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Kleiner Junge trägt sich selber Sonnencreme auf.

AOK-Sommertipps: So kommt man geschützt in die Sonne – Tipps der Johanniter gegen Hitze und für den Notfall


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SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Sonnenstrahlen machen glücklich. Treffen sie auf die Haut, setzen sie Glückshormone frei, sogenannte Endorphine. Zudem ist Sonnenlicht wichtig für die Produktion des körpereigenen Vitamin D, das zu gesunden Knochen und Zähne beiträgt. Zu viel Sonne kann allerdings auch schädlich sein. Die ultraviolette (UV-) Strahlung durch Sonne lässt die Haut vorzeitig altern und ist zudem ein Risikofaktor für Hautkrebs.

„Wer ein Sonnenbad ohne Reue genießen will, sollte daher geeignete Maßnahmen zum Sonnenschutz ergreifen“, so Lothar Zachmann von der AOK in Schweinfurt. Schatten bietet einen guten Sonnenschutz. Die UV-Belastung wird dadurch mindestens halbiert. Besonders gut schützt dichtes Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern. Und dennoch besteht auch an schattigen Plätzen das Risiko eines Sonnenbrands, da die Umgebung die Strahlen reflektieren kann.


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Schutzschild anlegen gegen Sonnenbrand


Wie viel Sonne jeder einzelne Mensch verträgt, hängt von seinem Hauttyp ab. Je dunkler die Haut, desto höher der Eigenschutz. Zu welchem Hauttyp man zählt, kann am besten ein Hautarzt bestimmen. „Sonnenschutzmittel helfen, die Eigenschutzzeit der Haut zu erhöhen und dadurch Sonnenbrand zu verhindern“, so Lothar Zachmann. Es gibt sie mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF). Er besagt, um wie viel die Eigenschutzzeit der Haut erhöht wird. Wer beispielsweise ohne Schutz 10 Minuten lang in der Sonne bleiben kann, genießt mit LSF 20 einen Sonnenschutz, der maximal 200 Minuten –10 Minuten mal 20– anhält. Experten raten allerdings, höchstens zwei Drittel dieser errechneten Zeit auszunutzen. Wichtig ist auch, die Sonnencreme rechtzeitig zu verwenden und nicht erst, wenn man schon eine Weile in der Sonne war. Sinnvoll ist außerdem, ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (30 und mehr) aufzutragen, das ausreichenden Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung bietet.

Kleidung als Sonnenschutz

Kleidung hilft ebenfalls, die UV-Belastung zu reduzieren. Aber nicht alle Stoffe sind dafür gleich gut geeignet. Besseren Schutz bieten Stoffe, die dunkel, fest gewebt oder dicht sowie ungebleicht sind. Materialien wie Polyester, Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose. Eine hilfreiche Faustregel ist: Hält man den Stoff gegen die Sonne, sieht man bereits, wie viel Licht hindurchdringt. Je lichtdurchlässiger die Kleidung ist, desto geringer der UV-Schutz. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung. Dabei sollte auf den UV-Standard 801 geachtet werden. Zudem sollte der Kopf nicht vernachlässigt und ebenfalls geschützt werden mit einem breitkrempigen Hut oder Kappe, die auch Ohren und Nacken bedecken.

„Und was für die Haut gilt, gilt auch für die Augen – sie brauchen ebenso Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung“, so Lothar Zachmann. Denn zu starke UV- Strahlung kann die Horn- und Bindehaut schädigen und langfristig sogar die Augenlinse trüben und zur Erblindung führen. Deshalb muss die Sonnenbrille bestimmten Standards entsprechen. Unverzichtbar ist die Markierung „CE“ und die Aufschrift „EN 1836:1997“ auf dem Glas oder am Brillenbügel: Daran erkennt man, dass die Sonnenbrille den EU-weit gültigen Qualitätsstandards für den Sonnenschutz entspricht.

Internet-Tipps:
www.aok.de -> Suchbegriff: Sonnenbaden
www.bfs.de ->Themen -> Optische Strahlung ->UV-Strahlung
www.krebsinformationsdienst.de ->Krebsarten -> Hautkrebs -> Vorbeugung

Kleiner Junge trägt sich selber Sonnencreme auf.

Auf dem Foto: Egal, ob groß oder klein: Sonnenschutzmittel stets mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor benutzen.
Urheber: © AOK-Mediendienst

Tipps gegen Hitze und für den Notfall

Menschen macht die momentane Hitze zu schaffen, sie reagieren mit Kopfschmerzen, Übelkeit und schweren Kreislaufproblemen. Wie man sich am besten schützt und was im Notfall zu tun ist, erklären Experten der Johanniter-Unfall-Hilfe.

„Wenig Bewegung, nicht rausgehen, viel trinken – damit helfen Sie Ihrem Körper am besten, sich gegen Überhitzung zu schützen“, sagt Hans-Joachim Hawesch, Ausbildungsleiter der Johanniter in Schweinfurt und empfiehlt: „Halten Sie sich möglichst in Gebäuden oder im Schatten auf, vermeiden Sie körperliche Anstrengungen und legen Sie bewusst Pausen ein. Ideale Durstlöscher sind nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser oder Saftschorlen mit zimmerwarmer Temperatur. Tragen Sie bei den heißen Temperaturen lockere, luftige Bekleidung und vergessen Sie nicht Ihren Kopf zu bedecken.“

Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen. Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten. „Bringen Sie die betroffene Person in den Schatten. Prüfen Sie die Atmung der Person, ist die Atmung normal, führen Sie die stabile Seitenlage durch. Bei keiner oder nicht normaler Atmung muss umgehend die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden“, erklärt Hawesch. „Bitte beachten Sie zudem, dass Menschen ohne Bewusstsein keine Getränke verabreicht werden dürfen, sie können daran ersticken!“

Die Johanniter empfehlen, alle zwei Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Aufgrund der hohen Nachfrage haben die Johanniter in Schweinfurt ihr Kursangebot erweitert und bieten nun noch zusätzliche Ferien-Kurse an. Freie Plätze gibt es am 10. und 12. August in der Schweinfurter Dienstelle, Am Unteren Marienbach 10, sowie am 13. August in der Steinstraße 2 in Bad Kissingen. Die Kurse finden jeweils von 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr statt. Weitere Informationen zu den Kursen sowie zur Anmeldung finden Sie unter www.johanniter-kurse.de oder telefonisch über das Ausbildungsbüro unter der Telefonnummer 0800 0 19 15 15 16.



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