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Abschied von Ämtern und neue Direktoren: Der Schweinfurter Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen personeller Veränderungen


Keiler

SCHWEINFURT – Sebastian Remelé zitierte Woody Allen wie auch Madonna. „Sie ist nicht hier!“, meinte Schweinfurts Oberbürgermeister damit die Popsängerin und erntete ein großes Lachen in der Rathausdiele, die beim Neujahrsempgang der Stadt diesmal noch voller als sonst wirkte. Was nach dem erfreulich kurzen, offiziellen Part diesmal wohl auch damit zusammenhing, dass der benachbarte große Sitzungssaal zu Speis und Trank aufgrund nun fest installierter Tische und Bänke nicht wie früher ausgeräumt werden konnte. „Die Journalisten können über mich schreiben, was sie wollen. Hauptsache es ist nicht die Wahrheit“, soll Madonna mal gesagt haben. Die Wahrheit ist: Der diesjährige Empfang stand – neben den obligatorischen Rückblicken und Vorausschauen auf städtische Tätigkeiten und Vorhaben – ganz im Zeichen einiger Abschiede aus Ämtern und Neubesetzungen wichtiger Positionen.

Wer alles da war am ersten 13. des Jahres 2013? Scheinbar nicht abergläubige Politiker, Personen aus der Wirtschaft, dem geselligen Leben, von Schulen, aus dem Sport und – quasi als Zeichen einer Blutauffrischung – aus dem Nachwuchsbereich der lokalen Prominenz. Max Kidd als Hauptmacher des so kreativen neuen Schweinfurter Imagefilms oder Marcel Geißler als Kopf der DDC-Breakdancer wurden von Remelé namentlich begrüßt. Das Ganze vor dem dezenten Hinweis an alle Anwesenden, nach seiner kurzen Rede doch bloß das Einschalten der Mobiltelefone nicht zu vergessen. Fast schon panikartiges Rascheln deutete darauf hin: Mehr als nur so mancher hatte sein Handy doch angelassen… Schmunzeln im Saal überdeckte dieses kollektive Versäumnis, so wie Remelé zuvor schon ein fröhliches Raunen erntete bei seiner Erinnerung an den Freitag, den 11., keinen 13. also, als er „zumindest des Schlüssel des Rathauses an unser Schweinfurter Prinzenpaar abgegeben“ habe, „nicht aber den Löffel!“


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Neujahrsempfänge in Schweinfurt sind alles andere als steif, eher die Gelegenheit, in lockerer Runde zu plaudern. Politische Schwergewichte nehmen die Einladungen gerne an. Landrat Harald Leitherer kam letztmals in dieser Funktion, ebenso Bundesminister a.D. Michael Glos und der Bundestagsabgeordnete Frank Hofmann. Als Mann Nummer vier auf Abschiedstour: Oberstleutnant Michael Runey, der im Juni die amerikanische Gernison gen Amerika verlassen wird. Auf Michael Glos und dessen CSU-Platz folgen möchte Dr. Anja Weisgerber, wie die sichtlich sich durch rote Haare zur SPD bekennende Kerstin Westphal als Europaabgeordnete zu Gast. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer kam nach Schweinfurt, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, natürlich auch Innenstaatssekretär Gerhard Eck, der am Wochenende den Neujahrs-Marathon mit gleich vier Empfängen zu absolvieren hatte.


Auf Michael Runey folgt Brian Adkins, der den Standort Schweinfurt bis zu seiner Schließung im Oktober 2014 führen wird. Länger im Amt wollen sicherlich Dr. Irene Singer verweilen, die neue leitende Oberstaatsanwältin des Landgerichtes, sowie die Herren Zänglein, Bauer und Rottmann, die neuen Direktoren des Alexander von Humboldt-Gymnasiums, der Friedrich Fischer-Schule und des Bayernkollegs. Dazu passte Prof. Robert Grebner als neuer Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auch neu und mit Vertretern erstmals beim Empfang: Die frisch gegründeten Schweinfurter Unternehmen zeroppm GmbH, Ecolntense GmbH und DRAI Consult GmbH & Co. KG. Santander und die Oberbank bereichern seit 2012 den Bankensektor.

Der Ausblick: Sebastian Remelé sieht natürlich gerade die im Mai startende Landesausstellung „Main und Meer“ als gute Chance, der Stadt endgültig das Image von der grauen Maus am Main zu nehmen. Dass Schweinfurt älter wird mit seiner Bevölkerung, die bayernweit heute schon das höchste Durschschnittsalter aufweist, soll dabei kein Nachteil sein. „Alter ist nicht gleichzusetzen mit Schlagworten wie einsam, hilfsbedürftig oder gar als eine Gefahr für den Wohlfahrtsstaat“, weiß der Oberbürgermeister. „Ältere Menschen sind modebewusster als Generationen vor ihnen, sie sind mobiler und finden Kreuzfahrten ziemlich langweilig!“ Und vielleicht auch Reisen auf „La Isla Bonita“, um zu Popstar Madonna zurückzukehren….

Unser Aufmacherbild mit den Bundestagskandidaten zeigt von links: MdB und Wirtschaftsminister a.D. Michael Glos und MdEP Dr. Anja Weisgerber (beide CSU) sowie Ralf Hofmann und Namenskollege MdB Frank Hofmann (jeweils SPD). Hofmann will Hofmanns Platz im Bundestag einnehmen, Weisgerber tritt als Nachfolgerin des ebenfalls ausscheidenden Glos an.


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