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AKW Grafenrheinfeld: BUND Naturschutz will die Abgabewerte der radioaktiven Belastung von Abwässern in den Main reduzieren


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GRAFENRHEINFELD – Der BUND Naturschutz kritisiert den Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis von PreussenElektra vom 28.06.2019 wegen der darin geforderten hohen Radioaktivitätswerte und stellt den Antrag, die Abgabewerte der radioaktiven Belastung von Abwässern in den Main zu reduzieren. 

Die für die Rückbauphase des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld beantragten Werte für unbekannte Gemische und für Tritium entsprechen den Genehmigungswerten, die für den Leistungsbetrieb zugelassen waren. Obwohl diese Abgabewerte nicht ausgeschöpft wurden, sondern deutlich unterschritten, hat PreussenElektra in der Antragstellung keine Reduzierung vorgenommen. Der BUND Naturschutz sieht darin einen Verstoß gegen die Vorgaben zur Strahlenminimierung laut Strahlenschutzgesetz.


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Mögliche Minimierungsmaßnahmen müssten ausgeschöpft werden, um die Strahlenbelastung deutlich zu reduzieren und damit auch einer eventuell möglichen, schädlichen Veränderung der Gewässerbeschaffenheit vorzubeugen. Zudem seien die Abgabewerte je nach Rückbaufortschritt zu reduzieren.

Das Beispiel des AKW Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) zeige, wie eine Einigung aussehen könnte: auch der dortige Betreiber Vattenfall hatte zunächst den Wert für die Einleitung radioaktiver  Stoffe in die Elbe im Vergleich zum Leistungsbetrieb nicht abgesenkt. Auch dort wurde dieses Ansinnen kritisiert. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und der Kraftwerksbetreiber haben sich im Mai 2019 auf eine deutliche Senkung der maximal zulässigen Radioaktivität, die in die Elbe eingeleitet werden darf, geeinigt – unter Moderation  des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELLUND).


Der Kraftwerksbetreiber verpflichtete sich, die Einleitung radioaktiver Stoffe in die Elbe auf 2,7% des atomrechtlich genehmigten Ableitungswertes zu reduzieren und dies im Betriebsreglement festzuschreiben. Von Umweltminister Jan Philipp Albrecht wurde dies ausdrücklich begrüßt: „Das ist eine gute und tragfähige Lösung.“

Was Vattenfall in Schleswig-Holstein möglich ist, sollte auch PreussenElektra in Bayern möglich sein! Das Strahlen-Minimierungsgebot muss für den Main gleichermaßen gelten wie für die Elbe.

Die Kreisgruppe Schweinfurt des BUND Naturschutz in Bayern erachtet eine deutliche Reduzierung der zu genehmigenden Einleitungswerte für radioaktive Stoffe in den Main während des AKW-Rückbaus als dringend notwendig.



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