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Ab zum „Schiffs-TÜV“: Weshalb die Fähren Fahr und Nordheim durch die Luft segelten


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FAHR / NORDHEIM – Am Mittwoch war es soweit, dann segelten die Fähren Fahr und Nordheim durch die Luft, da sie für den „Schiffs-TÜV“ aus dem Wasser gehoben wurden. SW-N-TV war vor Ort und machte in Fahr neben Luftbildern auch ein tolles Video.

Die Fähre Fahr ist in etwa 25 Tonnen schwer, insgesamt 22 Meter lang und Baujahr 1945. Sie war früher eine Gierseilfähre, wurde dann umgebaut zu einer Motorenwagenfähre. Befördert werden 32 Personen oder 3 PKW´s. „SchiffsTÜV“ ist alle fünf Jahre, die Fähre wird heuer komplett generalüberholt, jedes bewegliche Teil wird genauestens untersucht und überholt, alles wird vermessen, abgedichtet und so weiter. Es werden Schweißarbeiten durchgeführt ebenso wie eine Sandstrahlung des gesamten Schiffs und neue Lackierung.


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Und hier noch vor dem Link zum Video der Bericht zum 75. Geburtstag der Fähre Fahr:


„Schorsch“ verkehrt seit 1958 zwischen Fahr und Eisenheim

„Leinen los“ heißt es, wenn die Mainfähren von „hest“ nach „dest“ übersetzen und Mensch und Fahrzeuge auf die jeweils andere Seite bringen. Vier der insgesamt zwölf Fähren, die über den Main führen, liegen an der Mainschleife.

Die wohl älteste verkehrt dabei zwischen Fahr und Untereisenheim und hört auf den schönen Namen „Schorsch“, in Erinnerung an den langjährigen Fährmann Schorsch Engert, der sie über 47 Jahre gefahren hat. Gebaut wurde die Fahrer Fähre 1945 und wird heuer 75 Jahre alt, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie um 1400 herum.

Sie lag schon damals an dem wichtigen Verkehrsweg zwischen Bamberg und Würzburg und auch heute noch kann man einige Kilometer auf dem Weg nach Würzburg einsparen. Doch dies ist für die meisten Fährgäste wohl nachrangig, denn es gibt eine Besonderheit: Bei Gästeführungen, wenn der „Mainschleifen-Walzer“ getanzt wird, dreht sich die Fähre um die eigene Achse, wenn die Bahn frei ist und gerade kein Frachtschiff Richtung Nordsee oder Schwarzes Meer um die Ecke biegt.

Die Mainfähre, deren Bootskörper noch fast im Originalzustand ist, wurde 1958 in Fahr in Betrieb genommen und für 15.000 DM von der Gemeinde Frickenhausen abgekauft. Die Taufe auf den Namen „Schorsch“ fand 2007 statt. Seit Inbetriebnahme verkehrt die einzige frei fahrende Fähre an der Volkacher Mainschleife regelmäßig zwischen den beiden Ufern und sorgt für eine entspannte Fahrt. Nur bei Hochwasser wird der Verkehr vorübergehend eingestellt.

Die Geschichte der Fähre ist eng mit der des Ortes Fahr verbunden. Fahr war bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit Verkehrsknotenpunkt der Mainschleife, hierauf weisen die zwei gekreuzten Ruder im Ortssiegel hin. Fahr bedeutet die einfach Form der Fortbewegung – hier das Überfahren mit der Fähre. Fahr zählt zu einem der ältesten Siedlungsplätze am Main. Der Ort war Furt, Rastplatz und Fährort, ausgestattet mit dem Recht, die Fähre zu betreiben und daher ein von Fürsten, Lehens- und Landesherren begehrter Besitz.

Allzeit gute Fahrt und Happy Birthday, Schorsch!



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