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Anträge der Grünen: Kassengebäude als Passivhaus oder Plus-Energie-Haus, weniger Asphalt und Artenschutz für die „Carus-Allee“


Pabst BIG

SCHWEINFURT – Zwei Anträge der Schweinfurter Grünen an die Stadtverwaltung, unterzeichnet von den drei Stadträten Ayfer Rethschulte, Dr. Reginhard von Hirschhausen und Dr. Thomas Schmitt, liegen sw1.news vor. Im Wortlaut geben wir sie bekannt.

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Remelé,
wir beantragen,


Eisgeliebt

1. bei der Auswahl insbesondere von Bäumen, aber auch Pflanzen aller Art vornehmlich auf deren Eignung für den Standort „Carus-Allee“ und deren Beitrag zur heimischen Artenvielfalt zu achten.

2. die Asphaltierung weitgehend auf die beiden begrenzenden Fahrstreifen der Carus-Allee zu begrenzen und im zentralen landschaftsähnlichen Teil nur dort zu asphaltieren, wo es zwingend nötig ist.


Begründung:

zu 1.
Die bayerische Landesregierung hat beschlossen, die Forderungen des Volksbegehrens „Artenschutz“ in ein Gesetz zu übernehmen, das unter anderem ein flächendeckendes Netz von Biotopen im Freistaat vorsieht. Die unbestrittene Schönheit der japanischen Kirschblüte und deren Sogwirkung auf auswärtige Besucher muss insofern hinter den Notwendigkeiten des heimischen Artenschutzes zurücktreten. Natürlich soll innerhalb der Kriterien des heimischen Artenschutzes die Schönheit der Natur eine gestalterische Rolle spielen.

zu 2.
Die Gesamtfläche der nach letzten Stadtratsbeschlüssen zu gestaltenden Carus-Allee beträgt etwa 22.700qm (etwa 610 x 37m). Uns wurde kürzlich bekannt, dass von diesen 22.700qm 12.000qm asphaltiert werden sollen. Die Fläche der randlichen geraden Fahrstreifen beträgt lediglich etwa 3700qm. Anscheinend sind in dem landschaftsähnlichen, 31-32m breiten mittleren Teil der Carusallee über 8000qm zur Asphaltierung vorgesehen.

Dies erscheint uns ökologisch, ökonomisch und auch aus dem Gesichtspunkt der Schönheit der Anlage nicht sinnvoll. Im Landschaftspark sollten wassergebundene Oberflächen überall dort eingesetzt werden, wo Asphaltierung nicht zwingend notwendig ist.

Kostendeckung:

1. die Kosten für Pflanzungen sind in der Planung der Carus-Allee schon vorgesehen, sie liegen bei ökologisch kompatiblen Pflanzen in Anschaffung und Unterhalt eher unter denen von Exoten.

2. Beim Verzicht auf Asphaltierung sind erhebliche Einsparungen möglich. Bei schmalen, kurvenreichen und nicht ebenen Wegen, wie sie im landschaftsähnlichen Mittelteil der Carus-Allee vorgesehen sind, würde der hier nötige Asphalt-Handeinbau 100 €/qm kosten (Erfahrungswert der Landesgartenschau Würzburg), die Anlage von wassergebundenen Oberflächen wäre überschlägig halb so teuer. Bei 8000qm ergäbe sich ein Einsparungspotential von bis zu 800.000 Euro. Natürlich wären solche Umplanungen mit dem Fördergeber abzustimmen.“

Und:

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Remelé,
wir beantragen, beim Neubau des Kassengebäudes die Planung als Passivhaus oder Plus-Energie-Haus auszuschreiben. Ausreichender Sonnenschutz sowie Heiz- und Kühlmöglichkeiten über Fernwärme sollten bei der Planung mit berücksichtigt werden.

Begründung: Passivhaus- und Plus-Energie-Bauweise sind im Sinne der CO2-Einsparungen, zu denen sich die Bundesrepublik Deutschland im Pariser Klimaschutzabkommen 2015 verpflichtet hat, sinnvoll und notwendig.

Zu einem Passivhaus können Plus-Energie-Komponenten noch nachgerüstet werden, zu anderen Bauweisen weniger. Es gibt inzwischen genügend Erfahrung mit der Technik (für Wohnhäuser, öffentliche Gebäude, Turnhallen, Schwimmbäder) und auch wirtschaftlich tragfähige Angebote für Bau und Unterhalt von Passivhäusern. Dies zeigt auch das Beispiel von Frankfurt am Main, wo seit 2007 der Passivhaus-Standard für alle Neubauten gilt.

Kostendeckung: Die 2020/21 zu erwartenden Bauvorschriften bewegen sich schon nahe am Passivhaus-Standard. Die Baukosten für einen dem Standard entsprechenden Neubau sind bereits in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt. Für die zusätzlichen Baukosten sollten öffentliche Fördermittel und ggf vergünstigte KfW-Kredite in Anspruch genommen werden; sie amortisieren sich aber mittelfristig durch wegfallende Energiekosten. Die Energiekosten werden insbesondere auch im Freistaat Bayern mittel- und langfristig steigen.“



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