Home / Lokales / „Botschafter Bayerns“ aus dem Bistum: „Sozialpreis 2016“ der Bayerischen Landesstiftung für das Projekt „Hey, ich bin normal“ des Antonia-Werr-Zentrums

„Botschafter Bayerns“ aus dem Bistum: „Sozialpreis 2016“ der Bayerischen Landesstiftung für das Projekt „Hey, ich bin normal“ des Antonia-Werr-Zentrums


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INGOLSTADT / WÜRZBURG / KOLITZHEIM – „Botschafter Bayerns“ hat Finanzminister Dr. Markus Söder die insgesamt neun Persönlichkeiten und Initiativen genannt, die mit dem Kultur-, Sozial- oder Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet wurden.

Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte „Sozialpreis 2016“ ging gleich zweimal an Initiativen aus dem Bistum Würzburg: das Projekt „Hey, ich bin normal“ des Antonia-Werr-Zentrums in Kolitzheim und die Internetplattform www.intakt.info. Alle Preisträger zeichne ihr engagierter Einsatz für das Gemeinwohl aus, sagte Söder bei der Preisverleihung am Dienstag, 6. Dezember, in Ingolstadt. „Sie helfen mit, dass Bayern ein lebenswerter Ort bleibt.“


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„Hey, ich bin normal“ ist ein Buchprojekt des Antonia-Werr-Zentrums, bei dem junge Frauen selbst ein Buch zum Thema „Umgang mit Traumatisierung“ erarbeiten. Den Anstoß habe ein Vortrag der Traumapädagogin Wilma Weiß vom Zentrum für Traumapädagogik in Hanau anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Antonia-Werr-Zentrums gegeben, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Antonia-Werr-Zentrum und Diözesan-Caritasverband. Was landläufig als Verhaltensauffälligkeit gelte, sei für Kinder und Jugendliche aus Familien mit psychisch kranken Eltern oft überlebenswichtig: Sie ergriffen die Flucht, liefen weg.


Bei den Mädchen und jungen Frauen sei der Wunsch nach einem Buch zum Thema „Umgang mit Traumatisierung“ in einer klaren und leicht verständlichen Sprache aufgekommen. Gemeinsam mit Weiß und Anja Sauerer, Geschäftsführerin und Gesamtleiterin der Antonia-Werr-Zentrum GmbH, erarbeitet nun eine Gruppe von jungen Frauen ein solches Buch. Das Preisgeld werde für das Buchprojekt sowie für die Weiterbildung von Mädchen als Multiplikatorinnen im Bereich der Traumapädagogik verwendet, sagt Alfred Hußlein, stellvertretender Gesamtleiter.

„Wir freuen uns sehr über diesen Preis“, sagt Sauerer. Er bestätige, dass sich „neues“ Denken lohne und dass neue Haltungen in der Pädagogik immer wieder eine Bereicherung seien. Sie dankt vor allem auch den jungen Frauen, „die sich durch die Arbeit an ihren Traumata und durch die mutige Darlegung ihrer Geschichte und ihrer Erfahrungen in den Dienst anderer stellen und helfen wollen“. Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, sieht in dem Preis eine „echte Wertschätzung des professionellen Dienstes“, der im Antonia-Werr-Zentrum für junge Frauen und damit für die Gesellschaft erbracht werde.

Die Oberzeller Franziskanerinnen seien „glücklich und stolz“, gratuliert Generaloberin Schwester Katharina Ganz. Die Gemeinschaft ist alleinige Gesellschafterin der Antonia-Werr-Zentrum GmbH. Mit dem Preis werde sowohl der Einsatz der Mädchen und jungen Frauen wie auch der Mitarbeiter honoriert. „Es bleibt nur zu wünschen, dass das mit der Traumapädagogin Wilma Weiß entstandene Fachbuch vielen anderen von Traumatisierung betroffenen jungen Menschen hilft, ihre eigene Situation besser zu verstehen, zu reflektieren und Wege zur Überwindung zu finden.“

Ausgezeichnet wurde auch die Internetplattform www.intakt.info mit Informationen für Eltern von Kindern mit Behinderung. Insgesamt rund 47.000 Beiträge zu etwa 8700 Themen von gut 6000 Mitgliedern sind auf der Internetplattform zu finden. Söder würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter unter der Trägerschaft des Familienbunds der Katholiken (FDK) in der Diözese Würzburg. Beratung, Information und Seelsorge hätten einen unerlässlichen Wert für die betroffenen Familien und trügen zur Entlastung und Sicherheit bei. Mit dem Preisgeld wollen die Verantwortlichen unter anderem eine für Smartphones geeignete mobile Version der Plattform verwirklichen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1972 hat die Bayerische Landesstiftung nach eigenen Angaben mehr als 500 Millionen Euro an Zuschüssen und Darlehen bewilligt und damit rund 8000 Vorhaben auf kulturellem, sozialem sowie dem Gebiet des Umweltschutzes finanziell unterstützt.

Auf dem Bild: Verleihung des „Sozialpreises 2016“ an das Projekt „Hey, ich bin normal“ des Antonia-Werr-Zentrums (von links) Josef Miller, Vorsitzender der Bayerischen Landesstiftung, Anja Sauerer Geschäftsführerin und Gesamtleiterin der Antonia-Werr-Zentrum GmbH, Wilma Weiß, Jugendliche aus dem Antonia-Werr-Zentrum sowie Finanzminister Dr. Markus Söder.

Text und Foto: POW / Georg Repp (Verwaltungsleitung Antonia-Werr-Zentrum)


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