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Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt läuft aus: Frühjahrsbelebung geht weitgehend zu Ende


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Schweinfurt / Main-Rhön – Nachdem sich die Arbeitslosigkeit im März deutlich verringert hatte, lief der saisonale Frühjahrsaufschwung im April allmählich aus. „Der Arbeitsmarkt in unserer Region erwies sich im April zwar immer noch als äußerst stabil, es zeigt sich aber auch, dass die Zeit des rasanten Aufstiegs wohl zunächst einmal vorüber ist“, kommentiert Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die Situation. Gegenüber dem Vormonat waren 261 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 1,6 Prozent. Insgesamt wurden in der Region Main-Rhön im April 8.722 Arbeitslose gezählt, bei einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Im Vormonat März waren noch 9.160 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, die Quote hatte 3,8 Prozent betragen. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 3,7 Prozent.

1.470 Menschen konnten im April ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden, 170 mehr als im Vormonat, aber 152 weniger als im Vorjahr. Auf der anderen Seite mussten sich 1.095 Arbeitnehmer im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit erstmals oder erneut arbeitslos melden, 36 mehr als im Vormonat und 96 mehr als vor einem Jahr. „Die Wiedereinstellungen nach dem Winter sind nun weitgehend abgeschlossen und in der Produktion wurden etliche befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert“, erklärt der Leiter der Arbeitsagentur die geringere Dynamik auf dem Arbeitsmarkt. „Die Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler stellen bei den Arbeitslosmeldungen aber auch fest,“ so Stelzer weiter, „dass die Zahl der Kundinnen und Kunden mit gesundheitlichen Einschränkungen zunimmt. Zusammen mit dem hohen Anteil älterer Arbeitsloser bilden diese eine Gruppe, deren Rückkehr in das Arbeitsleben auch bei guter Konjunktur nicht einfach ist.“


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Auch bei den Stellenangeboten ist der Markt ruhiger geworden. Sowohl die Zahl der neu angebotenen Arbeitsstellen (816) als auch der Bestand an offenen Stellen (2.295) waren auf dem Niveau des Vormonats. Der Stellenzugang lag 19 Prozent unter dem des Vorjahres, der Bestand allerdings noch 18 Prozent höher als vor Jahresfrist. „Diese Zahlen bestätigen einerseits eine gewisse Beruhigung des Arbeitsmarktes, was die Steigerung der Nachfrage nach Arbeitskräften betrifft. Anderseits zeigt die weiterhin hohe Zahl unbesetzter Stellen, dass auch diese eher konstante Nachfrage nach wie vor nur schwer zu befriedigen ist;“ erläutert der Leiter der Agentur für Arbeit  den aktuellen Stellenmarkt.


So ist es nach wie vor relativ einfach, Stellen für Bürokräfte oder im Handel zu besetzen, dies trifft auch im Helferbereich zu. Qualifizierte Fachkräfte im gewerblichen Bereich oder auch Kraftfahrer sind dagegen unverändert schwer zu finden. Bei den Gesundheitsberufen ist die zeitgerechte Besetzung der freien Stellen ebenfalls nach wie vor schwierig, ebenso im Hotel- und Gaststättenbereich.

Eine Besonderheit stellt die Situation bei den Zeitarbeitsfirmen dar. Hier dürfte die Zahl der neuen Stellen weiter ansteigen, dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Entleiherfirmen ihren Bedarf an mehr als ein Zeitarbeitsunternehmen gleichzeitig melden. Somit kann hinter den Stellenangeboten mehrerer Zeitarbeitsfirmen auch tatsächlich nur der Bedarf für eine Arbeitskraft stehen.

Die Agentur für Arbeit zählt nicht nur Menschen, welche entsprechend der gesetzlichen Definition arbeitslos sind, sondern auch Personen, die nur deshalb keiner regulären Beschäftigung nachgehen, weil sie beispielsweise arbeitsunfähig erkrankt sind, eine Fortbildung absolvieren oder in einer Arbeitsgelegenheit („Ein-Euro-Job“) beschäftigt sind. Durch die Darstellung dieser „Unterbeschäftigung“  wird über die Zahl der Arbeitslosen hinaus abgebildet, wie viele Menschen tatsächlich noch auf der Suche nach einem regulären Arbeitsplatz sind, auch wenn sie nicht direkt von der Arbeitslosenstatistik erfasst werden. Im April waren dies 4.453 Personen, 179 weniger als im März. Der stärkste Rückgang war dabei bei den kurzfristig arbeitsunfähig Erkrankten und bei den Teilnehmern an beruflichen Weiterbildungen zu verzeichnen.

„Des einen Freud‘, des andern Leid‘“ – so könnte die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt umschrieben werden. Seit Beginn des so genannten Beratungsjahres der Berufsberatung, also seit Oktober letzten Jahres, wurden der Agentur für Arbeit 200 Berufsausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, eine Steigerung um 6,9 Prozent. Auf der anderen Seite ging die Zahl der gemeldeten Bewerber um 57 oder 1,7 Prozent zurück. Damit ist auch in unserer Region das Verhältnis zwischen Stellen und Bewerbern erstmals seit langer Zeit nahezu ausgeglichen, auf 100 Bewerberinnen und Bewerber entfallen rechnerisch 97 Berufsausbildungsstellen.

Diese für die jungen Menschen erfreuliche Entwicklung führt bei einigen Betrieben dazu, dass die Besetzung der Stellen immer schwieriger wird, insbesondere bei weniger beliebten Ausbildungsberufen. Noch deutlicher ist die Veränderung zum Vorjahr beim Blick auf die aktuell noch unbesetzten Stellen und unversorgten Bewerber. Hier haben 1.334 Jugendliche die Auswahl unter 1.574 offenen Stellen. 100 unversorgte Jugendliche können also rechnerisch unter 118 Stellen wählen, fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren, als es nur 61 waren und wesentlich mehr als im Vorjahr, als nur 88 Stellen zur Auswahl standen.


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