wir müssen jetzt gemeinsam eine langfristige Perspektive erarbeiten, wir brauchen einen „Runden Tisch“, an dem fraktionsübergreifend alle Ebenen vom Bürgermeister bis zum Landtag inklusive Staatssekretär Eck sowie Landesamt für Denkmalpflege dabei sind.“


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Eine Möglichkeit wäre, dass der Freistaat dieses Schloss in sein Eigentum überführen könnte. Die denkmalpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Rosi Steinberger zeigte sich erfreut darüber, dass der Freistaat den hohen kulturhistorischen Wert des Schlosses anerkennt. Es könnte sogar zum Wahrzeichen für den Landkreis Schweinfurt und die Region Unterfranken werden, so Steinberger.


Die kulturhistorische und industriegeschichtliche Bedeutung des Schlosses Mainberg wird auch in der Antwort des Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf die Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Kerstin Celina hervorgehoben. Nun gilt es eine dauerhafte Lösung für den Erhalt dieses unvergleichlichen kulturhistorischen Denkmals zu finden.

Celina fragte den Minister Dr. Ludwig Spaenle: „Wenn die derzeitige Schlossbesitzerin auch weiterhin nicht in der finanziellen Lage ist, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, ab wann ist der Freistaat Bayern bzw. eine andere politische Instanz oder eine Behörde verpflichtet — auch im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht — einzugreifen?“

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle antwortete: „Im Rahmen einer „Unmittelbaren Maßnahme“ nach Art. 4 Abs. 3 DSchG auf Antrag des Landratsamts Schweinfurt als Untere Denkmalschutzbehörde wurden jetzt aus dem Entschädigungsfonds 701.000 € zu Sicherungsarbeiten bereitgestellt. Die beteiligten Behörden sind bemüht, eine dauerhafte Lösung für den Erhalt von Schloss Mainberg zu finden. Eine staatliche Verpflichtung zum Eingreifen kann sich zur Abwehr von erheblichen Gefahren für Leben und Gesundheit ergeben.“

Und hier noch die verspätete Information seitens des Landratsamtes, nachdem Landrat Florian Töpper „nur die Medien, die kontinuierlich über das Schloss und dessen maroden Zustand berichten“, zu einer Pressekonferenz eingeladen hatte. Dabei vergaß er offensichtlich dieses Portal www.inundumsw.de, das auch schon sehr oft berichtet hatte….

Nach intensiven Bemühungen haben Landrat Florian Töpper und Staatssekretär Gerhard Eck gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst einen wichtigen Schritt zum Erhalt des Schlosses Mainberg erreicht. Bereits in Kürze werden zur Sicherung des Schlosses vor Ort konkrete Maßnahmen ergriffen, welche das Bauwerk vor weiteren Schäden bewahren sollen.

Landrat Töpper und Staatssekretär Eck ist es gelungen, die Finanzierung für die dringendsten Maßnahmen aus Mitteln des Entschädigungsfonds zu sichern. „Schloss Mainberg ist ein Wahrzeichen unserer Region mit vielen herausragenden Besonderheiten. Diese Einzigartigkeit rechtfertigt, dass hier staatliche Mittel in ein Privatobjekt fließen. Im Sinne des Denkmalschutzes sollten wir alles versuchen, damit dieses Schloss auch für weitere Generationen erhalten bleibt“, sind sich Landrat Töpper und Staatssekretär Eck einig.

Rund 700.000 Euro stellt das Ministerium für diese Erstmaßnahmen zur Verfügung. Damit können noch in diesem Jahr Arbeiten zur Abstützung der Vorburg und Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Daches und der Südwestecke des Hauptschlosses in Angriff genommen werden.

Dass nach vielen Jahrzehnten nun erstmalig konkrete Sicherungsmaßnahmen erfolgen, daran haben viele Beteiligte mitgewirkt. „Da es sich bei dem Schloss um Privateigentum handelt, hat die Öffentlichkeit wenig davon mitbekommen, doch wir haben gemeinsam intensiv gearbeitet, um Lösungen zum Erhalt des Schlosses zu finden“, sagt Töpper. „Was wir jetzt erreicht haben, ist ein wirklich wichtiger Schritt für die Zukunft des Schlosses“, ergänzt Eck.

Nach mühsamen Vorarbeiten durch die Untere Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, führte im vergangenen Jahr das Würzburger Architekturbüro Staib eine umfangreiche Voruntersuchung zur Bestandssicherung des Schlosses durch, ebenfalls finanziert mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds. Gut ein Jahr lang wurden erstmals alle Schadensphänomene, die in Form von Rissen, Setzungen oder Ähnlichem in allen Bauteilen des Schlosses auftreten, intensiv betrachtet und bewertet.

Zusammenfassend stellten die Experten fest, dass die zum Teil gravierenden Schadensbilder, die sich im Hauptschloss und in der Vorburg zeigen, zumeist auf bauliche Mängel der Gebäudestruktur zurückzuführen sind, die sich jedoch mit normalen handwerklichen Leistungen beheben lassen. Hierzu werden derzeit in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege konkrete Konzepte zur Substanzsicherung der Schlossanlage erarbeitet.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass diese Maßnahmen lediglich den ersten Schritt zum Erhalt des hochwertigen und überregional bedeutsamen Denkmals darstellen können. Es werden daher auch weiterhin intensive Anstrengungen unternommen, um gemeinsam mit allen Beteiligten eine zukunftsfähige Perspektive für das Schloss Mainberg zu erarbeiten.

Info:
Schloss Mainberg wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Unter anderem war es einmal im Besitz der Henneberger, des Fabrikanten Wilhelm Sattler und der Familie von Gunter Sachs. Seit 2007 ist das Schloss in Privatbesitz der jetzigen Eigentümerin.

 



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