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„Boah, ich war so nervös!“: Einige Kandidaten mussten ihr Scheitern beim DSDS-Casting in Schweinfurt verdauen


SKD

SCHWEINFURT – Dieter Bohlen war nicht anwesend, nein! Auch wenn der eine oder andere immer mal wieder nachfragte. „Ist denn der Herr Bohlen da?“, musste sich der bewachende Mann am Eingang mehrfach anhören, der doch einiges zu tun hatte am Mittwoch in den sechs Stunden, als der große DSDS-Truck auf dem Schweinfurter Schillerplatz stand.

„Deutschland sucht den Superstar“ – und RTL sucht nun auch in kleineren Städten wie in Schweinfurt. „Viele Bewerber haben nicht das Geld, um in die großen Städte zu reisen. Also kommen jetzt eben wir zu ihnen“, erklärt Julia Schwarz von der Produktionsfirma Grundy Light Entertainment, die für RTL auf Tour geht, um die Kandidaten zu finden, die dann in der 11. Staffel von DSDS ab Anfang 2014 im TV zu sehen sein werden. Das, was im 205 PS-Design-Truck mit Dachterrasse, beheizbarem Whirlpool und Lounge mit Ledersitzen gedreht wurde, sieht man später im Fernsehen nicht. Musikredakteure und Produzenten wählen bei der Trucktour lediglich eine repräsentative Auswahl an jungen Menschen, die dann zu einem „Callback“ eingeladen werden und die sich bestenfalls danach für das Jurycasting ab Ende September qualifizieren. Und erst dann laufen die RTL-Kameras und zeichnen für die Staffel auf.


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32.078 Kandidaten bewarben sich letztes Jahr für die Sendung. Die Anmeldungen für 2013 liegen jetzt schon wieder darüber. Zwei Trucks fahren parallel durch Deutschland, machen beim offenen Casting jeweils von 14 bis 20 Uhr Station. „Nicht jedes Bundesland hat noch Ferien wie Bayern“, erklärt Julia Schwarz die Uhrzeit. Von A wie Aachen bis Z wie Zürich stehen große Städte noch auf dem Programm. Köln, Hamburg, Berlin, München oder Stuttgart sind natürlich dabei, aber auch Schwerin, Paderborn, Wilhelmshaven, Osnabrück oder eben Schweinfurt als Gegenpart zu den Metropolen. „Anstelle drei Tage lang fest in einer Großstadt zu stehen, fahren wir nun mit dem Truck und holen die Leute zuhause ab“, ergänzt Grundy-Redakteurin Corinna Limier.

Die Resonanz in Schweinfurt? „Die war sehr gut. Wir sind super zufrieden“, sagt Limier am Tag danach. Zahlen über Bewerber und Weiterkommer will die Produktionsfirma erst nach Staffelende veröffentlichen. Es seien aber Kandidaten aus Schweinfurt weitergekommen! Fotos von Personen aus dem Truck, dessen Innenleben für die Medien ein Geheimnis bleiben muss, oder von Bewerbern, die es zu dem weiteren Vorcasting geschafft haben, werden nicht präsentiert. Auch die Besetzung der neuen Jury, die nach dem „Callback“ ihren meist so scharfen Senf abgeben wird, verraten die Macher noch nicht. Lediglich Dieter Bohlen ist sicher weiter an Bord.


In Schweinfurt gab es ein paar enttäuschte Gesichter zu sehen. Anna zum Beispiel, die in Bamberg studiert, die aus Hessen stammt, die ihren Nachnamen nicht verraten will. Nur dass sie 25 Jahre alt ist. Ein Foto? „Bitte nicht“, sagt sie und zieht mit ihrer Gitarre wieder ab in Richtung Bahnhof. „When You’re Gone“ von Bryan Adams hat sie gesungen. „Es sei sehr schön gewesen, reichte aber trotzdem nicht. Ich bin leider nicht weiter“, sagt Anna und gibt zu: „Man kommt schon mit anderen Erwartungen hier her.“

Einer, der eigentlich in die Sendung passen würde, ist Benjamin Lauer aus Melkendorf bei Litzendorf und damit ebenso aus der Bamberger Region. „Irgendwas mit Musik“ mache der ebenfalls 25-Jährige, erzählt Irene Weiglein, die mit ihrem Sohn Karl den etwas verrückten Kandidaten Lauer nach Schweinfurt fuhr. „Weil er kein Auto hat!“ Und weil die Mutter einen Bekannten hat, der in einem Schweinfurter Baumarkt arbeitet. Arbeitete! „Er hat vor vier Wochen aufgehört“, erfuhren die Oberfranken beim geplanten Besuch. Danach ging´s weiter zum Schillerplatz, wo sich Benjamin gar nicht mal so unbrechtigt Hoffnungen machte.

Für jede Staffel sucht RTL schräge Typen, die weniger gut singen können, sich dafür gerne der beißenden Jury-Kritik stellen. Benjamin Lauer passt da an sich ins Raster mit seiner kurzen grünen Hose, den roten Latschen mit Socken an den Füßen, mit der roten Tasche. „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier gab er zum Besten. „Der kennt alle Schlager und alten Lieder“, schwärmen die beiden Fahrer, die Benjamin kürzlich erst kennenlernten. Von der Bamberger Sandkärwa am Wochenende schwärmen sie auch noch – ehe der Kandidat schon wieder aus dem Truck kommt. „Gesanglich sei es nicht so gut, haben sie gesagt. Schade. Aber ich täte gute Laune verbreiten“, hat der 25-Jährige zu hören bekommen. Weiter ist er leider dennoch nicht.

Parallel singt Xhamile Kadroli. Zahlreiche Neugierige, die bei der großen Hitze rings um den Schillerbrunnen sitzen, hören ihr zu. Die 16-Jährige ist aber auch nicht weiter, muss von ihren ebenfalls in Schweinfurt wohnenden Freundinnen Helena Chalikia (17) und Khosek Abed (18) aber nur bedingt getröstet werden. „Das war cool und eine Erfahrung wert. Ich brauche noch ein bisschen, haben sie mir gesagt“, erzählt die Albanierin, die nun erstmal ihre Ausbildung zur Friseuse machen und weiter hobbymäßig singen will. Xhamile steht stellvertretend für die Multi-Kulti-Kandidaten. Zudem stammen Helena aus Griechenland und Khosek aus dem Irak.

Jasmin Tobsch ist die nächste „Gescheiterte“. Die 19-Jährige Serbo-Kroatin erfuhr: „Ich soll üben und das nächste Jahr nochmal kommen“, erzählt sie ihrer Freundin, der Polin Marlena Kutyniok. Und weiter: „Boah, ich war so nervös. Ich bin nicht hochgekommen!“ Letzteres bezieht sich auf die Stimmlage. „Stay“ von Rihanna hat sie gesungen und berichtet dann davon, dass sie eigentlich aus Höchstadt bei Erlangen kommt (in der Universitätsstadt gastierte der Truck am Donnerstag), momentan arbeitssuchend ist und wegen ihres Freundes nach Schweinfurt zog. „Seit ein paar Wochen aber ist Schluss!“ Der DSDS-Superstar-Traum ging diesen Mittwoch vorerst zu Ende.



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